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Erysimum - Blüten gelb, Blätter ganzrandig oder gezähnt, Schoten der Blütenstandsachse anliegend
- Verbreitung: Balkan -

Fruchtschnabel 1 - 1,5 mm lang
> 1

Fruchtschnabel 3 - 5 mm lang
> 2

 

1     Fruchtschnabel 1 - 1,5 mm lang


Erysimum virgatum Roth
(Ruten- Schöterich)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

V - VII, Wälder, Ruderalstellen, steinige Hänge, Wegränder (1000 - 1900 m)
               Col du Telegraphe, Frankreich, 1560 m ü.M. (16.08.2014)

Synonyme:
Steifer Schöterich
Erysimum hieraciifolium L. (Name im Rothmaler 2021)
Erysimum strictum Gaertn., Erysimum denticulatum J. Presl & C. Presl

English name:
European Wallflower

Nom francais:
Vélar en baguette

Nome italiano:
Violaciocca vergata

Verbreitung in Deutschland:
Ziemlich selten Thüringen, Sachsen, Wendland, selten S-Brandenburg; Einzelfunde Niedersachsen, Franken, Baden-Württemberg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: G (gefährdet, Status unklar), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: Neophyt, Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: R (sehr selten), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
France (Alpen, Massif Central),
Italy (Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul), 
Slovenia, Croatia, Albania, 
Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, Iceland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Baltic States, Russia, Ukraine, Kazakstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Mongolia, China, Tibet, Afghanistan, Pakistan, India, Nepal, Bhutan

Eingebürgert in:
*Canada, *USA

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- virgatum: rutenförmig
- hierciifolium: Blätter ähneln Hieracium (Habichtskraut)

 

 

 

 

Pflanze 40 - 100 cm groß
Blütenstand anfangs dicht, doldig- traubig, später stark verlängert

Blütenstand mit 3 - 10 seitlichen Trauben unterhalb der endständigen Traube


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter satt gelb, mit Sternhaaren, Staubbeutel kahl
Blütenstiel so lang oder länger wie die Kelchblätter

Kronblätter 10 - 12 mm lang, goldgelb lang genagelt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kelchblätter 6 - 9 mm lang, 
Schoten an den Kanten grünlich, da wenig behaart

Schoten 35 - 50 mm lang, 
Schoten steil aufrecht, anliegend oder mit dem Stängel einen Winkel von 10 - 20 ° bildend

Griffel 1 - 1,5 mm lang, von der Schote abgesetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel stumpfkantig, kräftig, Blätter wechselständig

Stängelblätter buchtig gezähnt oder ganzrandig
20 - 60 mm lang, 5 - 10 mm breit


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter mit 3 - 4 schenkligen Haaren mäßig dicht besetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

 

 

 

 

Grundblätter zur Blütezeit meist schon vertrocknet
Blütenstand mit 3 - 8 blütentragenden Zweigen
> 1

Grundblätter zur Blütezeit vorhanden
Blütenstand mit 1 - 5 blütentragenden Zweigen
> 2


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

 

5     Grundblätter zur Blütezeit meist schon vertrocknet, Blütenstand mit 3 - 8 blütentragenden Zweigen


Erysimum cuspidatum (Bieb) DC.
(Stachelspitziger Schöterich)

IV - VII, Ruderalstellen, Waldränder, Ackerränder (500 - 1500 m)
                Mt. Parnassos, 1.Halt, Sterea Ellas, Griechenland 1125 m (14.06.2019)
               
Dresden, Elbufer, Sachsen (Oliver Heyers 01.10.2017)

Synonyme:
Cheiranthus cuspidatus MB., Syrenia cuspidata (M. Bieb.) Rchb.

English name:
Cuspidated Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Adventivfunde in BB, HE, MV und SN

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, 
Greece (Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl.),

Bulgaria, Romania, Turkey, Ukraine, Crimea, Russia, Iran

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- cuspidatum: zugespitzt

 

 

 

 

 

Pflanze zur Blütezeit 35 - 65 cm hoch, zur Fruchtzeit bis 100 cm
oberwärts sparrig verzweigt

Blütenstand aus 3 - 8 blütentragenden Zweigen bestehend, fast die Hälfte des Stängels ausmachend, jede Blütentraube aus 10 - 30 Blüten


Photo und copyright Oliver Heyers "Garibaldi"

Kronblätter schwefelgelb, 10 - 12 mm lang, 2 mm breit, genagelt,
auf der Außenseite behaart, 

Kelchblätter 5 mm lang, 1 mm breit

Schoten 11 - 24 mm lang, 2 mm breit, der Traubenachse dicht anliegend, seitlich stark zusammengedrückt und schmal geflügelt, Fruchtschnabel 4 - 5 mm lang, Griffel kopfig,
Stiele der Schoten dünner als die Schote

Stängel kantig, Blätter eilanzettlich, 15 - 80 mm lang, 4 - 20 mm breit, 

Obere Stängelblätter ungeteilt, ganzrandig oder seicht gezähnt, 
sitzend oder schwach geöhrt

Untere Stängelblätter kurz gestielt, 
wie die Rosettenblätter zur Blüte- und Fruchtzeit vertrocknet

 

 

2      Grundblätter zur Blütezeit vorhanden, Blütenstand mit 1 - 5 blütentragenden Zweigen


Erysimum pseudocuspidatum A. Polatschek
(Stachelspitzenähnlicher Schöterich)


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

VI - X, Bergwälder, felsige Hänge (1700 - 2200 m)
             Vourinos, Nordgriechenland (Giannis- Kofinas- Kallergis)

Synonyme:
Keine

English name:
Pseudocuspidated Wallflower

Weltweite Verbreitung:
Macedonia,

Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), 
Bulgaria

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- pseudocuspidatum: ähnlich Erysimum cuspidatum

Tritt nie gemeinsam mit Erysimum cuspidatum auf!

 

 

 

 

Pflanze zur Blütezeit 12 - 25 cm hoch, zur Fruchtzeit bis 60 cm
oberwärts sparrig verzweigt


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Blütenstand aus 1 - 5 blütentragenden Zweigen bestehend, 1/3 - 1/2 des Stängels ausmachend, jede Blütentraube aus 15 - 40 Blüten

Kronblätter schwefelgelb, 8 - 10 mm lang, 2 mm breit, genagelt,
auf der Außenseite behaart, Kelchblätter 5 mm lang, 1 mm breit

 

Schoten 11 - 14 mm lang, 2 mm breit, der Traubenachse dicht anliegend, seitlich stark zusammengedrückt und schmal geflügelt, Fruchtschnabel 3 - 4 mm lang,
Griffel kopfig, Stiele der Schoten dünner als die Schote

 

Stängel kantig, Blätter eilanzettlich, 16 - 45 mm lang, 4 - 17 mm breit, 

 

Obere Stängelblätter ungeteilt, ganzrandig oder seicht gezähnt, 
sitzend oder schwach geöhrt

 

Untere Stängelblätter kurz gestielt,
wie die Rosettenblätter zur Blüte- und Fruchtzeit vorhanden