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Silene - Blütenstand wenigblütig, Blüten weiß, Kronblätter tief 2- spaltig, Kelch kahl, zylindrisch oder kegelförmig, nicht aufgeblasen, untere Blätter linealisch, +/- kahl
- Verbreitung im Gebiet:
Österreich, Italien, Balkan -

Verbreitung: Österreich, Norditalien (Venetien), Slowenien, Kroatien
Karpophor länger als die Kapsel
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Photo und copyright Julia Kruse

Verbreitung: Mittel- und Süditalien, Balkan
Karpophor kürzer als die Kapsel
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Photo und copyright Daniela Longo

 

1      Verbreitung: Österreich, Norditalien (Venetien), Slowenien, Kroatien, Karpophor länger als die Kapsel


Silene hayekiana Hand.-Mazz. & Janch.
(Hayeks Leimkraut)


Photo und copyright Julia Kruse

VI - VIII, Steinige Hänge, Felsspalten (600 - 2000 m)
                 Trögener Klamm, Kärnten, 750 m ü.M. (Julia Kruse 06.07.2015)

Synonyme: 
Karst- Leimkraut
Silene saxifraga subsp. hayekiana (Hand.-Mazz. & Janch.) Graebn. & P.Graebn.
Silene parnassica ssp. hayekiana (Hand.-Mazz. & Janch.) Stevan. & Niketic

English name:
Hayek's Catchfly

Nome italiano:
Silene di Hayek

Weltweite Verbreitung:
Austria (Kärnten, Tirol), 
Italy (Venetien), Slovenia, Croatia

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- hayekiana: benannt nach dem österreichschen Botaniker August von Hayek (1871 - 1928) oder seinem Vater Gustav von Hayek (1836 – 1911).

Bei Flora Italiana sind Silene hayekiana und Silene saxifraga Synonyme.
Die Unterschiede zwischen den beiden Arten sind der Exkursionsflora von Österreich entnommen

 

 

 

Pflanze 20 - 40 cm hoch, mehrjährig, am Grund verholzt
kleine Polster bildend, aufsteigend oder aufrecht, vom Grund an verzweigt


Photo und copyright Julia Kruse

Blütenstand meist einblütig, seltener mit bis zu 3 Blüten,
Blütenstiele 15 - 60 mm lang, dünn, klebrig, Brakteen linealisch, viel kürzer als die Blütenstiele


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten weiß, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, mit weißem Nebenkrönchen
Platte der Kronblätter 4 - 8 mm lang, tief eingeschnitten, Antheren weit aus der Kronröhre ragend, 


Photo und copyright Julia Kruse

Platte der Kronblätter oberseits gelblich, unterseits grünlich, 
Kronröhre weit aus dem Kelch ragend


Photo und copyright Julia Kruse

Platte der Kronblätter unterseits grünlich, rötlich oder gelblich, mit deutlichen Adern, oft nach innen gebogen, 

Kelch walzlich, 11 - 14 mm lang, +/- kahl, 10- nervig, am Grund gestutzt,
mit oder ohne Queradern, Kelchzähne 1 - 1,5 mm lang, dreieckig, hautrandig


Photo und copyright Julia Kruse

Gesamte Frucht aus dem Kelch ragend
Kapsel 7 - 8 mm lang, 5 mm breit, eiförmig, mit 6 Zähnen öffnend, Karpophor 8 - 12 mm lang, zur Fruchtzeit länger als die Kapsel, schwach behaart


Photo und copyright Julia Kruse

Samen nierenförmig, 1 - 1,1 mm lang, am Rücken mit undeutlicher Rinne

Stängel unten rau behaart, oben klebrig, 
Blätter schmal-lanzettlich bis schmal-linealisch, 5 - 20 mm lang, ca. 1 mm breit, rau behaart


Photo und copyright Julia Kruse

Pflanze ohne Grundblattrosette, Wurzelstock verholzt

 

 

 

2       Karpophor kürzer als die Kapsel


Pflanze am Grund mit wenigen Blättern
3


Photo und copyright Šarić Šemso

Endemit in Mittelitalien
Pflanze am Grund dicht beblättert
4


Photo und copyright Enzo De Santis

 

3       Pflanze am Grund mit wenigen Blättern


Silene multicaulis Guss.
(Vielstängeliges Leimkraut)


Photo und copyright Thomas Giannakis

V - VIII, Schluchten, Felsen (500 - 2000 m)
                Jelaške, Bosnien, ca. 650 m ü.M. (Saric Semso 01.07.2018)
                Präfektur Pieria, Griechenland (Thomas Giannakis 25.09.2021)

Synonyme: 
Silene saxifraga ssp multicaulis (Guss.) Arcang.

