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Arabis - Pflanze behaart, Blüten weiß oder rosa, Schoten kahl, dicht stehend, dem Stängel anliegend, 
Stängelblätter gezähnt oder gebuchtet, nicht stängelumfassend
- Verbreitung: Portugal, Spanien -

Blütenstandsachse und Blütenstiele behaart
> 1


Photo und copyright Carlos Aguiar

Blütenstandsachse und Blütenstiele kahl
> 2


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

 

1       Blütenstandsachse und Blütenstiele behaart


Arabis stenocarpa Boiss. & Reut.
(Schmalfrüchtige Gänsekresse)


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

V - VI, Steinige Hänge, Wälder (500 - 2700 m)
             

Synonyme:
Arabis gredensis Gand., Arabis muralis f. magna Cuatrec.

English name:
Narrow- fruited Rock-Cress

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Beira Alta, Beira Baixo, Minho, Tras-os-Montes)
Spain (widespread)

2n = 16

Etymologie:
- Arabis: abgeleitet vom altgriechischen Wort arabis, das von frühen Botanikern für Senf- oder Kresseart benutzt wurde. Wörtlich übersetzt: "Arabischer Senf" (viele Arten dieser Pflanzengattung gedeihen auf trockenen, sandigen oder steinigen Böden, welche die Namensgeber an die Landschaften der arabischen Halbinsel erinnerte
- stenocarpa: schmalfrüchtig

 

 

 

 

Pflanzen 35 - 75 cm


Photo und copyright Carlos Aguiar

Blütenstand zumindest im unteren Teil behaart, mit 15 - 25 Blüten
anfangs doldig, später locker und verlängert, Blütenstiele 3 - 6 mm lang

 

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter 8 - 9 mm lang, weiß oder rosa
, Kelchblätter lanzettlich, 3 - 4 mm lang, grün, etwas ausgesackt, mit wenigen Haaren


Photo und copyright Carlos Aguiar

Schoten dem Stängel +/- angedrückt, flach, +/- kahl, 40 - 60 mm lang, 1 mm breit, schwach perlschnurartig eingeschnürt, Samen einreihig angeordnet, Griffel kurz


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Samen +/- flach, 1 1- 1,3 mm lang, 1 mm breit, 0,2 mm breit geflügelt

 

Stängel sternhaarig, mit 10 - 32 Blättern
Stängelblätter eilanzettlich, sitzend, gezähnt, mit 2 - 5- spaltigen Sternhaaren behaart


Photo und copyright Carlos Aguiar

Grundständige Blätter gestielt, eilanzettlich, bis 50 mm lang, 20 mm breit, gezähnt- gelappt
mit 2 - 5- spaltigen Sternhaaren behaart


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

 

 

2         Blütenstandsachse und Blütenstiele kahl

Verbreitung: Portugal, Caceres, Galizien
Schoten 45 - 70 mm lang, Antheren 0,9 - 1,2 mm lang
> 3


Photo und copyright Martinho Fiz Lopez Lindoso

Weit verbreitete Art
Schoten 15 - 40 mm lang, Antheren 0,8 - 1,2 mm lang
> 4

 

3       Schoten 45 - 70 mm lang, Antheren 0,9 - 1,2 mm lang


Arabis juressi Rothm.
(Serra-do-Geres- Gänsekresse)


Photo und copyright José Luis Camaño

IV - VII, Felsen, Waldlichtungen, Wiesen (200 - 1000 m)
                Trascastro, Galizien, 600 m ü.M. (Jose Luis Camano 17.05.2003)

Synonyme:
Keine

English name:
Serra-do-Geres Rock-Cress

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Ribatejo, Beira Alta, Beira Litoral, Douro Litoral, Minho, Tras-os-Montes), 
Spain (Caceres, Galizien) 

Etymologie:
- Arabis: abgeleitet vom altgriechischen Wort arabis, das von frühen Botanikern für Senf- oder Kresseart benutzt wurde. Wörtlich übersetzt: "Arabischer Senf" (viele Arten dieser Pflanzengattung gedeihen auf trockenen, sandigen oder steinigen Böden, welche die Namensgeber an die Landschaften der arabischen Halbinsel erinnerte
- juressi: benannt nach der Serra do Gerês (= lat. Juressus Mons) in Nordportugal

Ähnlich, aber meist mit deutlich stängelumfassenden Stängelblättern ist Arabis hirsuta

 

 

 

 

Pflanzen 25 - 50 cm hoch, meist mit mehreren Stängeln
Stängel mit 8 - 30 Stängelblättern


Photo und copyright Martinho Fiz Lopez Lindoso

Blütenstand 15 - 40- blütig, Blütenstiele 4 - 10 mm lang
Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter 1 Griffel
Kronblätter 7 - 9 mm lang rein weiß, 4 Nektarien


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Kelchblätter 3 - 4 mm lang, 1 mm breit, elliptisch, kahl


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Schoten 40 - 70 mm lang, 1,5 mm breit, aufrecht, dem Stängel +/- anliegend, wesentlich länger als ihr Stiel, Griffel 0,5 mm lang


Photo und copyright Martinho Fiz Lopez Lindoso

Stängel im oberen Teil +/- kahl, im unteren Teil rau behaart
Stängelblätter eiförmig oder eilanzettlich, gezähnt, sitzend oder schwach geöhrt


Photo und copyright Martinho Fiz Lopez Lindoso

Grundblätter bis 65 mm lang, 25 mm breit, rosettig, spatelförmig, 
mit 4 - 8 Paar Zähnen oder Lappen


Photo und copyright Martinho Fiz Lopez Lindoso

 

 

4        Schoten 15 - 40 mm lang, Antheren 0,8 - 1,2 mm lang


Arabis hirsuta (L.) Scop.
(Raue Gänsekresse)

V - VII, Trockenrasen, trockene Ruderalstellen (0 - 2100 m)
              Pfronten, Falkenstein, Bayern, 1221 m (06.06.2007)
              Blaubeuren, Baden- Württemberg (03.05.2008)
              Günzburg, Vollmer- See, Bayern, 352 m (31.07.2010)
 

Synonyme:
Arabis hirsuta ssp hirsuta
(L.) Scop.
Arabis brownii Jord., Arabis ciliata W. T. Aiton, Turritis hirsuta L.

English name:
Hairy Rock-Cress

Nom francais:
Arabette hirsute, Arabette hérissée

Nome italiano: 
Arabetta cigliata

Verbreitung in Deutschland:
Rheinland-Pfalz zerstreut, selten Oberrheinebene, Kölner Bucht, Weserbergland, Harz und Umgebung, Umg. Bremen; Einzelfunde bei Passau 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: unbeständig, Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: Neophyt, Niedersachsen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 4 (potentiell gefährdet), Schleswig-Holstein: unbeständig, Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain (widespread), 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, E- Central,, N- Pindos, N- Central, N- East)
England,  Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Baltic States, Russia, Ukraine,  Crimea, Japan, China, Tibet, Kazakstan, Korea, Mongolia, Iraq
Algeria, Morocco, 

Etymologie:
- Arabis: abgeleitet vom altgriechischen Wort arabis, das von frühen Botanikern für Senf- oder Kresseart benutzt wurde. Wörtlich übersetzt: "Arabischer Senf" (viele Arten dieser Pflanzengattung gedeihen auf trockenen, sandigen oder steinigen Böden, welche die Namensgeber an die Landschaften der arabischen Halbinsel erinnerte
- hirsuta: rau oder borstig behaart

Ähnlich, aber meist mit undeutlich stängelumfassenden Stängelblättern ist Arabis juressi

 

 

 

Pflanzen 10 - 50 cm hoch

 Stängel mit 6 - 14 dem Stängel +/- anliegenden Blättern
Blütenstände zunächst dicht, später locker und verlängert mit bis zu 40 Blüten


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter 1 Griffel
Kronblätter rein weiß, 3 - 7 mm lang, an der Spitze abgerundet

Blütenstiele kahl
Kelchblätter 2 - 2,5 mm lang, 1 mm breit, elliptisch, kahl, die beiden seitlichen ausgesackt

Schoten 15 - 40 mm lang, 1 - 2 mm breit, 
aufrecht abstehend oder dem Stängel angedrückt 

Schoten kahl
Mittelnerv auch im oberen Teil deutlich (an trockenen Früchten mit Lupe!)

Samen rundum geflügelt

 

Stängel zumindest im unteren Teil langhaarig, 

Stängelblätter lanzettlich, bis 80 mm lang, 25 mm breit, 
mit einfachen Haaren und Gabelhaaren 

Stängelblätter ganzrandig oder mit mit bis zu 5 Zähnen jederseits


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängelblätter am Grund sitzend oder schwach stängelumfassend


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Grundblätter rosettig, spatelförmig, bis 80 mm lang, 25 mm breit, ganzrandig oder gezähnt
zur Blütezeit noch vorhanden