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Gattung: Weiderich (Lythrum)

Zur Gattung gehören ca. 35 Arten.

Pflanze 50 - 120 cm groß
Blüten groß (Kronblätter 7 - 12 mm), violettrot, quirlständig
> 1

Pflanze 10 - 30 cm groß
Blüten klein (Kronblätter < 6 mm), hellrot, einzeln oder zu 2
> 4

 

1      Blüten quirlständig

Blattbasis gestutzt, gerundet oder +/- herzförmig stängelumfassend
Stängel und Blätter behaart
> 2

Blattbasis keilig,
Stängel und Blätter kahl
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

 

2     Stängel und Blätter behaart


Blut- Weiderich
(Lythrum salicaria)

VII - IX, Ufer, Nasse Wiesen, Gräben
               Teich Lauingen
               Mooswaldseen

Synonyme:
Gewöhnlicher Blutweiderich
Chabraea vulgaris Bub.; Lythron salicarium St. Lag.; Lythrum alternifolium Lorey; Lythrum argyi H. Lév.; Lythrum bocconi Desegl.; Lythrum cashmerianum Royle; Lythrum cinereum Griseb.; Lythrum coronense Schur; Lythrum diffusum Sweet; Lythrum dubium Schult.; Lythrum gracile DC.; Lythrum hexagonum Berchtold ex Opiz; Lythrum intermedium Colla; Lythrum nummulariaefolium Pers.; Lythrum palustre Salisb.; Lythrum propinquum Weinm.; Lythrum pubescens Sweet; Lythrum purshianum Steud.; Lythrum salicaria var. gracilior Turcz.; Lythrum salicaria var. mairei H. Lév.; Lythrum salicaria var. vulgare DC.; Lythrum salicarium St. Leger; Lythrum spicatum S. F. Gray; Lythrum spiciforme Dulac; Salicaria hyssopifolia Moench; Salicaria spicata Lam.; Salicaria vulgaris Moench; Lythrum salicaria var. tomentosum (P. Mill.) DC.; Lythrum tomentosum Miller; Lythrum salicaria f. orgyalis S.Priszter; Lythrum salicaria f. caudatum (Koehne) M. Kitagawa; Lythrum salicaria subvar. caudatum Koehne; Lythrum salicaria var. glabricaule (Koehne) M. Kitagawa; Lythrum salicaria subvar. glabricaule Koehne

English name:
Purple Loosestrife

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, Bulgaria, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland,  Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Crimea, Tunisia, Algeria, Morocco, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia (Turkestan), C-Siberia, Russian Far East, Japan, China, South Australia, Queensland, Victoria, Tasmania, Turkey,Iraq, Turkey, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Lebanon, Syria, Afghanistan, Pakistan, Jammu & Kashmir, 

Eingebürgert in:
*South Africa, *USA, *Canada, *St. Pierre et Miquelon

Mehrere Sorten:
'Robin': Mit hellroten Blüten


 

 

 

Pflanze 50 - 300 cm groß

Blütenstand verzweigt oder unverzweigt

Blüten in Quirlen

Blüten ca. 20 mm im Durchmesser, violettrot

Blüten mit 6 Kron- und 12 Staubblättern

Es gibt drei verschiedene Blütentypen (auf verschiedenen Pflanzen):
Blüten mit langen Griffeln und mittellangen und kurzen Staubblättern
Blüten mit mittellangen Griffeln und langen und kurzen Staubblättern
Blüten mit kurzen Griffeln und langen und mittellangen Staubblättern

Zwischenzähne des Außenkelchs pfriemlich, 2 - 3 mm lang, deutlich länger als die dreieckigen Kelchblätter, Blütenbecher (= Hypanthium) gerippt

Obere Blätter meist gegenständig, +/- sitzend

Aus den Achseln der Blätter entspringen Seitensprosse
Nebenblätter fehlend

Blätter lanzettlich, behaart, Blattbasis gestutzt, gerundet oder +/- herzförmig stängelumfassend

Im unteren Stängelbereich sind die Blätter oft in 3-blättrigen Quirlen

Stängel im oberen Bereich 4-kantig, im unteren meist 6-kantig, behaart


Behaarung einer italienischen Pflanze


Behaarung einer deutschen Pflanze

 

 

3     Stängel und Blätter kahl


Ruten- Weiderich
(Lythrum virgatum)


Photo und copyright Michael Hassler

VII - IX, Zierpflanze, Feuchtwiesen
               Botanischer Garten Regensburg (21.08.2015)
               Illertissen, Staudengärtnerei Gaißmayer

Synonyme:
Lythrum acuminatum Willd.; Lythrum austriacum Jacq.; Lythrum divaricatum Schur; Lythrum elegans Schur; Lythrum lusitanicum Mill.; Pythagorea virgata Rafin.; Salicaria virgata Moench

English name:
European Wand Loosestrife

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig eingebürgert

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, C-Asia, Crimea, Turkey, European Turkey, China, Tibet, 

Eingebürgert in:
*Germany, *Switzerland
*France, 
*USA


 

