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Ahornarten mit 3 - 5 zugespitzten Blattlappen

Blätter sehr tief eingeschnitten, 
Blattlappen schmal
> 1

Blätter weniger tief eingeschnitten, 
Blattlappen breit
> 2

 

1      Blätter sehr tief eingeschnitten, Blattlappen schmal


Silber- Ahorn
(Acer saccharinum)


Photo und copyright Michael Hassler

IV, Park- und Straßenbaum
      Botanischer Garten Ulm
      Günzburg, Birket

Die Bilder von Michael Hassler zeigen die Wildpflanze am Originalstandort in Amerika.

Synonyme:
Acer coccineum, Acer dasycarpum, Acer eriocarpum, Acer pallidum, Acer pavia, Acer saira
Acer tomentosum, Acer virginianum

English name:
Silver Maple

Verbreitung in Deutschland:
In Deutschland häufig in Gärten, Straßen und Parks gepflanzt

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA, Canada
*Russia, *Ecuador

 

 

 

 

Bis 30 m hoher Baum

Blüten in gegenständigen Dolden, 
lang vor dem Laubaustrieb erscheinend

Blüten zwittrig, einhäusig oder zweihäusig
Oft sind zwar beide Geschlechter in einer Blüten vorhanden, es überwiegt aber funktionell ein Geschlecht

Je Blüte: 2 Narben, meist 4 - 10 Staubblätter
Fruchtknoten von weißen Haaren umgeben

Narben rot oder gelbgrün,
Staublätter cremeweiß bis dunkelrosa

Früchte anfangs behaart


Photo und copyright Harald Geier

Früchte fallen schon im Juni ab

Früchte bis 5 cm lang gestielt
sichelförmig gebogen, Fruchtflügel ca. im 90°- Winkel zueinander stehend

Blätter oberseits hellgrün, sehr tief eingeschnitten 5-lappig,
Lappen spitz, scharf gesägt

Blätter unterseits wesentlich heller und fein silbrigweiß (Name!), anfangs behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Borke silbrig bis graubraun, längsrissig

 

 

2       Blätter weniger tief eingeschnitten, Blattlappen breit

Blüten hängend, erscheinen vor dem Laubaustrieb
Fruchtflügel fast parallel oder spitzwinklig
Mittlerer Blattlappen meist nur mit  2 Sekundärlappen
> 3

Blüten aufrecht, erscheinen mit dem Laubaustrieb
Fruchtflügel stumpfwinklig
Mittlerer Blattlappen meist mit 4 Sekundärlappen
> 4

 

3       Blattlappen meist nur mit  2 Sekundärlappen


Zucker- Ahorn
(Acer saccharum)


Photo und copyright Michael Hassler

IV, Park- und Straßenbaum
      Botanischer Garten Ulm      

Synonyme:
Acer saccharum ssp saccharum

English name:
Sugar Maple

Verbreitung in Deutschland:
In Deutschland als Zierbaum in Gärten, Parks und an Straßen angepflanzt.

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA, Canada,
*Russia

Wissenswertes:
- Nach Vorbild der Blätter wurde das Ahornblatt auf der kanadischen Flagge gestaltet
- Der Zucker- Ahorn wird zur Gewinnung von Ahorn- Sirup eingesetzt, der in den USA und Kanada sehr gerne gegessen wird
- Die Blätter tragen wesentlich zu den als „Indian summer" bekannten leuchtend roten Spätsommerwäldern von Teilen Nordamerikas bei

 

 

Bis 25 - 40 m hoher Baum


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten grünlich-gelb, 5-zählig, in fast sitzenden nickenden bis hängenden Trugdolden, mit dünnen, behaarten Stielen, erscheinen vor dem Laubaustrieb


Photo und copyright Michael Hassler

Fruchtflügel fast parallel oder spitzwinklig gespreizt


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter 3- bis 5-lappig, Lappen zugespitzt, die oberen drei etwa gleich groß und beiderseits meist mit 1 spitzen Sekundärlappen, die beiden unteren Lappen deutlich kleiner, oberseits stumpfgrün

 Blätter unterseits hellgrün, kahl

Borke im Alter dunkelgrau

Herbstfärbung von gelborange bis feurig rotorange


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

4       Blattlappen meist mit 4 Sekundärlappen


Spitz- Ahorn
(Acer platanoides)

IV - V, Wälder, auch Alleebaum
             Auwald Günzburg
             Günzburg, Weg zum Naturfreundehaus

Synonyme:
Acer aetnense Hort. ex C. Koch; Acer dasyphyllum Nicholson; Acer dobrudschae Pax; Acer fallax Pax; Acer globosum Hort.; Acer laciniatum Borckh. ex Tratt.; Acer lactescens Pers.; Acer lactescens Steud.; Acer lobatum Hort. ex Steud.; Acer lobelii Tenore; Acer lorbergi Hort. ex Dippel; Acer palmatifidum Tausch ex Steud.; Acer platanifolium Stokes; Acer platanoides ssp. fallax (Pax) Fukarek; Acer platanoides var. schwedleri Nichols.; Acer pseudoplatanus Falk; Acer reitenbachii Hort. ex Dippel; Acer rotundum Dulac; Acer schwedleri Hort. ex C. Koch; Acer vitifolium Opiz ex Tausch; Euacer acutifolium Opiz; Euacer platanoides Opiz

English name:
Norway Maple

Verbreitung in Deutschland:
Fast flächendeckend verbreitet, aber Norden zerstreut, Nordwesten nur gepflanzt 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: Neophyt, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, Bulgaria, former Czechoslovakia, Finland,  Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, Turkey, European Turkey, Iran

Eingebürgert in:
*Portugal, *England, *Netherlands, *USA, *Canada

Kultiviert in vielen Sorten z.B.
"Blutahorn" Acer platanoides "Faassens Black"
                                                      "Crimson King":
Blätter anfangs leuchtend karminrot, runzlig, später dunkel purpurrot

 

Bis 25 m hoher Baum

Blüten und die austreibenden Blätter verleihen den Bäumen ein frischgrünes Aussehen

Knospen meist glänzend rotbraun, kahl

Blüten in +/- aufrechten Doldenrispen, 
mit oder nach dem Laubaustrieb erscheinend

Am Grund der Dolde befinden sich die Knospenblätter

Blüten gelbgrün, eingeschlechtlich (hier: männlich) oder zwittrig,
meist mit 5 genagelten schmalen Kron- und 5 etwas breiteren Kelchblättern

Männliche und zwittrige Blüten mit 8 Staubblätter, 
die innerhalb eines Nektarringes ansetzen

Weibliche Blüten mit zweiteilgem Fruchtknoten und 2 Narben

 

Blütenstiele kahl

Fruchtflügel stumpfwinklig zueinander stehend

Blattstiel mit Milchsaft

Blätter 10 - 20 cm breit, bis etwa zur Hälfte 5-lappig,
mit lang zugespitzten Blattlappen, Blattlappen jederseits mit 2 Zähnen (= Sekundärlappen)

Blätter unterseits kahl

Herbstlaub gelb

Borke glatt, fein längsrissig