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Onopordum - Pflanze mit Stängel, Blüten violett, Hüllblätter linealisch, abstehend oder zurückgebogen
- Artengruppe Onopordum acanthium 

Die Unterteilung dieser Artengruppe gestaltet sich sehr schwierig, da viele Kulturformen verwildert sind und die Nomenklatur in den europäischen Floren sehr unterschiedlich ist.
In der Flora Europaea werden 3 Unterarten unterschieden, die sich wohl nicht halten lassen, da sie in der Literatur der Herkunftsländer nicht anerkannt werden:
Onopordum acathium ssp. gautieri (soll in Pyrenäen vorkommen) wird sowohl in der Flora Iberica, als auch in der Flora Gallica nicht abgetrennt, die griechische Unterart (Onopordum acanthium ssp. parnassicum) wird in der Greek Flora nicht erwähnt. 
Der Schlüssel basiert auf der Publikation 
"ZUR PROBLEMATIK VON WILDWACHSEND AUFTRETENDEN ESELSDISTELN (ONOPORDUM SPEC.) IN DEUTSCHLAND"

Pflanze dicht weißfilzig behaart, Hülle dicht spinnwebig behaart
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Pflanze grün, wenig behaart, Hülle wenig spinnwebig behaart
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Photo und copyright Michael Hassler

 

1      Pflanze dicht grauweiß behaart


 Onopordum x hortorum
Gausmann & Loos
(Garten- Eselsdistel)

VII - VIII, Ruderalplätze, Wegränder 
                   Straße Günzburg - Offingen, ca. 450 m ü.M. (04.07.2006)
                   Reisensburg, Wegrand, ca. 450 m ü.M. (12.07.2013)

Synonyme:
Keine

English name:
Garden Cottonthistle

Verbreitung in Deutschland:
Die Pflanze ist in allen Bundesländern ungefährdet und kommt meist in der Nähe von Ortschaften vor.

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Aus gärtnerischer Kultur verwildert

Etymologie:
- Onopordum: abgeleitet von griech. onos = Esel und porde = Blähung (die Pflanze soll bei Eseln, die sie gefressen haben, starke Blähungen auslösen)
- hortorum: Garten

Status zweifelhaft (als Bastard von Onopordum acanthium und einer oder mehrerer anderer Onopordum- Arten (z.B. Onopordum illyricum) postuliert). Mögliche Eltern sind nicht bekannt. Daher ist wahrscheinlich, dass es sich hier nur um eine Convarietät (Zuchtselektion) von Onopordum acanthium handelt. Genetische Untersuchungen fehlen bisher.

 

 

 

 

Pflanze bis 3 m groß
dicht weißfilzig behaart oder verkahlend

Blütenstand stark verzweigt
Verzweigungen enden mit 2 - 3 Köpfchen

Köpfchen 3 - 5 cm breit, Blüten hellviolett, Hülle dicht spinnwebig behaart
Hüllblätter linealisch, in einen langen Dorn verschmälert

 Hülle filzig,  Hüllblätter linealisch, in einen langen Dorn verschmälert

Stängel breit geflügelt, wenig dornig

Pflanze 2- jährig:
Im ersten Jahr treibt die Pflanze nur Blätter aus

Blätter eilanzettlich, buchtig gezähnt oder gelappt, mit wenigen, kurzen Dornen
beiderseits bleibend filzig

 

 

2      Pflanze wenig behaart


 Onopordum acanthium
L.
(Gewöhnliche Eselsdistel)

VII - VIII, Ruderalplätze, Wegränder 
                   Eselsburger Tal, Baden-Württemberg, ca. 520 m ü.M. (17.07.2016)

Synonyme:
Onopordum gautieri Rouy
Onopordum parnassicum Boiss. & Heldr.

English name:
Common Cottonthistle

Nom francais:
Onoporde acanthe

Nome italiano:
Onopordo tomentoso

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal (Beira Alta), Spain (widespread), Andorra, 
France, Corsica, Italy, 
Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Sterea Ellas, S-Pindos, N-Pindos, E-Central, N-Central, N-East), 
England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Turkey, Iran, Iraq, Afghanistan, Pakistan, Jammu & Kashmir, Estonia, Latvia, Lithuania, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, Russia, China, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Pakistan, Tajikistan, Turkestan, Uzbekistan

Eingebürgert in:
*Australia, *Chile, *Argentina, *Canada, *USA

Etymologie:
- Onopordum: abgeleitet von griech. onos = Esel und porde = Blähung (die Pflanze soll bei Eseln, die sie gefressen haben, starke Blähungen auslösen)
- acanthium: stachlig, dornig

 

 

 

 

Pflanze bis 3 m groß
 grünlich, wenig behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Köpfchen 3 - 5 cm breit, Blüten hellviolett, Hülle schwach spinnwebig behaart,  
Hüllblätter linealisch, in einen langen Dorn verschmälert


Photo und copyright Michael Hassler

 Früchte 4 - 6 mm lang, grau, schwarz gefleckt, mit Längs- und Querrippen,
Pappus borstig, rosa oder weißlich, Borsten 7 - 14 mm lang, am rand gezähnelt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Köpfchenboden mit Gruben für die Früchte


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter eilanzettlich, buchtig gezähnt oder gelappt, mit wenigen, kurzen Dornen
oberseits grün, schwach behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Blattunterseite schwach filzig