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Schachtelhalme mit stumpfen Ähren und weiter Zentralröhre

Junge Äste hängend
Scheidenzähne hellbraun
> 1


Photo und copyright Julia Kruse

Junge Äste aufrecht oder waagrecht
Scheidenzähne oben schwarz
> 2

 

1     Junge Äste hängend, Scheidenzähne hellbraun


Wiesen- Schachtelhalm
(Equisetum pratense)


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

V - VI, Laubwälder
             Gießen bei Wangen
            
in Süddeutschland selten!

Synonyme:
Allostelites pratense
Equisetum drummondii
Equisetum umbrosum

English name:
Meadow Horsetail

Verbreitung in Deutschland:
Schleswig-Holstein und Nordosten zerstreut, 
selten Sachsen, Thüringen, Harz, N-Emsland, oberer Inn; 
Einzelfunde N-Odenwald, Vogelsberg, Fränkische Schweiz, Südschwarzwald 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: R (sehr selten), Bayern: 2 (stark gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 4 (potentiell gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Iceland, Norway, Poland, Sweden, Baltic States, European Russia, Belarus, Ukraine, Crimea, European Russia, Caucasus, Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Japan, China, Korea, Mongolia, Alaska, USA, Canada

 

 

Pflanze 15 - 50 cm groß


Photo und copyright Julia Kruse

Fertile Triebe ergrünend, nur im unteren Teil evt. Äste bildend, fertile Triebe werden oft nur gebildet, wenn Platz und Licht vorhanden sind 

Quirlästige, grüne unfruchtbare Sprosse gleichzeitig mit ährentragenden Sprossen erscheinend, 
Junge Äste hängend, unverzweigt

Ältere Äste waagrecht


Photo und copyright Julia Kruse

Blattscheiden mit 15 - 20 hellbraunen, weiß- hautrandigen Zähnen, so lang wie die Scheidenröhre


Photo und copyright Julia Kruse

Zentralhöhle weit  (Halber Durchmesser  des Stängels)

Rippen der Sprosse mit Silikathöckern

 

 

2      Junge Äste aufrecht oder waagrecht, Scheidenzähne schwarz

Stängel  glatt, kaum gefurcht, ohne Nebenhöhlen
3

Stängel deutlich gefurcht, mit kleinen Nebenhöhlen, 
4

 

3     Stängel ohne Nebenhöhlen, glatt, kaum gefurcht


Teich- Schachtelhalm
(Equisetum fluviatile)

V - VI, Teiche, Röhrichte, Gräben
             Rotmoor bei Isny
             Graben beim Unteren Riedswirtshaus
             Schopflocher Moor

Synonyme:
Equisetum heleocharis Ehrh. (nom. illeg.), 
Equisetum lacustre Opiz, Equisetum limosum L.,
Equisetum maximum Lam. (nom. illeg.), 
Equisetum uliginosum H. L. Mühl. ex Willd

English name:
Water Horsetail

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet, aber streckenweise zerstreut bis selten (Trockengebiete) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania,  Greece, Aegaean Isl.,
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland,  Norway, Poland, Romania, Sweden, asiatic Turkey, S-Iran, Baltic States, European Russia, Belarus, Ukraine, Crimea, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, China, Tibet, Japan, Korea, Mongolia, *New Zealand, Alaska, USA, Canada, St. Pierre et Miquelon

 

 

Pflanze 50 - 150 cm groß

jung ohne quirlige Äste

Ähre stumpf

Zentralhöhle weit (mindestens 4/5 des Stängels), ohne Nebenhöhlen 
Stängel lässt sich gut zusammendrücken

Stängel glatt, kaum gefurcht, Scheidenzähne oft orange

Grüne unfruchtbare Sprosse gleichzeitig mit ährentragenden Sprossen erscheinend

 Ältere Sprosse beastet, Äste waagrecht abstehend

 

 

4     Stängel mit kleinen Nebenhöhlen, deutlich gefurcht

Sprosse regelmäßig quirlästig, Sprossende nicht peitschenartig
Astscheiden gelblich
> 5

Sprosse unregelmäßig quirlästig, Sprossende unverzweigt, peitschenartig
Astscheiden hellbraun
> 6


Photo und copyright Michael Hassler

 

5     Astscheiden gelblich


Ufer- Schachtelhalm
(Equisetum x litorale)

V - VI, Waldwege
             Auwald Reisensburg
             Auwald Offingen, beim kleinen See

Bastard von E. fluviatile und E. arvense

Synonyme:
Equisetum x inundatum

English name:
Littoral horsetail, Shore horsetail

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut Westen, Nordwesten, südliche Oberrheinebene, Sachsen; selten Osten, Mitte; fehlt Südosten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: evtl. zu erwarten [Neophyt], Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: evtl. zu erwarten

Weltweite Verbreitung:
Nordeuropa, Zentraleuropa, 
Westsibirien (bis zum Jenissei), Ostsibirien, USA, Canada

 

 

Pflanze 15 - 50 cm groß
Sprosse aufrecht und regelmäßig quirlästig, Sprossende nicht peitschenartig verlängert,
 
meist keine fertilen Sprosse vorhanden

Beim Aufbrechen des Stängels kein weißer "Darm" sichtbar (Jedes Leitbündel hat einen eigenen Endodermisring), Zentralhöhle weit

  Stängel deutlich gefurcht

Asthülle gelblich
Stängel mit 12 - 14 Rippen

  1. Seitenastinternodium der oberen Seitenäste länger als die zugehörige Blattscheide

1. Seitenastinternodium der unteren Seitenäste kürzer als die zugehörige Blattscheide

 

 

6     Astscheiden braun


Dyces Schachtelhalm
(Equisetum x dycei)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VI, Gräben, Wälder
              Beerfelden

Bastard Equisetum fluviatile x Equisetum palustre

Synonyme:
Equisetum dycei C.N.Page

English name:
Dyce's Hybrid Horsetail

Verbreitung in Deutschland:
nur 2 Fundorte in Deutschland

Gefährdung in Deutschland:
Bisher nicht berücksichtigt

Weltweite Verbreitung:
Germany
England

 

 

Pflanze 15 - 45 cm groß


Photo und copyright Helmut Volk

Sprosse unregelmäßig quirlästig, bildet schwachwüchsige Kleinbestände


Photo und copyright Michael Hassler

Sporenähre fehlend oder sehr klein (ca. 1 cm)
Sprossende lang, unverzweigt, peitschenartig


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel sehr dünn, niederliegend bis halbaufrecht gebogen
deutlich gerieft, Asthülle (= Ochreole) meist dunkelbraun


Photo und copyright Michael Hassler

Beim Aufbrechen des Stängels kein weißer "Darm" sichtbar (Jedes Leitbündel hat einen eigenen Endodermisring), Zentralhöhle weit

 
Photo und copyright
Harald Geier