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Verschiedenährige Seggen mit einer männlichen endständigen Ähre

Pflanze mit 1 - 3 dicht unter der männlichen Ähre befindlichen weiblichen Ähren und 1 - 3 weiteren an der Sprossbasis entspringenden, lang gestielten weiblichen Ähren
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Photo und copyright Franck Le Driant

Pflanze ohne grundständige weibliche Ähren


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1       Pflanze mit grundständigen weiblichen Ähren


Grundstielige Segge
(Carex halleriana)


Photo und copyright Franck Le Driant

IV - V, Submediterrane Trockenrasen, Felsfluren
              Istein
              Idar- Oberstein

Synonyme:
Haller- Segge
Grundblütige Segge
Carex alpestris
Carex gynobasis
Carex diversiflora

Nom francais:
Laiche de Haller

Verbreitung in Deutschland:
Einzelvorkommen südliche Oberrheinebene

Hauptverbreitung im Mittelmeerraum!

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), 
Baden-Württemberg: R (sehr selten), 
Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary,  Romania, Crimea, European Turkey, Caucasus, Transcaucasus, Algeria, Morocco, Tunisia, Turkey, Cyprus, E-Aegaean Isl., Iran, Israel, Lebanon, Syria, Pakistan

Die Pflanze ist nach dem Schweizer Botaniker Albrecht von Haller (1708-1777) benannt

 

 

 

 

Pflanzen 10 - 30 cm groß
ohne Ausläufer, kleine Horste bildend


Photo und copyright Franck Le Driant

 Im blühenden Zustand hat die Pflanze Ähnlichkeit mit Carex caryophyllea oder Carex humilis, da die männliche Ähre das Erscheinungsbild prägt; dicht unter der männlichen Ähre befinden sich 1 - 2 wenigblütige weibliche Ähren


Photo und copyright Franck Le Driant

Die Besonderheit von Carex halleriana sind 1 - 3 weitere weibliche Ähren, welches an der Sprossbasis entspringen und im fruchtenden Zustand bis 20 cm lang gestielt sind. Diese Ähren wirken deswegen wie ein Stängel, besitzen jedoch keine männliche Ähre (nur bei dieser Carex- Art!)

 
Photo und copyright Franck Le Driant

Im fruchtenden Zustand fallen zunächst nur die männliche Ähre mit den dicht darunter befindlichen weiblichen Ähren auf, so dass eine Ähnlichkeit mit z.B. Carex montana oder Carex pilulifera besteht, im Unterschied zu diesen Arten befinden sich z.T. zwischen den Blättern verborgen die lang gestielten weiblichen Ähren

 

Schläuche 4 - 5 mm lang, mit sehr kurzen Haaren, 3 Narben,
Spelzen rotbraun, mit hellem Rand und grünem Mittelstreifen grün, spitz, ei-lanzettlich, +/- so lang wie die Fruchtschläuche, Tragblatt ca. so lang wie die Ähre


Photo und copyright Franck Le Driant

Blätter 1,5 - 2,5 mm breit, grasgrün


Photo und copyright Franck Le Driant

 

 

2     Pflanze ohne grundständige weibliche Ähren

Unteres Tragblatt der weiblichen Ähren häutig
> Tragblatt häutig

Unteres Tragblatt der weiblichen Ähren laubblattähnlich
> Tragblatt laubblattähnlich