Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Erysimum - Blüten gelb, Blätter ganzrandig oder gezähnt, Schoten der Blütenstandsachse anliegend
- Verbreitung im Gebiet: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich -

Verbreitung im Gebiet: Deutschland, Österreich
Schoten 25 - 30 mm lang, Griffel von der Schote meist nicht abgesetzt
> 1


Photo und copyright Stefan Lefnaer


Schoten 35 - 85 mm lang, Griffel von der Schote abgesetzt
> 2


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

1     Schoten 25 - 30 mm lang, Griffel 0,5 - 1,2 mm lang, von der Schote meist nicht abgesetzt


Erysimum marschallianum Andrz. ex M.Bieb.
(
Harter Schöterich)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - IX, Trockenrasen, Flussufer, Gebüsche, Bahnanlagen (200 - 2000 m)
              Traiskirchen, Niederösterreich, 218 m ü.M. (Norbert Sauberer 30.05.2024)
              Eggendorf, Niederösterreich, 280 m ü.M. (Stefan Lefnaer 09.06.2025)

Synonyme:
Erysimum durum J. & C. Presl

English name:
Marschall's Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Ziemlich selten N-Thüringen, Sachsen, S-Sachsen-Anhalt, sehr selten Brandenburg, Mecklenburg; Einzelfunde Franken, bei München, Rheinhessen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany,
Czech Republic, Slovakia, Poland, Baltic States, Russia

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- marschallianum: benannt nach Friedrich August Marschall von Bieberstein (1768–1826), deutsch-russischer Botaniker

Kleine Exemplare von Erysimum virgatum sehen Erysimum marschallianum sehr ähnlich!

 

 

 

Pflanze 20 - 90 cm groß
graugrün,


Photo und copyright Thomas Friedrich

Blütenstand anfangs dicht, später stark verlängert
Blütenstiel ca. so lang wie die Kelchblätter


Photo und copyright Norbert Sauberer

Blüten schwefelgelb, zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter 1 Griffel
Narbe kopfig, innere Kelchblätter ausgesackt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kronblätter lang genagelt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schotenstiele steil in einem Winkel von ca. 10 ° nach oben abstehend, 
mehr als 5 mal so lang wie ihre Stiele


Photo und copyright Michael Hassler

Schoten 25 - 30 mm lang, Griffel 0,5 - 1,2 mm lang, von der Schote meist nicht abgesetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängelblätter alle ungeteilt, 
untere Stängelblätter breit lanzettlich bis eiförmig


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter mit Sternhaaren mäßig dicht besetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Sternhaare 3 - 4- schenklig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängelgrund mit Laubblattresten und dicht stehenden Blattnarben


Photo und copyright Norbert Sauberer

 

 

2         Schoten 35 - 50 mm lang, Griffel 1 - 1,5 mm lang, von der Schote abgesetzt

Weit verbreitete Art
Blütenstand mit 3 - 10 seitlichen Trauben unterhalb der endständigen Traube
Schoten 35 - 50 mm lang, anliegend oder im Winkel von 10 - 20 ° abstehend
> 3


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Verbreitung im Gebiet: Österreich
Blütenstand mit 0 - 2 seitlichen Trauben unterhalb der endständigen Traube
Schoten 60 - 85 mm lang, im Winkel von 10 - 30 ° abstehend
> 4


Photo und copyright František Lamla

 

3       Blütenstand mit 3 - 10 seitlichen Trauben unterhalb der endständigen Traube


Erysimum virgatum Roth
(
Ruten- Schöterich)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

V - VII, Wälder, Ruderalstellen, steinige Hänge, Wegränder (1000 - 1900 m)
               Col du Telegraphe, Frankreich, 1560 m ü.M. (16.08.2014)

Synonyme:
Steifer Schöterich
Erysimum hieraciifolium L. (Name im Rothmaler 2021)
Erysimum strictum Gaertn., Erysimum denticulatum J. Presl & C. Presl

English name:
European Wallflower

Nom francais:
Vélar en baguette

Nome italiano:
Violaciocca vergata

Verbreitung in Deutschland:
Ziemlich selten Thüringen, Sachsen, Wendland, selten S-Brandenburg; Einzelfunde Niedersachsen, Franken, Baden-Württemberg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: G (gefährdet, Status unklar), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: Neophyt, Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: R (sehr selten), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
France (Alpen, Massif Central),
Italy (Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul), 
Slovenia, Croatia, Albania, 
Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, Iceland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Baltic States, Russia, Ukraine, Kazakstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Mongolia, China, Tibet, Afghanistan, Pakistan, India, Nepal, Bhutan

Eingebürgert in:
*Canada, *USA

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- virgatum: rutenförmig
- hierciifolium: Blätter ähneln Hieracium (Habichtskraut)

 

 

 

 

Pflanze 40 - 100 cm groß
Blütenstand anfangs dicht, doldig- traubig, später stark verlängert

Blütenstand mit 3 - 10 seitlichen Trauben unterhalb der endständigen Traube


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter satt gelb, mit Sternhaaren, Staubbeutel kahl
Blütenstiel so lang oder länger wie die Kelchblätter

Kronblätter 10 - 12 mm lang, goldgelb lang genagelt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kelchblätter 6 - 9 mm lang, 
Schoten an den Kanten grünlich, da wenig behaart

Schoten 35 - 50 mm lang, 
Schoten steil aufrecht, anliegend oder mit dem Stängel einen Winkel von 10 - 20 ° bildend

Griffel 1 - 1,5 mm lang, von der Schote abgesetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel stumpfkantig, kräftig, Blätter wechselständig

Stängelblätter buchtig gezähnt oder ganzrandig
20 - 60 mm lang, 5 - 10 mm breit


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter mit 3 - 4 schenkligen Haaren mäßig dicht besetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

 

4       Blütenstand mit 0 - 2 seitlichen Trauben unterhalb der endständigen Traube


Erysimum hungaricum Zapał.
(Slowakischer Schöterich)


Photo und copyright František Lamla

VII - VIII, Hochstaudenfluren
                  
Jezersko, Slowakei (František LamlaJuli 2023)

Synonyme:
Erysimum wahlenbergii (Asch. & Engl.) Borbás, Erysimum pienicum (
Zapał.) Pawł.

English name:
Slovakian Wallflower

Weltweite Verbreitung:
Austria,
Poland
,
Slovakia, Ukraine

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- hungaricum: aus Ungarn

 

 

 

 

Pflanze 45 - 80 cm groß

 

Blütenstand mit 0 - 2 seitlichen Trauben unterhalb der endständigen Traube,
Blütenstiel 3 - 5 mm lang

 

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter 10 - 15 mm lang, 2, 3- und 4-strahligen Haaren, Staubbeutel meist kahl
Kelchblätter 6 - 8,5 mm lang, 

 

Fruchtstand nicht so stark verlängert wie bei Erysimum virgatum, Fruchtstiel bis15 mm,
Schoten 60 - 85 mm lang, 1 - 2 mm breit, mit dem Stängel einen Winkel von 10 - 30 ° bildend
Griffel 0, 8 - 2 mm lang

 

Samen 2 - 2,3 mm lang, 0,8 mm breit

 

Stängel stielrund mit 2 schwachen, aufgesetzten Leisten

 

Stängelblätter buchtig gezähnt oder ganzrandig
20 - 90 mm lang, 5 - 30 mm breit

 

Blätter mit 3 - 4 schenkligen Haaren mäßig dicht besetzt