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Silene - Blütenstand locker, Blüten oberseits weiß, Platte der Kronblätter ganzrandig oder schwach ausgerandet
Kelch behaart, mit deutlichen Adern

Kelch mit kurzen Drüsenhaaren, ohne lange Borsten, mit 15 - 20 Adern
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Photo und copyright Thomas Muer

Kelch drüsig, mit langen Borsten, 10- aderig
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Photo und copyright Harald Geier

 

1        Kelch mit kurzen Drüsenhaaren, ohne lange Borsten, mit 15 - 20 Adern


Silene ammophila Boiss. & Heldr.
(Sandliebendes Leimkraut)


Photo und copyright Thomas Muer

III- V, Sandstrände (0 - 10 m)
            Lentas, Südkreta, 3 m ü.M. (Thomas Muer 16.04.2019)

Synonyme:
Pleconax ammophila (Boiss. & Heldr.) Sourková

English name:
Sand Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Crete, Karpathos, Kasos, Armathia

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- ammophila: "ammo" = Sand; "philos" = Freund

Die am Strand von Lentas (Südkreta) vorkommende Sippe von Silene ammophila ist weißblütig, während die in der Literatur beschriebenen Sippen rosablütig sind

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm hoch


Photo und copyright Thomas Muer

Blütenstände von Grund an verzweigt, wenigblütig, locker
Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, mit deutlicher Nebenkrone
Platte der Kronblätter rosa, selten auch weiß, 1 - 4 mm lang, schwach ausgerandet, Antheren kaum aus der Kronröhre ragend, Kelchzähne halb so lang wie die Kelchröhre


Photo und copyright Thomas Muer

Kelch zur Blütezeit walzlich mit 15 - 20 Adern, 5 - 9,5 mm lang, drüsig behaart


Photo und copyright Thomas Muer

Kapsel eilänglich, 3 - 7 mm lang, öffnet mit 6 Zähnen, Karpophor kurz
Samen 0,8 mm lang, mit flachem Rücken und gekielten Schultern

 

Blätter fleischig, spatelig, dick, mit drüsigen oder drüsenlosen Haaren,
obere Stängelblätter kleiner als die unteren


Photo und copyright Thomas Muer

 

 

2      Kelch drüsig, mit langen Borsten, 10- aderig


Silene gallica L.
(Französiches Leimkraut)

VI- VIII,  Brachland, Äcker (0 - 1700 m)
                 San Fruttuoso, Italien, 35 m ü.M. (27.05.2015)

Synonyme:
Silene trinervia Sebastiani & Mauri; Silene viridis Greuter

English name:
Windmill Pink, Small-flowered Catchfly

Nom francais:
Silene de France

Nome italiano: 
Silene gallica

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig auftretender Neophyt

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 1 (vom Aussterben bedroht), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Hessen: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: unbeständig, Rheinland-Pfalz: unbeständig, Saarland: 0 (ausgestorben), Sachsen: unbeständig, Sachsen-Anhalt: unbeständig, Schleswig-Holstein: unbeständig, Thüringen: unbeständig 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Malta, Slovenia, Croatia, Serbia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E-Aegean Isl., Kiklades, Crete), 
Canary Isl., Azores, Madeira, England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, 
Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Cyprus, Russia, Ukraine,
Israel, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, Yemen, Afghanistan, India, Pakistan, 
Egypt, Libya, Tunisia, Algeria, Morocco, Cape Verde Isl.

Eingebürgert in:
*Australia, *Tasmania, *New Zealand, 
*Hawaii, *Canada, *USA, *Peru, *Ecuador, *Jamaica, *Chile, *Bolivia, *Argentina, *Uruguay, *Mauritius, *Réunion*Haiti, *Transvaal, *Oranje Free State, *Natal, *Cape, *Lesotho

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- gallica: aus Frankreich

 

 

Pflanze 10 - 60 cm hoch,
verzweigt oder unverzweigt

Blütenstände locker, einseitswendig
Blüten kurz gestielt, Brakteen linealisch- lanzettlich, viel länger als die Blütenstiele


Photo und copyright Andrea Moro

Blüten zwittrig, 5 Kronblättern, 10 Staubblätter, 3 Griffel, Nebenkrone weißlich


Photo und copyright Harald Geier

Platte der Kronblätter 2 - 5 mm lang, rosa oder weiß, 
vorne ganzrandig, schwach ausgerandet oder gezähnelt


Photo und copyright Michael Hassler

Platte der Kronblätter manchmal mit blutrotem Fleck 
(= var. quinquevulnera = 5- Wunden- Leimkraut)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Kelch 7 - 10 mm lang, anfangs walzlich, später kugelig, mit 10 Adern, an der Spitze verengt


Photo und copyright Michael Hassler

Kelch mit kurzen Drüsenhaaren und langen Borsten auf den Nerven

Kapsel 7 - 9 mm lang, im Kelch eingeschlossen, Fruchtträger bis 1 mm lang, 
Samen nierenförmig, warzig, mit konkaven Seitenflächen


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blütenstandsachse und Stängel im oberen Teil mit langen Drüsenhaaren, 
im unteren Teil langhaarig, 

Blätter gegenständig, lanzettlich bis spatelförmig, behaart, am Grund mit schnell verwelkender Rosette


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset