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Johannisbeeren mit roten Früchten, Blätter unterseits drüsenlos

Trauben aufrecht oder waagrecht
Deckblatt länger als der Blütenstiel
 Traubenachse drüsig
> 1

Trauben hängend
Deckblatt kürzer als der Blütenstiel
Traubenachse nicht drüsig
> 2

     

1      Trauben aufrecht oder waagrecht, Deckblatt länger als der Blütenstiel


Alpen- Johannisbeere
(Ribes alpinum)

IV - V, Wälder, Gebüsche
             Oberjoch, Moor
             Lautertal, Großer Fels
             Botanischer Garten Ulm
             München, Giesinger Berg

Synonyme:
Grossularia alpestris Bub.; Liebichia alpina (L.) Opiz; Liebichia alpina Opiz; Ribes album Gilib.; Ribes bacciferum Hort. ex C. Koch; Ribes dioicum Moench; Ribes grossulariaefolium Reichb. ex C. Koch; Ribes hladnikii Reichb. ex Nym.; Ribes humile Hort. ex Dippel; Ribes leucocladon Reichb. ex C. Koch; Ribes multiflorum Willd.; Ribes opulifolium Hort. ex C. Koch; Ribes pilosum Reichb. ex C. Koch; Ribes scopolii Reichb. ex C. Koch; Ribes sterile Hort. ex C. Koch; Ribes tortuosum Hort. ex C. Koch; Ribes viridissimum Reichb. ex C. Koch

English name:
Alpine currant

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Schwäbische Alb, Südschwarzwald, Alpen, Allgäu, N-Frankenalb, Erzgebirge, Thüringen, SW-Sachsen-Anhalt, Süderbergland, Rhön, Pfalz, Hunsrück, Eifel; selten Brandenburg, N-Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, N-Nordrhein-Westfalen; Einzelfunde Niederbayern, Nordwesten, Schleswig-Holstein

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: Neophyt, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: Neophyt, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Italy, former Yugoslavia
England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland,    Hungary, , Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Sweden, Caucasus / Transcaucasus, Turkey, Iran, *USA

Wird auch als Straßenbegleitgrün verwendet, da die Pflanze Abgase gut verträgt

 

 

 

Pflanze 80 - 200 cm groß

Zweige nicht stachelig, Blütentrauben aufrecht 

Blüten unvollständig zweihäusig d.h. die Blüte ist in ihrer Anlage stets zwittrig, durch Unterdrückung der Staubblattkreise oder der Fruchtknoten, sind diese aber funktionell eingeschlechtig

Deckblatt länger als der Blütenstiel

Blüten zu 10 - 30, in aufrechten drüsigen Trauben

Weibliche Blüten zu 2 - 5, in aufrechten bis waagrechten

Beeren nur zu 2 - 5, rot, etwas glänzend, 
kugelig, ungenießbar


Die Beeren werden von Vögeln gern gefressen. Es wurde nachgewiesen, dass die Keimfähigkeit der unverdaut ausgeschieden Samen gegenüber den frischen Samen höher ist

Blätter 3 - 5- lappig, gezähnt, oberseits behaart

Blattunterseite glänzend, Blattstiel drüsig

 

 

2      Trauben hängend, Deckblatt kürzer als der Blütenstiel

Kelchbecher glockig, am Rand gewimpert
Griffel basal kegelförmig
> 3


Photo und copyright Günther Blaich

Kelchbecher flach oder schüsselförmig, kahl
Griffel überall gleich dick
> 4

                                            

3      Kelchbecher glockig, gewimpert 


Felsen- Johannisbeere
(Ribes petraeum)


Photo und copyright Ernst Horak

IV - VI, Wälder, Gebüsche
              Feldberg
              Botanischer Garten Mainz

Synonyme:
Grossularia petraea Bub.; Ribes acerrimum Rochel ex Schult.; Ribes altissimum Turcz. ex Ledeb.; Ribes carpathicum Kit. ex Schult.; Ribes macrobotrys Hort. ex C. Koch; Ribes ringens Hort. ex C. Koch; Ribes triste Bunge.

English name:
Rock Currant

Verbreitung in Deutschland:
Selten Südschwarzwald; 
Einzelfunde Z-Thüringen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: R (sehr selten), 
Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Italy, former Yugoslavia,
Bulgaria, former Czechoslovakia,  Hungary,  Poland, Romania, Ukraine, Algeria

 

 

Pflanze 100 - 200 cm groß


Photo und copyright Ernst Horak

Zweige nicht stachelig, 
Blüten zwittrig, zu 10 - 30 in hängenden Trauben


Photo und copyright Günther Blaich

Deckblatt kürzer als der Blütenstiel
Traubenachse behaart aber nicht drüsig


Photo und copyright Ernst Horak

Kelchbecher glockig, am Rand gewimpert, 
Griffel basal kegelförmig


Photo und copyright Günther Blaich

Beeren dunkel- purpurrot, säuerlich


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter mit 3 - 5 spitzen Blattlappen


