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Primula - Blüten rosa oder violett, mit gelbem Schlund

Unterseite der Grundblätter nicht mehlig
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Unterseite der Grundblätter mehlig
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1     Unterseite der Grundblätter nicht mehlig


Primula vulgaris ssp. sibthorpii (Hoffmanns.) W.W.Sm. & Forrest
(Karnevals- Schlüsselblume)

III - VI, Wälder, Felsen (400 - 1400 m)
              Botanischer Garten Würzburg, cult. (09.04.2016)

Synonyme:
Karnevals- Primel
Primula vulgaris ssp. rubra (Sm.) Arcang (Name bei World Plants)
Primula acaulis (L.) L. ssp. rubra (Sm.) W. Greuter & Burdet 

English name:
Sibthorp's Primrose

Weltweite Verbreitung:
Albania, 
Greece (E- Central, N- Central, W- Aegean Isl., E- Aegean Island, Kyklades), 
Bulgaria, Turkey, Crimea, Georgia, Armenia, Azerbaijan, Iran

Eingebürgert in:
*Italy

Etymologie:
- Primula: "der Erste", wegen der frühen Blütezeit vieler Arten im Frühling
- vulgaris: gewöhnlich
- acaulis: stängellos
- sipthorpii:
benannt nach dem englischen Botaniker Humphrey Sibthorp (1713–1797) oder seinem Sohn John Sibthorp (1758–1796)
- rubra: rot

Aus der Karnevalsprimel entstanden viele Sorten in allen Farben, darunter auch gefüllte oder mehrfarbige Sorten: 2 Hybriden aus dem Garten meiner Mutter

 

 

Pflanze 8 - 15 cm groß,
Blüten einzeln, auf dünnen Schäften

Blüten rosa, mit gelbem Schlund

Blätter keilförmig, +/- abrupt in den Stängel verschmälert

Blattspreite unterseits schwach behaart, 

 

 

2     Unterseite der Grundblätter mehlig

Kronröhre kaum länger als der Kelch
3

Kronröhre 2 - 3 mal so lang wie der Kelch
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Photo und copyright Franck Le Driant

 

3     Kronröhre kaum länger als der Kelch


Primula farinosa L.
(Mehl- Primel)

V - VII, Heiden, feuchte Wiesen, Moore (0 - 2500 m)
              Reisensburg, Fehdermähderwiese, ca. 450 m ü.M. (15.05.2009)

Synonyme:
Mehlige Schlüsselblume
Aleuritia farinosa (L.) Opiz ssp. alpigena (O. Schw.) J. Sojak; 

English name:
Bird's-eye Primrose

Nom francais:
Primevère farineuse

Nome italiano: 
Primula farinosa

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Alpen, Alpenvorland, Oberschwaben; sehr zerstreut Niederbayern, Bodensee; sehr selten Z-Franken; selten Vorpommern 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3+ (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Brandenburg: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 0 (ausgestorben), Schleswig-Holstein: 0 (ausgestorben), Thüringen: 0 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland,
Spain (Burgos, Huesca, lleida, Navarra, Palencia, Teruel, Baskenland, Kantabrien), 
France (Alpen, Pyrenäen), 
Italy (Aosta, Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Friaul, Ligurien), 
Slovenia
,
Croatia
England, Denmark, Sweden,  Finland, 
Czech Republic, Slovakia,  Hungary, Poland, Romania, Baltic States, Russia, Ukraine

Etymologie:
- Primula: "der Erste", wegen der frühen Blütezeit vieler Arten im Frühling
- farinosa: mehlig

 

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß

Blüten in allseitsweniger Dolde, mit 2 - 30 Blüten

Blüten rosa mit gelbem Schlund, 8 - 15 mm im Durchmesser

Kronröhre kaum länger als der Kelch, Kelchblätter +/- stumpf

Hüllblätter der Dolde ausgesackt, Stängel mehlig bestäubt

Blüten heterostyl (verschiedengriffelig) d.h. bei einigen  Pflanzen sind die Staubblätter länger als die Griffel, bei anderen ist es genau umgekehrt. Um dieses Merkmal feststellen zu können, müssen verschiedene Pflanzen derselben Art untersucht werden

 

Stängel nicht beblättert, alle Blätter grundständig rosettig

Blätter länglich, 1 - 10 cm lang 0,5 - 2 cm breit, ganzrandig oder schwach gesägt,
vorne stumpf, oberseits +/- kahl

unterseits dicht mehlig bestäubt

 

 

4     Kronröhre 2 - 3 mal so lang wie der Kelch


Primula halleri J. F. Gmelin
(Hallers- Primel)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

VI - VIII, Magerrasen, feuchte Felsspalten 
                 Molines-en-Queyras, Hautes-Alpes (Franck Le Driant 22/06/2012)

Synonyme:
Langröhrige Schlüsselblume, 
Primula longiflora All.

English name:
Haller's Primrose, Long flowered Primrose

Nom francais:
Primevère de Haller

Nome italiano: 
Primula di Haller

Weltweite Verbreitung:
Austria, Switzerland, 
France (nur Isere), 
Italy (Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul), 
Slovenia
,
Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia, Kosovo, North Macedonia, Albania, 
Slovakia, Romania, Bulgaria, Poland, Ukraine

Etymologie:
- Primula: "der Erste", wegen der frühen Blütezeit vieler Arten im Frühling
- halleri: benannt nach Albrecht von Haller (1708–1777), Schweizer Mediziner und Botaniker 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß


Photo und copyright Andrea Moro

Blütenstand doldig, 2 - 12- blütig
Tragblätter linealisch


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten rosa mit gelbem Schlund, 15 - 20 mm im Durchmesser


Photo und copyright Franck Le Driant

Kronröhre 2 - 3 mal so lang wie der Kelch, Kelchblätter +/- stumpf
Hüllblätter der Dolde bucklig oder schwach geöhrt


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten homostyl d.h. bei allen  Pflanzen einer Population sind die Staubblätter entweder länger als die Griffel, oder kürzer als die Griffel. Um dieses Merkmal feststellen zu können, müssen verschiedene Pflanzen derselben Art untersucht werden.

 

Stängel mehlig, Blätter rosettig, länglich, schwach gesägt,
unterseits dicht mehlig bestäubt


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock