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Erysimum - Blüten gelb, klein, Blätter ganzrandig oder gezähnt, Schoten abstehend
- Verbreitung: Balkan -

Schoten aufrecht abstehend, 2 - 2,5 mal so lang wie der Fruchtstiel
> 1

Schoten +/- waagrecht abstehend, 10 - 20 mal so lang wie der Fruchtstiel
> 2


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

1        Schoten aufrecht abstehend, 2 - 2,5 mal so lang wie der Fruchtstiel


Erysimum cheiranthoides L.
(Acker- Schöterich)

V - IX, Gärten, Äcker, Ruderalstellen, Brachland (100 - 600 m)
             Günzburg, Mooswaldsee, 450 m ü.M. (06.09.2008)

Synonyme:
Cheiranthus cheiranthoides A. A. Heller

English name:
Wormseed Wallflower

Nom francais:
Fausse Giroflée

Nome italiano: 
Violaciocca falso cheiri

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber südlich der Donau selten, Westen zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria (widespread), Switzerland (widespread), 
Spain (Leon), France (widespread), 
Italy (Lombardei, Südtirol, Tretino, Venetien, Friaul, Abruzzen), 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo,  
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, Iceland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Baltic States, Russia, Ukraine, Siberia, Kazakstan, Japan, China, Mongolia

Eingebürgert in:
*Canada, *Alaska, *USA

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- cheiranthoides: ähnlich Cheiranthus (Goldlack)

Erysimum cheiranthoides ist auch enthalten im:
- Schlüsse
- Schlüssel für Italien
- Schlüssel für den Balkan

 

 

Pflanze 15 - 60 cm groß

Blütenstände zunächst dicht, traubig, später verlängert und locker

Blüten zwittrig, goldgelb, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter 1 Griffel
Kronblätter 4 - 5 mm lang, Kelchblätter 2 - mm lang


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blütenstiel länger als die Kelchblätter

Schoten vierkantig, 15 - 25 mm lang, 1 mm breit, im Winkel von 40 - 50 ° vom Stängel abstehend, 2- 3 mal so lang wie die Fruchtstiele, Griffel 0,5 mm lang

Samen einreihig angeordnet, eilänglich. 1 - 1,5 mm lang

Obere Stängelblätter linealisch bis lanzettlich, +/- ganzrandig,
20 - 70 mm lang, 3 - 10 mm breit, am Grund keilig

Untere Blätter gezähnt

Blätter überwiegend mit 3-schenkligen Haaren besetzt

Pflanze einjährig, deswegen ohne Laubblattreste oder Blattnarben am Stängelgrund

 

 

2       Schoten +/- waagrecht abstehend, 10 - 20 mal so lang wie der Fruchtstiel

Schoten bis 100 mm lang, +/- waagrecht abstehend
> 3


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten 15 - 60 mm lang, aufrecht oder waagrecht abstehend
> 4


Photo und copyright
Julián Fuentes Carretero

 

3      Schoten bis 100 mm lang, +/- waagrecht abstehend


Erysimum repandum L.
(Spreiz- Schöterich)

V - VII, Ruderalstellen, Wegränder, Äcker (0 - 1400 m)
              Nassach, Acker oberhalb des Sees, Bayern, ca. 310 m ü.M.  (19.06.2010)
              Herbstadt, NSG Poppenholz, Nordbayern, ca. 300 m ü.M. (20.06.2010)

Synonyme:
Brach- Schöterich, Schutt- Schöterich, Geschweifter Schöterich
Erysimum ramosissimum Crantz, Erysimum rigidum DC.

English name:
Spreading Wallflower

Nom francais:
Vélar étalé

Nome italiano: 
Violaciocca a frutti patenti, Violaciocca infestante

Verbreitung in Deutschland:
Selten und stark zurückgehend N-Franken, Thüringen, S-Sachsen-Anhalt, Lausitz; Einzelfunde (meist alt) Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 1 (vom Aussterben bedroht), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: unbeständig, Brandenburg: unbeständig, Hessen: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: unbeständig, Sachsen: unbeständig, Sachsen-Anhalt: unbeständig, Thüringen: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain (Albacete, Avila, Burgos, Ciudad Real, Castellon, Guadalajara, Lleida, Madris, Segovia, Soria, Teruel, Valencia), 
France (Var, Bouches-du-Rhone),, 
Italy (Südtirol, Trentino, Abruzzen), 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, 
Greece (Peloponnes, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, E- Aegean Isl.), 
Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Cyprus, Russia, Ukraine, Crimea, Kazakstan, Kyrgyzstan, Turkestan, Tajikistan, Uzbekistan, China, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Syria, Afghanistan, Pakistan
Egypt

Eingebürgert in:
*Australia, 
*Argentina, *Canada, *USA

2n = 16

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- repandum: gewellt (Blattrand!)

 

 

Pflanze 15 - 35 cm groß
einstängelig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter 1 Griffel
Kronblätter gelb, 6 - 8 mm lang, 1 - 2 mm breit, am Rücken behaart

Kelchblätter 3 - 6 mm lang, am Grund nicht gesackt, Blütenstiel kürzer als die Kelchblätter


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten 50 - 100 mm lang 1–1,5 mm dick, mindestens 5 mal so lang wie der Stiel, 
oft fast waagrecht abstehend

Schotenstiele 1 - 5 mm lang, +/- waagrecht abstehend, 
fast so dick wie die Schoten, anliegend behaart, Griffel 2 - 5 mm lang

Schoten mit zahlreichen, meist ungeflügelten, 1,1 - 1,5 mm langen Samen


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Obere Stängelblätter linealisch- lanzettlich, ganzrandig oder mit kleinen Zähnchen,  
mit 2 - 3 schenkligen Haaren mäßig dicht besetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Untere Blätter und Rosettenblätter bis 70 mm lang, bis 13 mm breit, buchtig gezähnt, 
oder fiederteilig


Photo und copyright Stefan Lefnaer