Photo und copyright Günther Blaich

 

 

4      Kelchbecher flach oder schüsselförmig, kahl

Blätter meist mit enger, spitzwinkliger Bucht
Staubbeutelhälften durch Konnektiv getrennt
> 5

Blätter mit gerader oder stumpfwinkliger Bucht
Staubbeutelhälften miteinander vereinigt
> 6


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 

5      Staubbeutelhälften durch Konnektiv getrennt


Rote Johannisbeere
(Ribes rubrum)


hier: var. rubrum

IV - V, Auenwälder, Gebüsche
            Günzburg

Synonyme:
Grossularia rubra Scop.; Ribes acerifolium Hort. ex C. Koch; Ribes acidum Turcz. ex Steud.; Ribes albescens Poit. & Turp.; Ribes albicans Poit. & Turp.; Ribes albo-virens Poit. & Turp.; Ribes americanum Hort. ex C. Koch; Ribes auriculatum Poit. & Turp.; Ribes baicalense Turcz. ex Steud.; Ribes carneum Poit. & Turp.; Ribes fleischmanni Reichb. ex C. Koch; Ribes himalense Decne.; Ribes hispidulum Pojarkova; Ribes hladnickianum Freyer ex Steud.; Ribes hortense Lam. ex Steud.; Ribes officinarum Dum.-Cours.; Ribes glabrum (Hedl.) Sennikov; Ribes rubrum ssp. glabrum Hedl.; Ribes pendulum Salisb.; Ribes petraeum Sm.; Ribes racemosum Poit. & Turp.; Ribes sativum Syme; Ribes scandicum Hedley; Ribes sibiricum Hort. ex C. Koch; Ribes sylvestre Syme; Ribes vinosum Dum.-Cours.; Ribes vulgare Lam.; Ribes vulgare var. sylvestre Lam.; Ribesium rubrum Medic.

English name:
Red Currant

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Thüringen, niedrige Lagen in Sachsen, Saarland, Franken; Nordosten sehr zerstreut, Restgebiet selten, nur Einzelfunde Niedersachsen, fehlt Alpen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Germany,
France, Italy,
Belgium,   Netherlands,*Japan, *Heilongjiang, Mongolia, Turkey, *Burma, *USA, *Canada

Unterscheidung zwischen Wildform (Ribes rubrum var. sylvestre) und verwilderter Gartenform (Ribes rubrum var. rubrum):

- Wildform:
Blätter glänzend, netzrunzlig
mit Kriechsprossen, Beeren klein

- Kulturform:
Blätter +/- matt, nicht netzrunzlig
ohne Kriechsprosse, Beeren groß
Viele Sorten

 

 

Pflanze 80 - 200 cm groß

Zweige nicht stachelig

 Blüten in langen, hängenden Trauben, mit 10 - 20 Blüten

Blüten zwittrig, Traubenachse nicht drüsig

Kelchbecher flach oder schüsselförmig, kahl
Deckblatt kürzer als der Blütenstiel

Griffel überall gleich dick

Kronblätter winzig (ca. 1 mm groß), 
zwischen den Staubblättern sitzend

Staubbeutelhälften durch Konnektiv voneinander getrennt, mit 5- eckigem Ringwulst zwischen Staubblättern und Griffeln

Beeren rot, seltener weißlich oder gelb

Blätter 3 - 5- lappig
am Grund oft mit spitzwinkliger Bucht

Blattunterseite ohne gelbliche Drüsen, behaart

 

 

6      Staubbeutelhälften vereinigt


Ährige Johannisbeere
(Ribes spicatum)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

IV - V, Auenwälder
            Wittislingen
            Höchstädt

Synonyme:
Ähren- Ribisel
Ribes pubescens (Hartm.) Hedl., Ribes rubrum sensu Jancz. et auct. recent. nonnull., non L.
Ribes scandicum Hedl., Ribes schlechtendalii Lange, Ribes heteromorphum

English name:
Wild Currant

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut O-Schleswig-Holstein, Restgebiet Einzelfunde (regelmäßiger nur Lausitz, Umg. Leipzig, Alpenvorland am Inn)

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: R
Sehr selten, Brandenburg: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: Neophyt, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany
Croatia
England, Denmark, Finland, Sweden, Norway,
Romania, Poland, Baltic States, European Russia, Ukraine,

 

 

 

 

 

Pflanze 80 - 200 cm groß

 Blüten zwittrig, zu 10 - 20
Traubenachse nicht drüsig

Kelchbecher flach oder schüsselförmig, kahl
Deckblatt kürzer als der Blütenstiel

Griffel überall gleich dick, Staubbeutelhälften miteinander vereinigt

Ohne 5- eckigem Ringwulst zwischen Staubblättern und Griffeln

Beeren rot


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Blätter 3 - 5- lappig, am Grund keilig, gerade oder
mit stumpfwinkliger Bucht


Photo und copyright Günther Blaich