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Silene - Kronblätter weiß, tief 2- spaltig, +/- ohne Nebenkrone, Kelch behaart oder drüsenhaarig,
Teilblütenstände locker, lang gestielt, Blüten gestielt, Stängel und Blätter kahl oder kurzhaarig
- Verbreitung: Balkan, Griechenland -

Kelch drüsig behaart
1


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Kelch rauhaarig, drüsenlos
> 2


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

 

1       Kelch drüsig behaart


Silene italica (L.) Pers.
(Italienisches Leimkraut)


Photo und copyright Andrea Moro

V- VII,  Waldränder, Wiesen (0 - 1500 m)
               Mt. Parnassos, Sterea Ellas, Griechenland, 1450 m (14.06.2019)
               Varese Ligure, Ligurien, Italien (Julia Kruse 08.05.2016)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Cucubalus italicus L.; Silene pilosa (Willd.) Sprengel

English name:
Italian Campion, Italian Catchfly

Nom francais:
Silène d'Italie

Nome italiano: 
Silene italiana

Verbreitung in Deutschland:
War längere Zeit in Mainfranken etabliert, scheint dort aber wieder erloschen. Neuerdings ein Fund in Mittelfranken. Weitere Adventivfunde in BW, MV, NI und SH

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Spain (La Rioja, Kantabrien), 
France (widespread), Italy (widespread), Sardinia, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades), 
Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Cyprus, Crimea, Ukraine, Turkestan, Iran, Israel, Lebanon, Syria

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland
*England

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- italica: aus Italien

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß
Blütenstand wenigblütig, Stängel mit 2 - 3 Internodien


Photo und copyright Julia Kruse

Äste der Blütenstände symmetrisch, gegenständig
Untere Teilblütenstände lang gestielt, mehrblütig

Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, ohne Nebenkrone, 
Platte der Kronblätter tief eingeschnitten

    
Photo und copyright Julia Kruse

Platte der Kronblätter oberseits weiß, Filamente am Grund kahl


Photo und copyright Franck Le Driant

Platte der Kronblätter unterseits mit hellvioletten, grauen oder grünen Nerven
Nagel der Kronblätter meist gewimpert


Photo und copyright Julia Kruse

Kelch 14 - 24 mm lang, schmal walzlich, am Grund gestutzt, mit 10 hervortretenden Adern,
Kelchzähne breit hautrandig


Photo und copyright Andrea Moro

Kelch zerstreut drüsig- kurzhaarig, am Grund gestutzt
1 - 2 mal so lang wie das Karpophor


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Kapsel eiförmig, 8 - 13 mm lang, mit 6 Zähnen aufspringend
Karpophor 3 - 10 mm lang, behaart

 

Stängel im oberen Teil fast kahl, obere Stängelblätter linealisch

Stängel im unteren Teil dicht kurzhaarig, aber nicht graufilzig


Photo und copyright Julia Kruse

Untere Blätter elliptisch, mit 0,2 mm langen Haaren,
Grundblätter sptelförmig, lang gestielt


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Pfalnze mit zahlreichen, +/- kriechenden vegetativen Sprossen

Blätter unterseits behaart


Photo und copyright Andrea Moro

 

 

2       Kelch rauhaarig, drüsenlos

Filamente am Grund kahl
Staubblätter kürzer als die Platte der Kronblätter
3


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Filamente am Grund behaart
Staubblätter meist länger als die Platte der Kronblätter
4


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

 

3       Staubblätter kürzer als die Platte der Kronblätter


Silene linoides Otth.
(Leinähnliches Leimkraut)


Photo und copyright Thanasis Zachos

V - VII, Schluchten, Felsen (0 - 1200 m)
               Aliartos, Sterea Ellas (Giannis Kofinas- Kallergis)

Synonyme: 
Silene linifolia Sm.

English name:
Flax- like Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, E- Central)

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- linoides: ähnlich Lein (Linum)

 

 

 

Pflanze 20 - 80 cm hoch, 
mit zahlreichen Stängeln


Photo und copyright 
Giannis Kofinas- Kallergis

Blütenstand mit endständigen und mehren wechselständigen 1 - 3- blütigen Teilblütenständen, Blütenstiele gerade, 2 - 10 mm lang


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, 
Platte der Kronblätter oberseits weiß, tief eingeschnitten, 

 

Platte der Kronblätter unterseits grün oder rotbraun, Staubblätter nur wenig, aus der Kronröhre ragend, Nebenkrone klein, manchmal fehlend, Kronröhre länger als der Kelch
Kelch 10 - 17 mm lang, rau behaart, walzlich, mit 10 Adern


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Kapsel eiförmig, 5 - 9 mm lang
Karpophor dicht behaart, 4 - 10 mm lang, etwas länger als die Kapsel


Photo und copyright Thanasis Zachos

Samen 1,2 - 1,6 mm lang, kantig, braun mit deutlicher Rückenfurche


Photo und copyright Thanasis Zachos

Stängelblätter linealisch, 1 - 2,5 mm breit, meist ohne Blattbüschel in den Achseln
Grundblätter spatelförmig, gestielt


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

 

 

4       Staubblätter meist länger als die Platte der Kronblätter


Silene niederi Heldr.
(Nieders Leimkraut)


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

VI- VIII, Felsen, Wälder, Weinberge (0 - 1300 m)
                Konitsa, Nordgriechenland, 477 m ü.M. (Giannis Kofinas- Kallergis 23.08.2019)

Synonyme:
Silene niederi Boiss. (Name in der Flora Hellenica)

English name:
Nieder's Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, Lefkada, Korfu), Albania

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- niederi: benannt nach Dr. Nieder, einem Freund Heldreichs

 

 

 

Pflanze 60 - 80 cm hoch
zur Blütezeit ohne vegetative Triebe

Blütenstand wenigblütig, locker, mit einem endständigen 3 - 7- blütigen und mehreren seitenständigen 1 - 3- blütigen Teilblütenständen

 

Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, ohne oder mit kleiner Nebenkrone, 
Platte der Kronblätter 4 - 6 mm lang,  tief eingeschnitten, oberseits weißlich, unterseits grünlich oder rotbraun, Filamente am Grund behaart

    
Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Kronröhre ca. so lang wie der Kelch, Staubblätter meist länger als die Platte der Kronblätter
Kelch 10 - 12 mm lang, schmal walzlich, am Grund gestutzt, mit 10 Adern, spärlich kurzhaarig, Kelchzähne dreieckig, hautrandig, bewimpert, Anthophore 3 - 4 mm lang


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Kapsel eiförmig, 7 - 9 mm lang, deutlich länger als das Karpophor, ca. so lang wie der aufreißende Kelch, mit 6 Zähnen aufspringend, Tragblätter schmal lanzettlich


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Stängel dicht filzig, meist ohne Drüsenhaare, 
Stängelblätter gegenständig, linealisch, die unteren lanzettlich, 6 - 12 cm lang


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Grundblätter spatelig, abstehend behaart


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis