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Gattung: Perlgras (Melica)

Zur Gattung gehören ca. 80 Arten.

Blütenstand ährig, Ährchen kurz gestielt
Deckspelzen dicht und seidig gewimpert
Hüllspelzen weißlich
> 1

Blütenstand rispig, Ährchen deutlich gestielt
Deckspelzen kahl
Hüllspelzen grün oder violett
> 2

                                    

1     Deckspelzen dicht und seidig gewimpert


Artengruppe Wimper- Perlgras 
(Melica ciliata agg.)

  

Zu den Arten der Artengruppe

 

Pflanze 20 - 120 cm hoch

Vor dem Aufblühen sind die seidig gewimperten Deckspelzen noch nicht sichtbar

Blütenstand je nach Art dicht oder mit sichtbarer Spindel

Deckspelzen nach der Blüte dicht und seidig gewimpert

Blätter 1,5 - 5 mm breit

 

 

 

2     Deckspelzen kahl

Ährchen in dichten, vielblütigen  Rispen
Zierpflanze
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

Ährchen in lockeren, wenigblütigen Rispen

> 4

                         

3     Ährchen in dichten, vielblütigen  Rispen


Hohes Perlgras 
(Melica altissima)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VI, Zierpflanze
            Perlesreut bei Passau (dort eingebürgert)
            Botanischer Garten Göttingen (Michael Hassler 31.5.)

Synonyme:
Melica sibirica

English name:
Siberian Melicgrass

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig vorkommender Neophyt

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, *Germany, 
former Yugoslavia,
NW-Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Romania, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus, Transcaucasus, Siberia, China, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Iran, *USA, *Canada

 

 

 

 

Pflanze 40 - 150 cm hoch
Rispe dicht, meist einseitswendig, 10 - 20 cm lang


Photo und copyright Michael Hassler

Ährchen rötlich, meist mit 2 fertilen Blütchen,
Deckspelzen kahl


Photo und copyright Michael Hassler

Halme unter Rispe und Scheiden von abwärts gerichteten Stachelhaaren rau

Ligula 2 - 5 mm lang, anfangs röhrig verwachsen

Blätter 5 - 15 mm breit


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

4     Ährchen in lockeren, wenigblütigen Rispen

Ährchen aufrecht, lang gestielt, einzeln oder in Rispen 
> 5

 Ährchen nickend, kurz gestielt, immer einzeln
> 6

      

5     Ährchen aufrecht, lang gestielt


Einblütiges Perlgras 
(Melica uniflora)

V - VI, Wälder
             Sternberg (Nordbayern)
             Hemsbach
             Zeller Horn

             Nordbayern

Synonyme:
Melica lobelii
Melica nutans

English name:
Wood Melick

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Westen, Südwesten, Mitte, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Mainfranken, SO-Niedersachsen; sehr zerstreut restlicher Osten, Niedersachsen; fehlt (bis auf Einzelfunde) Südosten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, Baltic States, Ukraine, Caucasus, Transcaucasus, Turkey, European Turkey, Iran, Syria, Algeria, Morocco, Tunisia

 

 

 

Pflanze 30 - 50 cm hoch

Rispe locker

Ährchen aufrecht, einzeln oder in Rispen, lang gestielt
mit 1 - 2 fertilen Blütchen

Hüllspelze meist ohne durchscheinenden Rand

Blatthäutchen gegenüber der Spreite mit Anhängsel

 

 

6     Ährchen nickend, kurz gestielt

Hüllspelzen braunrot
Blatthäutchen kurz (max. 0,5 mm), braun
> 7

Hüllspelzen grün
Blatthäutchen lang (1 - 2 mm), weiß
> 8

                              

7     Hüllspelzen braunrot 


Nickendes Perlgras 
(Melica nutans)

V - VI, Wälder
             verbreitet z.B.
             Reisensburg, Herrnholz
             Offingen, Auwald

Synonyme:
Aira nutans, Melica montana, Poa nutans

English name:
Mountain Melick

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Südosten, mäßig häufig restlicher Süden, Mitte, Osten; zerstreut Westen, Nordosten; fehlt Niederrhein, Nordwesten, selten Schleswig-Holstein, O-Niedersachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: V (Vorwarnliste), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 4 (potentiell gefährdet), Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 4 (potentiell gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, Crimea, European Russia, Sweden, *Netherlands, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, China, Japan, Kashmir, Kazakhstan, Korea, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Mongolia, Jammu & Kashmir, ?Pakistan, NW-India

 

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm hoch, lockerrasig

Rispe wenigblütig, Ährchen nickend

Ährchen eiförmig, mit 1 - 2 fertilen Blütchen
Hüllspelzen braunrot,etwas kürzer als die Deckspelzen

Hüllspelzen mit breitem Hautrand

Blatthäutchen kurz (max. 5 mm), braun

Stängel scharf geflügelt, Blattscheiden sehr rau

Blätter hellgrün

 

 

8     Hüllspelzen grün


Buntes Perlgras 
(Melica picta)

V - VI, Wälder
             Sternberg (Nordbayern)
             Botanischer Garten Berlin

Synonyme:
Melica nutans ssp. picta, Melica viridiflora

Nome italiano: 
Melica macchiata

Verbreitung in Deutschland:
Sehr lokal NO-Harzvorland, Thüringer Becken, Mainfranken, S-Frankenalb, selten Schwäbische Alb, S-Neckarbecken 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Rheinland-Pfalz: 4 (potentiell gefährdet), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
former Yugoslavia,
Bulgaria, former Czechoslovakia, Finland, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, *New South Wales, Turkey

 

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm hoch, dichtrasig
Blätter graugrün

 

Rispe wenigblütig, Ährchen nickend, mit 1 - 2 fertilen Blütchen, Hüllspelzen grün, mit violettem Streifen

Hüllspelzen etwas kürzer als die Deckspelzen,
mit breitem Hautrand

Blatthäutchen lang (1 - 2 mm), weiß

Stängel scharf geflügelt, Blattscheiden sehr rau

Blätter unterseits behaart