English name:
Many- stemmed Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Italy (Marken, Uumbrien, Latium, Abruzzen, Molise, Kampanien, Basilikata, Kalabrien), Croatia, Montenegro, Kosovo, North Macedonia, Albania, 
Greece
(Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., Crete)

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- multicaulis: vielstängelig

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm hoch, 
Polster bildend


Photo und copyright Šarić Šemso

Stängel im oberen Teil kahl, klebrig
Blütenstand 1 - 3- blütig, Blütenstiele gerade, 3 - 40 mm lang


Photo und copyright Šarić Šemso

Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, 
Platte der Kronblätter oberseits weiß, 4 - 8 mm lang, tief eingeschnitten, 


Photo und copyright Šarić Šemso

Platte der Kronblätter unterseits grün oder rotbraun
Staubfäden und Staubbeutel weiß, aus der Kronröhre ragend, aber kürzer als die Kronblätter, Nebenkrone aus kleinen Höckern bestehend, manchmal fehlend


Photo und copyright Šarić Šemso

Kronröhre länger als der Kelch
Kelch 12 - 23 mm lang, kahl oder rau, walzlich, mit 10 roten oder grünen Adern
Kelch mit 5 +/- stumpfen oder spitzen, hautrandigen Kelchzähne


Photo und copyright Šarić Šemso

Kapsel eiförmig, 5 - 13 mm lang
Karpophor 5 - 14 mm lang, etwas kürzer als die Kapsel


Photo und copyright Šarić Šemso

Kapsel mit 6 Zähnen aufspringend


Photo und copyright Šarić Šemso

Samen 1,2 - 1,6 mm lang, braum mit deutlicher Rückenfurche


Photo und copyright Šarić Šemso

Mittlere Stängelblätter am breitesten, am Grund mit langen Wimpern


Photo und copyright Šarić Šemso

Stängel im unteren Teil behaart, Blätter oft mit Blattbüscheln


Photo und copyright Šarić Šemso

Stängel am Grund verholzt


Photo und copyright Šarić Šemso

Sterile Triebe und Grundblattrosette +/- fehlend


Photo und copyright Šarić Šemso

 

 

4        Pflanze am Grund dicht beblättert


Silene notarisii Ces.
(Notaris' Leimkraut)


Photo und copyright Daniela Longo

VI - VIII, Felsen (800 - 2300 m)
                 Fano Adriano, Abruzzen, 2000 m (Daniela Longo Juli 2010)
                 Formia, Monte Redentore, Latium, 1160 m (Enzo De Santis Oktober 2017)

Synonyme: 
Keine

English name:
Notaris's Catchfly

Nome italiano:
Silene di De Notaris

Weltweite Verbreitung:
Italy (Marken, Umbrien, Latium, Abruzzen)

2n = 24

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- notarisii: benannt nach Giuseppe De Notaris (1805-1877), italienischer Arzt und Mediziner, der 1858 die Società Crittogamologica Italiana in Genua gründete

Silene parnassica ist bei Kew, Flora Italiana und World Plants für Italien angegeben. In der Publikation "Silene notarisii (Caryophyllaceae), a neglected species of the Central
Apennines, Italy
" (2003) von Fabio Conti & al. wird jedoch dargestellt, dass es sich bei den italienischen Pflanzen um Silene notarisii handelt. Auch in der Flora Hellenic wird erwähnt, dass Silene parnassica nicht in Italien vorkommt.

 

 

 

Pflanze 10 - 25 cm hoch
Polster bildend, mit vielen Stängeln, Stängelblätter im unteren Teil gehäuft


Photo und copyright Daniela Longo

Blütenstand einblütig, Blütenstiele 20 - 85 mm lang, 
Brakteen linealisch, viel kürzer als die Blütenstiele, 


Photo und copyright Daniela Longo

Blüten 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, mit kleinem weißem Nebenkrönchen
Platte der Kronblätter oberseits weiß,  3 - 6 mm lang, ca. bis zur Hälfte eingeschnitten
Platte der Kronblätter unterseits braunrot


Photo und copyright Enzo De Santis

Kronröhre deutlich länger als der Kelch
Kelch walzlich, 13 - 18 mm lang, 3 - 4 mm breit, kahl, 10- nervig, Kelchzähne dreieckig, 
Sinus zwischen den Zähnen oft ungleich


Photo und copyright Daniela Longo

Samen 1,2 - 1,5 mm lang, nierenförmig, warzig, am Rücken deutlich gefurcht, graubraun


Photo und copyright Enzo De Santis

Kapsel 9 - 14 mm lang, eiförmig, mit 6 Zähnen öffnend, den Kelch etwas überragend, 
Kelch zur Fruchtzeit, zerrissen, die Kapsel umgebend


Photo und copyright Daniela Longo

Karpophor 7 - 8 mm lang, behaart, zur Fruchtzeit nicht verlängert, kürzer als die Kapsel


Photo und copyright Daniela Longo

Stängel mit 4 - 8 Nodien, im oberen Teil kahl, im unteren Teil kurz behaart, nicht drüsig
Blätter linealisch- lanzettlich, 6 - 27 mm lang, 1 - 3,5 mm breit,
am Rand und auf den Adern bewimpert, mit vegetativen Trieben


Photo und copyright Enzo De Santis