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Isatis - Schoten kahl
- Verbreitung: Griechenland -

Weit verbreitete Art
Blätter kahl
> 1

Endemiten in Nordgriechenland (Mt. Grammos, Mt. Vermio)
Blätter behaart
> 2

 

 

1        Blätter kahl


Isatis tinctoria L.
(Färber- Waid)

V - VII, Trockenrasen, Bahnanlagen, Wegränder (0 - 2100 m)
              Günzburg, Saatblumenfeld bei der Marienhöhle, ca. 450 m ü.M. (25.05.2020)

Synonyme:
Pastel, Deutsches Indigo
Isatis canescens DC. 

English name:
Dyer's Woad

Nom francais:
Pastel des teinturiers

Nome italiano: 
Glasto comune

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut Franken, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Kölner Bucht, Thüringer Becken, Schleswig-Holstein, Saarland; 
selten bayerisches Allgäu, Sachsen, fehlt Norden; nördliche Mitte meist nur Altfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: Neophyt, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: unbeständig, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain (widespread), 
France (widespread), Corsica, 
Italy (alle Regionen), Sardinia, Sicily, Malta, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), E- Aegean Isl., 
Canary Isl., England, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Finland, Sweden, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania,  Bulgaria, Turkey, Crimea, Baltic States, Russia, Belarus, Ukraine, China, Tibet, Kazakstan, Tajikistan, Uzbekistan, Korea, Mongolia, Japan, Iraq, Lebanon, Pakistan, India
Algeria, Morocco

Eingebürgert in:
*Peru, *Chile,  *Madeira, *Canada, *USA

Etymologie:
- Isatis: Bezeichnung des Färber- Waid bei Hippokrates und Dioskurides
- Waid: von lat. vitrum = blaue Farbe
- tinctoria: zum färben

Wissenswertes:
Aus dem Färberwaid wurde in Deutschland bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts Indigo (Indigoblau) gewonnen. 
Zur Geschichte und Herstellung von Indigo: Wikipedia

Im Gartenhandel wird häufig Isatis glauca (Herkunft: Türkei) verkauft, welche im Gegensatz zu Isatis tinctoria keine oder nur schwach ausgebildete Blattöhrchen besitzt.

 

 

 

Pflanze 40 - 120 cm groß,  
im oberen Teil oft ausladend verzweigt

Blütenstand traubig, Blüten, lang gestielt, ohne Tragblätter

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kron- und Kelchblätter schmal, 
Kronblätter 3,5 mm lang, Kelchblätter 2 - 2,5 mm lang


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten hängend, 15 - 25 mm lang, 3 - 5 mm breit, 3 - 5 mal so lang wie breit, geflügelt

Reife Früchte schwarz, seitlich abgeflacht, geflügelt, nicht öffnend
mit deutlicher Mittelader, nur 1 Fruchtfach, welches 1 Samen enthält


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen eilänglich, glatt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel oft bläulich- grün bereift

Stängelblätter 30 - 240 mm lang, 10 - 60 mm breit, lanzettlich, beiderseits kahl, ganzrandig, pfeilförmig stängelumfassend

Grundblätter rosettig, bis 240 mm lang, 60 mm breit, ganzrandig oder unregelmäßig gzähnt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

 

2       Blätter behaart

Endemit des Mt. Grammos
Blüht im Juni
Schoten elliptisch, an beiden Enden verschmälert
> 3
Endemit des Mt. Vermio
Blüht September/Oktober
Schoten verschmälern sich von der Spitze zur Basis
> 4

 

3      Endemit des Mt. Grammos, Blüht im Juni, Schoten elliptisch, an beiden Enden verschmälert


Isatis grammotis Kit Tan
(Mt. Grammos- Waid)


Photo und copyright 

VI, Steinige Hänge, Felsen (2100 - 2150 m)
       
Mt. Grammos, Nordgriechenland

Synonyme:
Keine

English name:
Mt. Grammos Woad

Weltweite Verbreitung:
Greece (N- Pindos)

Etymologie:
- Isatis: Bezeichnung des Färber- Waid bei Hippokrates und Dioskurides
- Waid: von lat. vitrum = blaue Farbe
- grammotis: vom Mt. Grammos (Nordgriechenland)

 

 

 

 

Pflanze bis 65 cm hoch

 

Blütenstand schirmtraubig, 25 cm im Durchmesser, anfangs dicht, später locker

 

Blüten gelb, zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel

 

Blüten 6 - 8 mm lang gestielt, überhängend, ohne Tragblätter

 

Schoten kahl, hängend, 10 - 12 mm lang, 3 mm breit, elliptisch, an beiden Enden verschmälert, 
mit hervorgehobener Mittelader, Flügel so breit wie der Samen

 

Stängel gewinkelt, kahl oder am Grund spärlich behaart
Stängelblätter elliptisch, spitz, kahl oder bewimpert, pfeilförmig stängelumfassend

Untere Blätter auf beiden Seiten dicht behaart, Blattspreite 4 - 9 cm lang, 1 - 2 cm breit, 
Blattstiel mehr als halb so lang wie die Blattspreite

 

 

 

4      Endemit des Mt. Vermio, Blüht September/Oktober, Schoten verschmälern sich von der Spitze zur Basis


Isatis vermia Kit Tan
(Mt. Vermio- Waid)


Photo und copyright 

IX - X, Steinige Hänge, Felsen (1600 m)
       
     Mt. Vermio, Nordgriechenland

Synonyme:
Keine

English name:
Mt. Vermio Woad

Weltweite Verbreitung:
Greece (N- Central)

2n 

Etymologie:
- Isatis: Bezeichnung des Färber- Waid bei Hippokrates und Dioskurides
- Waid: von lat. vitrum = blaue Farbe
- vermia: vom Mt. Vermio (Nordgriechenland)

 

 

 

 

Pflanze 60 - 100 cm hoch

 

Blütenstand schirmtraubig, 25 - 35 cm im Durchmesser, anfangs dicht, später locker

 

Blüten gelb, zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter 3 - 3,5 mm lang, Kelchblätter 2 - 2,5 mm lang, kahl

 

Blüten 6 - 8 mm lang gestielt, überhängend, ohne Tragblätter

 

Schoten kahl, hängend, 9 - 14 mm lang, 3 - 4 mm breit, verschmälern sich von der Spitze zur Basis, mit schlanker Mittelader, Flügel schmaler als der Samen
Samen 4 mm lang, 1,8 mm breit, gelbbraun

 

Stängel kantig, am Grund behaart
Stängelblätter 7 - 9 cm lang, 2 - 2,5 cm breit,
dreickig- lanzettlich, spitz, mit spitzen Öhrchen stängelumfassend

Untere Blätter auf beiden Seiten dicht behaart, Blattspreite 8 - 11 cm lang, 3 - 4 cm breit,
ganzrandig oder gezähnt, Blattstiel halb so lang wie die Blattspreite