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Unterarten von Lathyrus laevigatus

Untere Kelchzähne lang ausgezogen, bis halb so lang wie die Kelchröhre
In Deutschland nur oberhalb 1100 m
> 1


Photo und copyright Anton Mayer

Untere Kelchzähne krallenartig, kürzer als die halbe Kelchröhre
In Deutschland zwischen 500 m und 1100 m
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Photo und copyright Michael Hassler

 

1     Untere Kelchzähne bis halb so lang wie die Kelchröhre


Lathyrus laevigatus ssp occidentalis (Fisch. & C. A. Mey.) Breistr.
(Westliche Gelbe Platterbse)


Photo und copyright Franck Le Driant

VI - VIII, Alpine Matten, Rostseggen-, Horstseggenrasen (1100 - 2100 m)
                  Crévoux, Hautes-Alpes, Frankreich, 1800 m ü.M. (Franck Le Driant 10.06.2020)

Synonyme:
Lathyrus ochraceus ssp. occidentalis (Fisch. & C.A.Mey.) Bässler (Name bei Kew und World Plants)
Lathyrus occidentalis (Fisch. & C. A. Mey.) Fritsch (Name in der Flora Iberica)
incl. Lathyrus ochraceus ssp. hispanicus (Rouy) Lainz

English name:
Western Yellow Pea

Nom francais:
Gesse ocracée, Gesse de l'Ouest

Nome italiano:
Cicerchia occidentale

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Allgäuer Alpen (östlich bis zum Aggenstein); 
sehr selten östlich bis Chiemgauer Alpen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland,
Spain (Barcelona, Gerona, Huesca, Lleida, Burgos, Leon, Navarra, Baskenlang, Asturien, Kantabrien) 
France (Alpen, Pyrenäen), 
Italy (Piemont, Ligurien, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Emilia Romagna), 
Slovenia
,
Croatia

Etymologie:
- Lathyrus: von griech lathyros = Wicke oder andere Hülsenfrucht, die von Theophrast und Anaxandrides nicht besser identifiziert wurde
- laevigatus: glatt
- ochraceus: ockerfarben
- occidentalis: westlich

 

 

 

Pflanze 20 - 60 cm


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blüten > 20 mm


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Obere Kelchzähne deutlich entwickelt, untere Kelchzähne länger als die halbe Kelchröhre, Kelchröhre wollig behaart


Photo und copyright Anton Mayer

Stängel und Blattunterseiten +/- behaart
Blättchen elliptisch, max. 3 cm breit


Photo und copyright Franck Le Driant

 

 

2     Untere Kelchzähne krallenförmig, kürzer als die halbe Kelchröhre

Kelch kahl oder behaart, obere Kelchzähne klein, selten zurückgebildet
Fiederblättchen eilanzettlich, unterseits oft etwas behaart
> 3


Photo und copyright Anton Mayer

Kelch immer kahl, obere Kelchzähne fast völlig zurückgebildet
Fiederblättchen eiförmig elliptisch, unterseits kahl
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Photo und copyright Anton Mayer

 

3      Kelch und Blattunterseiten oft etwas behaart, Blätter eilanzettlich


Lathyrus laevigatus ssp. scopolii (Fritsch) Rothm.
(Östliche Gelbe Platterbse)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VIII, Mischwälder, Reitgras- Kiefernwälder, Waldränder (500 - 1100 m)
                Bad Aussee, Österreich (Michael Hassler 29.06.2010)

Synonyme:
Lathyrus ochraceus subsp. ochraceus Kitt. (Name in Flora Germanica, Flora Gallica)
Lathyrus scopoli Frisch, Lathyrus occidentalis ssp. scopoli (Fritsch) Bässler

English Name:
Scopolis's Yellow Pea

Nom francais:
Gesse ocracée des Alpes, Gesse de l'Ouest

Nome italiano:
Cicerchia gialla di Scopoli

Verbreitung in Deutschland:
Nur östlichste Chiemgauer Alpen, fehlt im Allgäu
zwischen 500 m und 1100 m, ein Fundort bei 1300 m

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany,
France (Alpen, Pyrenäen), 
Italy (Piemont, Lombardei, Südtirol, Venetien Friaul, Ligurien, Emilia Romagna),
Croatia

Etymologie:
- Lathyrus: von griech lathyros = Wicke oder andere Hülsenfrucht, die von Theophrast und Anaxandrides nicht besser identifiziert wurde
- laevigatus: glatt
- ochraceus: ockerfarben
- scopoli: benannt nach Giovanni Antonio Scopoli (1723 - 1788), italienischer Arzt und Naturforscher

Die Unterart Lathyrus laevigatus ssp. scopoli steht zwischen Lathyrus laevigatus ssp laevigatus und Lathyrus laevigatus ssp occidentalis. Auf Grund der ökologischen Verbreitung, der kurzen Kelchzähne und des manchmal völlig kahlen Kelches steht sie jedoch der ssp laevigatus näher

 

 

 

Pflanze 20 - 60 cm


Photo und copyright Anton Mayer

Obere Kelchzähne stark reduziert, klein, selten ganz zurückgebildet
Blüten > 20 mm


Photo und copyright Michael Hassler

Die Behaarung der Kelche variiert oft innerhalb einer Population von dicht behaart bis hin zu völliger Kahlheit; betrachtet man mehrere Pflanzen an einem Standort sollten zumindest einige behaarte Kelch aufweisen


Photo und copyright Anton Mayer

Blättchen eiförmig, 3 bis 4 cm lang, 1,5 - 3 cm breit
Blattstiele und Blattunterseiten oft etwas behaart


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

4     Kelch und Blattunterseiten immer kahl, Blätter eiförmig- elliptisch


Lathyrus laevigatus ssp. laevigatus
(Gewöhnliche Gelbe Platterbse
(Waldst. & Kit.) Gren.)


Photo und copyright Walter Obermayer

V - VIII, Mischwälder, Waldränder                
                Graz, Mariatrost, Kirchberg, Österreich (Walter Obermayer 09.05.2018)

Synonyme:
Orobus laevigatus Waldst. & Kit.; Orobus ewaldii Meinsh.; ?Lathyrus laevigatus ssp. grandifolius (Boiss. ex Fritsch) Gruber; Orobus occidentalis var. grandifolius Boiss. ex Fritsch

English name:
Common Yellow Pea

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
Italy (Lombardei, Venetien, Friaul), 
Slovenia, Croatia, Bosnia
Czech Republic, Slovakia, Poland, Romania, Lithuania, European Russia, Belarus, Ukraine

Etymologie:
- Lathyrus: von griech lathyros = Wicke oder andere Hülsenfrucht, die von Theophrast und Anaxandrides nicht besser identifiziert wurde
- laevigatus: glatt

 

 

Pflanze 20 - 60 cm
kahl


Photo und copyright Walter Obermayer

Blüten kleiner 20 mm


Photo und copyright Anton Mayer

Kelch immer kahl, untere Kelchzähne krallenartig, kurz, 
obere Kelchzähne fast völlig zurückgebildet


Photo und copyright Walter Obermayer

Blätter meist mit 4 Blattpaaren,
Blättchen eiförmig- elliptisch, 4 - 6 cm lang, 2 - 3 cm breit, unterseits kahl


Photo und copyright Walter Obermayer