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Odontites - Pflanze aufrecht, Blüten gelb, Kelch drüsig

Stängel drüsig- klebrig
> 1


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Stängel behaart, jedoch nicht drüsig
2


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

 

1        Stängel drüsig- klebrig


Odontites viscosus
(L.) Clairv.
(Klebriger Zahntrost)


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

VIII - X, Waldlichtungen (20 - 1700 m)
                Crots, Hautes-Alpes, Frankreich, 798 m ü.M. (Franck Le Driant 15.08.2009)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Odontites viscosus ssp. oscensis P. Montserrat

English name:
Sticky Bartsia

Weltweite Verbreitung:
Switzerland, 
France (Alpen, Pyrenäen), Spain (widespread)

Etymologie:
- Zahntrost: Hilft bei der Heilung von Zahnerkrankungen
- Odontites: griech. odontes = Zähne (1. Erklärung: angeblich wirksam gegen Zahnschmerzen; 2. Erklärung: Kelchzähne zahnförmig gezackt)
- viscosa: klebrig


                

 

Pflanze 6 - 80 cm hoch
verzweigt, Seitenzweige waagrecht oder aufrecht abstehend


Photo und copyright Franck Le Driant

Blütenstand mit 6 - 18 Blüten, zu Beginn kompakt, später locker


Photo und copyright Miguel Porto

Tragblätter der Blüten je nach Unterart elliptisch oder lanzettlich,
+/- behaart und drüsig


Photo und copyright Miguel Porto

Krone 5 - 7 mm, gelb oder rot, fast kahl, Oberlippe etwas länger als die 3- teilige Unterlippe,
4 Staubblätter, Staubblätter nicht oder nur wenig aus der Krone herausragend, Antheren +/- rechtwinklig zum Filament stehend, Theken am oberen stumpfen Ende mit Spiralhaaren sowie dorsal in der unteren grannig zugespitzten Hälfte mit bis 0,4 mm langen warzigen Barthärchen, sonst kahl, Griffel im Helm verborgend bleibend oder etas herausragend, Narbe kopfig


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Kelch 3 - 4 mm lang, mit 4 Zähnen, drüsig, Kelchzähne länger oder kürzer Kelchröhre


Photo und copyright Franck Le Driant

Frucht 3 - 4 mm lang, vorne oft ausgerandet, im oberen Teil behaart,
Samen länglich, 1 - 2 mm lang, 0,7 - 1 mm breit


Photo und copyright Jesús Vílchez

Stängel mit einfachen Haaren und Drüsenhaaren, 
Stieldrüsen mehrzellig, mit kugeligen Köpfchen


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blätter linealisch- lanzettlich, 25 - 80 mm lang, 3 - 10 mm breit, +/- ganzrandig
6 - 15 mal so lang wie breit, +/- drüsig


Photo und copyright Miguel Porto

 

 

2           Stängel behaart, jedoch nicht drüsig

Verbreitung: Spanien (Huesca, Lleida, Saragossa)
Untere Tragblätter ganzrandig, 4 - 8 mal so lang wie breit
Blätter +/- linealisch, 2 - 3 mm breit, meist ganzrandig
> 3


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Verbreitung: Aveyron (Frankreich), Spanien (Barcelona, Gerona, Lleida, Teruel), Andorra
Untere Tragblätter gezähnt, 2 - 5 mal so lang wie breit
Blätter lanzettlich, 3 - 10 mm breit, am Rand schwach gezähnt
> 4


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

 

3        Blätter linealisch, 2 - 4 mm breit, meist ganzrandig


 Odontites pyrenaeus
(Bubani) Rothm.
(Pyrenäen- Zahntrost)


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

VIII - IX,  Trockenrasen, Wiesen (400 - 1750 m)
                  La Jacetania, Huesca (Jose Quiles)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Euphrasia pyrenaea Bubani,
Odontites lanceolatus ssp. pyrenaeus (Bubani) O. Bolos

English name:
Pyrenean Bartsia

Nom francais:
Odontite des Pyrénées

Weltweite Verbreitung:
Spain (Huesca, Lleida, Saragossa)

2n = 24

Etymologie:
- Zahntrost: Hilft bei der Heilung von Zahnerkrankungen
- Odontites: griech. odontes = Zähne (1. Erklärung: angeblich wirksam gegen Zahnschmerzen; 2. Erklärung: Kelchzähne zahnförmig gezackt)
- pyrenaeus: aus den Pyrenäen

