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Gleichährige Seggen- Blütenstand aus vielen Ährchen, Spelzen grün oder hellbraun, Tragblatt der Ähren lang

Pflanze nur mit einem köpfchenartigen Blütenstand
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Pflanze mit mehreren blattachselständigen Blütenständen
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1     Pflanze nur mit einem köpfchenartigen Blütenstand

Köpfchen weiß 
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Köpfchen grün
> 3

 

2      Köpfchen weiß


Monte- Baldo- Segge
(Carex baldensis
L.)

VI - VII, Alpine Steinrasen (900 - 1500 m)
                Monte Baldo, Italien (25.05.2015)
                Tremalzo- Pass, Italien (31.05.2015)

Synonyme:
Chionanthula baldensis Fedde & Schuster

English name:
Mount Baldo Sedge

Nom francais:
Laiche du mont Baldo

Nome italiano: 
Carice del monte Baldo

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten westlich-zentrale Alpen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: R (sehr selten), 
Bayern: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany (Ammergauer Alpen), Austria (Nordtirol), Switzerland (Unterengandin)
- Italy (zwischen Comer- und Gardasee, ostwärts bis ins Val Sugana in den Dolomiten, südwärts bis Lessini (Venetien) und in die Grigna (Lombardei)

 

 

 

Pflanze 15 - 30 cm groß
bildet kleine Horste, ohne Ausläufer

Blütenstand kopfig, weiß bis gelblich
mit männlichen und weiblichen Blüten

Köpfchen mit 2 - 5 laubblattartigen, bis 10 cm langen, horizontal abstehenden oder zurückgeschlagenen Hüllblättern

Schläuche weiß, ungeschnäbelt, mit 3 Narben

 

 

3      Köpfchen grün


Zypergras- Segge
(Carex bohemica
Schreber)

VI - IX, Ufer von Seen, Teichen und Flüssen (0 - 500 m)
              Botanischer Garten Berlin
              Botanischer Garten München

               Wolfegg, Grünenberger Weiher
               Fischweiher südöstlich Bahnhof Wolfegg

Synonyme:
Böhmische Segge
Carex cyperoides L., Vignea bohemica (Schreb.) Soják 

English name:
Bohemian Sedge

Nom francais:
Laîche de Bohême

Nome italiano: 
Carice boema

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Sachsen, S-Brandenburg, O-Thüringen, ziemlich selten Franken, Oberschwaben, Einzelfunde O-Harz, Vogelsberg, Kraichgau, Baar, S-Vorpommern, SO-Schleswig-Holstein, Altfunde Oberrheinebene, Saarland 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 0 (ausgestorben), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 0 (ausgestorben), Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht) [Neophyt], Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, France,  Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, ?Montenegro, 
Belgium, Czech Republic, Slovakia, Denmark, Finland, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Belarus, Ukraine, European Russia, Caucasus, Kazakhstan, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Japan, Azores, China, North Korea

 

 

 

Pflanze 10 - 25 cm groß
bildet kleine Horste, ohne Ausläufer


Photo und copyright Peter Emrich

Blütenstand kopfig, grün, mit 2 - 4 laubblattartigen Hüllblätter


Photo und copyright Alenka Hager

Hüllblätter überragen das Köpfchen deutlich

Spelzen weißhäutig, mit grünem Mittelnerv,
nur halb so lang wie die Schläuche

Schläuche lanzettlich, am Rand geflügelt, erst grün später hellgelb, mit langem 3-zähnigem Schnabel und 3 Narben


Photo und copyright Peter Emrich

 

 

4     Pflanze mit mehreren blattachselständigen Blütenständen


Winkel- Segge
(Carex remota
L.)

VI - VII, Ufer, Moore, Wälder (0 - 1200 m)
                Günzburg, Mooswaldsee, Brache

Synonyme:
Carex axillaris L., Vignea remota (L.) Rchb.

English name:
Remote Sedge

Nom francais:
Laîche à épis espacés

Nome italiano: 
Carice ascellare

In Deutschland flächendeckend verbreitet

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., Crete
Belgium, England, Bulgaria, former  Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland,  Netherlands, Hungary, Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, Algeria, Morocco, Tunisia, Baltic States, European Russia, Crimea, European Russia, Belarus, Ukraine, Caucasus, Transcaucasus, Algeria, Turkey, European Turkey, Iran

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß
in lockeren Horsten

Blätter grund- und stängelständig

Die oberen Ährchen stehen meist eng zusammen, Tragblätter relativ kurz

Die unteren Ähren sind weit voneinander entfernt, in den Achseln (= Winkeln) von sehr langen, den Stängel oft überragenden Tragblättern

Ährchen nur 0,4 - 1 cm groß, Spelzen weißhäutig

Weibliche Blüten befinden sich oben, männliche unten

Schläuche länglich, mit langem Schnabel

Pflanze ohne Ausläufer