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten ca. 14 mm im Durchmesser, violettrot
Blüten mit 6 Kron- und 12 Staubblättern


Photo und copyright Michael Hassler

Kelchblätter so lang wie die ca. 1 mm langen Zwischenzähne, bald abfallend
Blütenbecher (= Hypanthium) deutlich gerippt

Untere Blätter gegenständig, mit verschmälerter Basis sitzend


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter und Stängel kahl


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

     Blüten einzeln oder zu 2

Pflanze meist aufrecht, Blätter linealisch
Staubblätter 4 - 6, kürzer als die Kronröhre
> 5

Pflanze niederliegend oder aufsteigend, Blätter eilanzettlich
Blüten mit 12 verschieden langen Staubblätter, von denen einige länger als die Kronröhre sind
> 6

 

5     Blätter linealisch, Staubblätter 4 - 6, kürzer als die Kronröhre


Ysopblättriger- Weiderich
(Lythrum hyssopifolia)

VII - IX, Schlammufer, feuchte Äcker
                Nördlingen
                Georgiopoulos, Kreta (15.05.2016)

Synonyme:
Lythrum adsurgens Greene; Chabraea hyssopifolia Bub.; Hyssopifolia parviflora Opiz; Lythrum glaucum Dulac; Lythrum hyssopifolium Thunb.; Lythrum lineare Bert. ex DC.; Lythrum parviflorum Bast. ex Reichb.; Lythrum prostratum Domb. ex Koehne; Lythrum tenellum Thunb.; Lythrum thymifolia Krock.; Pentaglossum linifolium Forsk.; Salicaria graefferi Hort. Berol. ex Steud.; Salicaria hyssopifolia Lam.; Lythrum hyssopifolium St. Lager; Lythrum graefferi Lodd.

English name:
Hyssop Loosestrife

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut bis selten Flußauen im Osten, Mainfranken, Saar, Oberrheinebene; Einzelfunde anderswo (Donau bei Straubing, Z-Franken etc.) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 2 (stark gefährdet), Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 0 (ausgestorben), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 0 (ausgestorben), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, E-Aegaean Isl., 
Turkey, Egypt, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, Azores, Madeira, Canary Isl., Belgium, Bulgaria, Malta, England, former Czechoslovakia,  Hungary, Poland, Romania, Crimea, Libya, Tunisia, Algeria, Morocco, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, Russian Far East, C-Asia, Chad (Tibesti), Ethiopia, Eritrea, N-Somalia, Cape Prov.

Eingebürgert in:
*Norway, *Sweden,
*Pakistan, *Australia, *South Australia, *Tasmania, *Lord Howe Isl., *Norfolk Isl., *Ecuador, *Chile, *Juan Fdz. Isl., *Argentina, *Brazil, *Uruguay,*USA, *Canada

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß, 
einfach oder vom Grunde an verzweigt, meist aufrecht

Blüten purpurrot, einzeln, achselständig, 

meist 6 Kronblätter

Kronblätter halb so lang wie der Achsenbecher
Staubblätter 4 - 6, kürzer als die Kronröhre

Zwischenzähne größer 1 mm, zur Fruchtzeit aufrecht oder abstehend

Kapsel so lang wie Achsenbecher, Stängel kantig

Untere Blätter gegenständig, obere wechselständig
Blätter lanzettlich, mit 2 Nebenblättern

 

 

6     Blätter eilanzettlich, Staubblätter 12, länger als die Kronröhre


Binsen- Weiderich
(Lythrum junceum)

IV - IX, Ufer, Flussbetten, Moore
              Andora (Italien)
              Georgiopoulis, Kreta (

Synonyme:
Lythrum graefferi Ten.; 
Lythrum meonanthum Steudel; 
Lythrum acutangulum auct. non Lag.

English name:
Creeping Loosestrife

Verbreitung in Deutschland:
In Bayern unbeständig eingebürgert

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Albania, Greece, Crete, E-Aegaean Isl., 
Malta, Tunisia, Algeria, Morocco, Turkey, Cyprus, Egypt, European Turkey, Iran, Israel, Jordania, Lebanon, Sinai peninsula, Syria, Azores, Madeira, Canary Isl.

Eingebürgert in:
*Germany
*Australia, 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß, 
kahl, niederliegend oder aufsteigend

Blüten purpurrot, einzeln, achselständig

Blüten 6 rosafarbenen Kronblättern

Blüten mit 12 unterschiedlich langen Staubblättern, die teilweise aus der Blüte ragen

Der Blütenbecher (= Hypanthium = Außenkelch) trägt 6 dreieckige, häutige, ca. 1 mm große Kelchblätter und und 6 zurückgebogenen Zwischenzähne; im unteren Teil besitzt der Blütenbecher 4 - 7 rote Flecken, am Grund ist er keilig

Untere Blätter +/- wechselständig, eilänglich, 8 - 22 mm lang, länger als breit

Stängel etwas geflügelt, Blätter beiderseits kahl