 

 

 

Pflanze 10 - 40 cm hoch
meist verzweigt


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blütenstand von unten nach oben aufblühend (acropetal), d.h. Früchte unterhalb der Blüten,
einseitswendig, anfangs ziemlich kompakt, mit 8 - 17 Blüten, Tragblätter 5 - 25 mm lang. 1 - 2 mm breit, meist ganzrandig, behaart, oft auch mit Drüsenhaaren


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Krone gelb, 7 - 11 mm groß, außen behaart, mit 4 +/- weit aus der Blüte ragenden Staubblättern, Oberlippe kurz (3 mm), Unterlippe 3- zipflig, Mittelzipfel spatelförmig verbreitert, Griffel 6 - 8 mm lang, Narbe klein, +/- kopfig, 


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Antheren gelb oder braun, im rechten Winkel zum Filament stehend, vorne stachelspitzig, mit 2 Haarbüscheln, Kelch 4 - 5 mm lang, bis zu Hälfte gespalten mit 4 schmal dreieckigen Zähnen, behaart und drüsig


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Früchte elliptisch, 5 - 7 mm lang, 3 - 4 mm breit, im unteren Teil kahl

 

Stängel weißborstig,  rückwärts gerichtet behaart,
Blätter linealisch- lanzettlich, 16 - 38 mm lang, 1,5 - 3 mm breit, ganzrandig, seltener mit 2 - 4 undeutlichen Zähnen, behaart, oft auch mit Drüsenhaaren

     

 

 

 

4        Blätter lanzettlich, 3 - 10 mm breit, am Rand gezähnt


 Odontites cebennensis
Coste & Soulie
(Cevennen- Zahntrost)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

VIII - IX,  Trockenrasen, Wiesen (400 - 1750 m)
                  Séverac le Château, Aveyron (Benoit Bock August 2014)

Synonyme:
Odontites jaubertiana ssp. cebennensis (Coste & Soulié) P. Fourn. (Name in der Flora Europaea)
Odontites lanceolatus ssp. olotensis (Pau ex Cadevall) O. de Bolòs & J. Vigo (Name in der Flora Catalana)
Incl. Odontites cebennensis ssp. olotensis (Cadevall) B.Bock, 

English name:
Cévennes Bartsia

Nom francais:
Odontite des Cévennes, Euphraise des Causses

Weltweite Verbreitung:
Spain (Barcelona, Gerona, Lleida, Teruel), Andorra, 
France (Aveyron)

Etymologie:
- Zahntrost: Hilft bei der Heilung von Zahnerkrankungen
- Odontites: griech. odontes = Zähne (1. Erklärung: angeblich wirksam gegen Zahnschmerzen; 2. Erklärung: Kelchzähne zahnförmig gezackt)
- cebennensis: benannt nach den Cevennen (= südöstlicher Teil des französischen Massif Central; sie Cevennen liegen in den Départements Ardèche, Aveyron, Gard und Lozère)

 

 

 

Pflanze 3 - 60 cm hoch
verzweigt


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blütenstand von unten nach oben aufblühend (acropetal), d.h. Früchte unterhalb der Blüten, im oberen Teil dicht, im unteren Teil +/- locker, mit 17 - 30 Blüten,
Tragblätter eilanzettlich, gezähnt, mit oder ohne Drüsnehaare

 

Krone hellgelb, 8 - 12 mm lang, außen behaart, mit 4 weit aus der Blüte ragenden Staubblättern, Griffel 6 - 8 mm lang


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Oberlippe ungeteilt, Unterlippe 3- teilig, Mittellappen leicht spatelförmig verbreitert


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Antheren gelb oder braun, zugespitzt, am Konnektiv, dorsal und am stumpfen Ende behaart, ansonsten kahl

   
Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Kelch 4 - 7 mm lang, bis zur Hälfte gespalte, mit 4 dreieckigen Zähnen,
mit zahlreichen Stieldrüsen


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Früchte elliptisch, 6 - 6 mm lang, 3 - 4 mm breit, oben behaart, im unteren Teil kahl

 

Stängel weißborstig behaart

     
Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blätter lanzettlich, 20 - 70 mm lang, 4 - 10 mm breit, schwach gezähnt, behaart


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock