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Johannisbeeren mit schwarzen Früchten, Blätter mit unterseits gelblichen Drüsen

Beeren zu 5 - 10,  ca. 1 cm im Durchmesser
Kelchblattzipfel gelb/rot, kurz, unscheinbar, behaart
> 1

Beeren 2 - 4, 1,5 - 2 cm im Durchmesser
Kelchblattzipfel tiefrot, auffällig, +/- kahl
> 2

 

1      Kelchblattzipfel gelb/rot, kurz, unscheinbar, behaart


Schwarze Johannisbeere
(Ribes nigrum)

IV - V, Auwälder, Gebüsche, Kulturpflanze
             Günzburg
             Wohlhüter Gartenland
             Botanischer Garten Ulm

Synonyme:
Botrycarpum nigrum A. Rich.; Botryocarpium nigrum (L.) Spach; Grossularia nigra (L.) Rupr.; Grossularia nigra Mill. ex Steud.; Ribes aconitifolium Hort. ex C. Koch; Ribes altaicum Hort. ex C. Koch; Ribes apiifolium Hort. ex C. Koch; Ribes boreale Turcz. ex Steud.; Ribes crispum Hort. ex C. Koch; Ribes cyathiforme Pojark.; Ribes intermedium Bercht. & Presl; Ribes kolymense (Trautv.) Komarov; Ribes nigrum var. europaeum Jancz.; Ribes nigrum var. kolymense Trautv.; Ribes nigrum var. pauciflorum (Turcz. ex Ledeb.) Jancz.; Ribes olidum Moench; Ribes pauciflorum Turcz. ex Ledeb.; Ribesium nigrum Medic.

English name:
European Black Currant

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg; Restgebiet sehr zerstreut; fehlt höheren Mittelgebirgen und Alpen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: G (gefährdet, Status unklar), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, *Switzerland,
France, Italy, former Yugoslavia
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, ,  Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Sweden, *Corsica, *Ireland,  Caucasus / Transcaucasus, Siberia, C-Asia, *Auckland Isl., Heilongjiang, Nei Mongol, Xinjiang, Mongolia, Korea, Russian Far East, *Japan, Turkey, *USA, *Canada

Die Pflanze wird seit dem 16.Jahrhundert als Beerenobst in Gärten kultiviert. Es gibt zahlreiche Sorten.

 

 

 

 

Pflanze 80 - 150 cm groß
Zweige nicht stachelig

Blüten zu 5 - 10, in hängenden Trauben

Deckblatt kürzer als der Blütenstiel

Kelch behaart, drüsig punktiert

Blüten zwittrig, Kronblätter sehr klein im Vergleich zum Kelch

Beeren zu 5 - 10, schwarz, etwas glänzend, 
kugelig, wohlschmeckend

Blätter 3 - 5- lappig, gezähnt, 
Mittellappen größer als die seitliche Lappen
beim Zerreiben typischer Geruch!

Blätter unterseits mit gelblichen Drüsen 

 

 

2     Kelchblattzipfel tiefrot, auffällig, +/- kahl


Josta- Beere
(Ribes x nidigrolaria)

IV - V, Kulturpflanze
              Burgau, Omas Garten

Kreuzung aus Stachelbeere (Ribes uva- crispa) und Schwarzer Johannisbeere (Ribes nigrum). Bei einigen Sorten wurde noch die nordamerikanische Art Ribes divaricatum eingekreuzt. Die Josta- Beere ist erst seit 1970 im Handel.

Synonyme:
Jochel- Beere

English name:
Jostaberry

Verbreitung in Deutschland
Nur als als Ziergehölz

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Nur in Kultur

Mehrere Sorten:
- 'Jocheline' - 
- 'Jochina'
- 'Jogranda' 
- 'Josta'
- 'Rikö'

 

 

 

Pflanze 100 - 120 cm groß, üppig wachsend

Zweige nicht stachelig

Blütentrauben behaart, 3 - 5- blütig

Kelchblätter zungenförmig (2 mm breit, 5 -6 mm lang), außen grünlich, am Rande und innen ± purpurfarbig, anfangs aufrecht, später zurückgeschlagen

Kronblätter weißlich bis etwas purpurfarben, wie die Staubblätter viel kürzer als der Kelch

Beeren , schwarz oder dunkelrot, glänzend, +/- kahl, drüsenlos, in Größe und Geschmack zwischen Ribes nigrum und Ribes uva-crispa vermittelnd, ohne das für Ribes nigrum charakteristische Aroma

Blätter von den Elternarten deutlich abweichend: aus stark herzförmiger Basis rundlich, meist bis etwa 6 -7 mm lang und breit, gewöhnlich nur seicht 3 -, selten bis 5—lappig mit überwiegend nur zu einem Fünftel oder Viertel (also viel weniger als bei den Eltern) eingeschnittener Spreite, gekerbt, oberseits glänzend, +/- kahl, 

Blattstiel so lang oder länger als die Spreite

Blätter am Rande striegelhaarig und bewimpert

 

Blätter unterseits kahl oder mit einzelnen Härchen auf den Nerven 
sowie mit sehr zerstreuten gelblichen Drüsen