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Tannen mit oberseits grünen Nadeln

Zweige mit Längsfurchen
> 5

Zweige ohne Längsfurchen
> 6

 

5      Zweige mit Längsfurchen


Nikko- Tanne 
(Abies homolepis)

IV - V, Park- und Gartenbaum
             Fruchtreife: X - XI
             Botanischer Garten Ulm

Synonyme:
Abies brachyphylla

English name:
Nikko Fir

Verbreitung in Deutschland:
Häufig gepflanztes Ziergehölz

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Japan

 

 

 

 

30 - 40 m hoher Baum

Knospen harzig, ei- kegelförmig

Männliche Blütenstände grünlich bis gelb


Photo und copyright Markus Welz

Triebe hellgelblich-braun, kahl, tief gefurcht

Zapfen aufrecht wachsend, 7 - 12 cm lang, sichtbare  unreife Zapfen auffällig violett , faßförmig, 
reife Zapfen braun bis schwarz


Photo und copyright Markus Welz

Nadeln sehr dicht stehend, auf der Zweigoberseite nach vorne stehend, dadurch eine v- förmige Furche bildend


Photo und copyright Markus Welz

Nadeln 1 - 3 cm lang, vorne stumpf oder eingekerbt, oberseits grün

unterseits mit 2 weißen Bänden

Rinde grau, schuppig

 

 

6     Zweige ohne Längsfurchen

Nadeln 1 - 2 cm lang, Nadeln rund um den Trieb stehend
> 7

Nadeln länger als 2 cm und/oder Nadeln gescheitelt
> 8

                                                              

7        Nadeln 1 - 2 cm lang, vorne oft eingekerbt


Korea- Tanne 
(Abies koreana)

V, Park- und Gartenbaum
     Fruchtreife: X - XI
     Burgau, Garten Sabine
     Botanischer Garten Ulm

Synonyme:

English name:
Hinggan Fir

Verbreitung in Deutschland:
In Deutschland die am häufigsten in Gärten angepflanzte Tannen-Art

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Korea

Viele Sorten:
siehe Wikipedia

Die Korea Tanne wurde erst 1905 auf der Insel Quelpart entdeckt. 

 

 

 

10 - 15 m hoher Baum
Zweige zeigen nach oben

Junge Triebe anfangs behaart

Triebe später verkahlend

Männliche Blütenstände

Knospen stark harzig, Schuppen kaum sichtbar

Zapfen aufrecht wachsend, 4 - 7 cm lang, sichtbare  unreife Zapfen auffällig violett oder rötlich-braun, faßförmig, meist nach der Spitze hin etwas verbreitert


Photo und copyright Markus Welz

Reife Zapfen braun bis schwarz. 
Auch schon bei Jungbäumen sind reichlich Zapfen vorhanden.

Zapfen zerfallen auf dem Baum, so dass nur die Spindeln übrig bleibt

Nadeln fast rings um den Trieb gestellt
vorne oft eingekerbt

Nadeln kurz ( 1,5 - 2 cm), oberseits grün

Nadeln unterseits mit 2 weißen Bänden
vorne abgerundet oder eingekerbt

Junge Nadeln vorne zugespitzt

Unterer Teil der Nadeln gelb

Rinde tiefrissig, hellgrau bis rotbraun, 
mit deutlich sichtbaren erhabenen Punkten gesprenkelt (= Rindenporen, Lentizellen),

 

 

 

8      Nadeln 1,2 - 6  cm lang, nicht eingekerbt

Nadeln 3,5 - 6 cm lang, Knospen harzig
> 9

Nadeln 2 - 4,5 cm lang, Knospen harzfrei
> 10

 

9     Nadeln 3,5 - 6 cm lang, Knospen harzig


Küsten- Tanne 
(Abies grandis)

V, Park- und Gartenbaum, seltener auch Forstbaum
    
Fruchtreife: IX - X
     Botanischer Garten Ulm

Synonyme:
Riesen- Tanne
Abies excelsior

English name:
Grand Fir

Verbreitung in Deutschland:
Häufig gepflanztes Ziergehölz

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA (California)

 

 

 

30 - 50 m hoher Baum;
mit schlank kegelförmiger Krone

Triebe olivgrün, später rötlich
kahl oder fein behaart

Knospen harzig, Schuppen kaum sichtbar

Zapfen aufrecht wachsend, 6 - 12 cm lang, jung grünlich- braun, reif braun
Deckschuppen verborgen, sehr klein

 

Nadeln streng waagrecht gescheitelt
sehr ungleich lang (im Gegensatz zu Abies alba)
Beim Zerreiben intensiv riechend

Nadeln , oberseits frischgrün, gefurcht
an der Ansatzstelle zum Zweig gedreht

Nadeln unterseits mit 2 weißen Bänden, spitz oder stumpf, nicht stechend, 3,5 - 6 cm lang

 

 

10     Nadeln 2,5 - 4,5 cm lang, Knospen harzlos

Nadeln hellgrün, oberseits in alle Richtung abstehend
> 11

 Nadeln dunkelgrün, oberseits deutlich gescheitelt
 > 12

 

11      Junge Zweige kahl, Nadeln stehen rund um den Trieb


Nordmann- Tanne 
(Abies nordmanniana)

V, Park- und Gartenbaum, seltener auch Forstbaum
     Fruchtreife: IX - X
     Gundelfingen, Wohlhüter Gartenland
     Botanischer Garten Ulm
     Günzburg, Garten Feuerbachstr

Synonyme:
Kaukasus
Abies bornmuelleriana, Abies equi trojana-Tanne

English name:
Caucasian Fir

Verbreitung in Deutschland:
Häufig gepflanztes Ziergehölz

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Caucasus

Wichtigster Weihnachtsbaum in Deutschland, weswegen die Bäume in großen Plantagen angebaut werden. Kann bis 500 Jahre alt werden

 

 

50 - 60 m hoher Baum
auch im Alter noch bis zum Boden beastet

Nadeln oberseits hellgrün, in alle Richtungen abstehend, ohne Spaltöffnungsbänder

Nadeln unterseits meist gescheitelt, 3 - 4 cm lang

Junge Triebe olivgrün bis graubraun, +/- kahl, ohne Längsfurchen

Knospen fast harzlos, Schuppen gut sichtbar

Männliche Blütenzapfen 2 - 3 cm lang, auf der Unterseite vorjähriger Triebe

 

Weibliche Zapfen 3 - 5 cm lang, auf der Oberseite von kräftigen vorjährigen Trieben

Zapfen reifen im Herbst des Blütejahres, aufrecht wachsend, 10 - 16 cm lang, jung grünlich, reif braun, Deckschuppen hervorragend, mit zurückgebogenem, grannenartigen Fortsatz

 

Nadeln 2 - 4,5 cm lang, oberseits grün, unterseits mit 2 weißen Bänden, spitz oder stumpf, nicht stechend

      
Oberseite                             Unterseite

Rinde schwarzgrau

 

 

12      Junge Zweige behaart, Nadeln kamm- oder v-förmig gescheitelt


Weiß- Tanne 
(Abies alba)

V- VI, Forstbaum, Mischwälder
            Maria Vesperbild
            Günzburg, Birketwäldchen
            NSG Kapf

Synonyme:
Silber- Tanne
Edel- Tanne
Abies argentea De Chambr.; Abies baldensis Zuccagn. ex Nym.; Abies brevifolia (Hort.) Hort. ex Dallimore; Abies candicans Fisch. ex Endl.; Abies excelsa Link; Abies metensis Hort. Par. ex Gord.; Abies minor Gilib.; Abies pectinata DC.; Abies picea Lindl.; Abies taxifolia Desf.; Abies vulgaris Poir.; Picea cinerea Baumann ex Gord.; Picea kukunaria Wender.; Picea metensis Hort. ex Gord.; Picea pectinata Loud.; Picea pyramidalis Hort. ex Gord.; Picea rinzi Hort. ex Gord.; Picea tenuifolia Hort. ex Beissn.; Pinus abies Duroi; Pinus baldensis Zuccagni; Pinus leioclada Stev.; Pinus lucida Salisb.; Pinus pectinata Lam.; Pinus picea L.

English name:
European Silver Fir
Common Silver Fir

Verbreitung in Deutschland:
Schwarzwald, Bayern, Thüringer Wald, Erzgebirge, Schwäbisch-Fränkischer Wald verbreitet, sonst nur gepflanzt (südliche und östliche Mittelgebirge verbreitet, westliche und nördliche Mittelgebirge zerstreut) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: unbeständig, Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
*Portugal, Spain, France, Corsica,  Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, ?European Turkey, Russia, 
*Belgium, *England, *Denmark, *Norway, *Sweden, *Cyprus, *USA

Wird bis 600 Jahre alt

 

 

30 - 60 m hoher Baum
auch im Alter noch bis zum Boden beastet

Triebe hellgrau, mit kurzen braunen Haaren

Knospen fast harzlos, Schuppen gut sichtbar

Männliche Blütenzapfen 2 - 3 cm lang, auf der Unterseite vorjähriger Triebe

 

Weibliche Zapfen 3 - 5 cm lang, auf der Oberseite von kräftigen vorjährigen Trieben


Photo und copyright Günther Blaich

Zapfen reifen im Herbst des Blütejahres, aufrecht wachsend, 10 - 16 cm lang, jung grünlich, reif braun, Deckschuppen hervorragend, mit zurückgebogenem, grannenartigen Fortsatz


Photo und copyright Günther Blaich

Zapfen auf dem Baum zerfallend, so dass eine Zapfenspindel übrig bleibt, die noch mehrere Jahre am Baum bleiben kann

Nadeln dunkelgrün, oberseits deutlich gescheitelt

Nadeln 1,2 - 3 cm lang

Nadeln unterseits mit 2 weißen Bänden, 
abgerundet, oft eingekerbt, nicht stechend

Rinde grau oder rötlich