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Gattung: Anthriscus (Kerbel)

Zur Gattung gehören 12 Arten.

Frucht eiförmig, borstig behaart
> 1


Photo und copyright Paul Busselen

Frucht behaart oder kahl, linealisch
> 2

                              

1     Frucht eiförmig, borstig behaart


Hunds- Kerbel
(Anthriscus caucalis)

V - VI, Ruderalstellen, Äcker
             Prittriching

Synonyme:
Anthriscus scandicina (Weber) Mansf., Anthriscus scandix (Scop.) Asch. non M. Bieb., Anthriscus vulgaris Pers. non Bernh., Caucalis scandicina Weber, Caucalis scandix Scop., Chaerefolium anthriscus (L.) Thell., Scandix anthriscus L., Torilis anthriscus (L.) P. Gaertn. 

English name:
Bur chervil

Verbreitung in Deutschland:
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin mäßig häufig; sehr zerstreut Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, selten N-Baden-Württemberg, Franken; Oberrheinebene in Ausbreitung 

Gefährdung in Deutschland:
Bisher noch nicht berücksichtigt 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, former Yugoslavia,  Albania, Greece, 
England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Ireland,  Netherlands, Hungary, Poland, Romania, Ukraine, Crimea, *Japan, Sweden, Caucasus / Transcaucasus, *Tasmania, Algeria, *Chile, *Argentina, Turkey, Cyprus, European Turkey, Syria, *Madeira, Canary Isl., *USA, *Canada


 

Pflanze 15 - 80 cm groß


Photo und copyright Paul Busselen

Dolden 2 - 6 -strahlig, Hülle fehlend, 
Hüllchen eiförmig, spitz, am Rand gewimpert

Kronblätter seicht ausgerandet, randlich nicht vergrößert

Doldenstrahlen kahl


Photo und copyright Paul Busselen

Frucht eiförmig, in den Schnabel verjüngt, 
mit hakigen Borsten besetzt, Griffel fast fehlend


Photo und copyright Paul Busselen

Blätter randlich und auf der Rhachis
langhaarig, Blattzipfel kurz, mit aufgesetzter Spitze


Photo und copyright Paul Busselen

Blätter 3 - 4- fach fiederschnittig, Blattfiedern eiförmig

Stängel +/- kahl, Blattscheiden zottig behaart

 

 

2     Frucht linealisch, kahl oder behaart

Stängel kahl, Frucht kahl oder behaart
Dolden 2 - 6- strahlig
> 3

Stängel behaart, Frucht kahl
Dolden 8 - 15-strahlig
> 4

                                                                                                                       

3       Dolden 2 - 6 - strahlig


Garten- Kerbel

(Anthriscus cerefolium)

V - VIII, Gartenpflanze
                Omas Garten, Burgau
                Gundelfingen, Wohlhüter Gartenland

Zu den Variationen

Synonyme:
Anthriscus cerefolium var. sativa (Lam.) Endl., Cerefolium sativum Bess., Chaerefolium cerefolium (L.) Thell., Chaerophyllum cerefolium Cr., Chaerophyllum sativum Lam., Scandix cerefolium L., Chaerefolium cerefolium var. sativum (Lam.) Thell., Scandix cerefolium L. 

English name:
Garden Chervil

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt 
Mitte und Süden sehr zerstreut bis selten, Norden nur Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: unbeständig, Hamburg: Neophyt, Hessen: evtl. zu erwarten [Neophyt], Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: evtl. zu erwarten [Neophyt], Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, European Russia, 

Eingebürgert in:
*Germany, *Switzerland,
*Spain, *France, *Italy, 

*Belgium, *England, *Denmark, *Netherlands, Caucasus / Transcaucasus, C-Asia, *Java, Algeria, *Society Isl. (*Tahiti), Turkey, European Turkey, Iran, Iraq, *USA, *Canada, *Greenland


 

 

Pflanze 20 - 70 cm groß

Dolden 2 - 6 -strahlig

 

Blütenblätter verkehrt eiförmig

Frucht linealisch, kahl oder behaart, Griffel länger als das Polster, Doldenstrahlen dicht flaumhaarig, Hüllchen 1 - 5-blättrig

Stängel kahl

Blättchen eiförmig, unterseits oft borstig behaart

 

 

4      Dolden 8 - 15- strahlig

Reife Früchte länger als ihr Stiel
Stängel meist grün
Blätter matt, die beiden untersten
Fiedern viel kleiner wie das übrige Fiederblatt
> 5

Reife Früchte kürzer als ihr Stiel
Stängel meist rot
Blätter glänzend, jede der beiden untersten,
Fiedern fast so groß wie das übrige Fiederblatt
> 6

 

5       Blätter unterseits matt


Wiesen-
Kerbel
(Anthriscus sylvestris)

V - VIII, Wiesen, Wegränder
                überall häufig z.B.  Günzburg Leibi

Zu den Unterarten

Unterschiede zu Chaerophyllum aureum (Gold- Kälberkropf):
Bei Chaerophyllum aureum
- ist der Stängel unter den Knoten verdickt
- sind die Früchte nicht geschnäbelt, 
- ist der Griffel spreizend und die  Hüllchenblätter deutlich gefranst


Döldchen von Chaerophyllum aureum

 

Pflanze 60 - 150 cm groß

Dolden 8 - 15-strahlig, ohne Hülle

Früchte kurz geschnäbelt, Griffel kurz, kaum spreizend
Hüllchen 5 - 8-blättrig, kaum gefranst

Griffel ca. 2 mal so lang wie das Polster

Randblüten vergrößert, Kronblätter nicht bewimpert

Stängel scharfkantig gefurcht, unter den Knoten nicht oder wenig verdickt
kurz steifhaarig, meist grün

Jede der beiden untersten Fiedern kleiner als das übrige Fiederblatt


blau: unterste Fieder
rot: Gesamtes Blatt

Blätter ähnlich dem Gold Kälberkropf, aber: 
Bei Anthriscus sylvestris 
- laufen zumindest einige Blattabschnitte an der Rhachis (=Blattachse) herab
 - ist die Blattspitze tief geteilt

Blätter (unterseits) wenig glänzend

 

 

6       Blätter unterseits glänzend


Glanz-
Kerbel
(Anthriscus nitida)

VI - VIII, Hochstaudenfluren, Wälder
                 Rhön, Basaltsee
                 Albstadt

                 Münsingen, Ulm
                 Blaubeuren, Schelklingen
                 Immenstadt

Synonyme:
Anthriscus nitidus
Anthriscus alpestris ssp. torquata (DC.) Nyman, Anthriscus alpestris Wimm. & Grab., Anthriscus sylvestris ssp. alpestris (Wimm. & Grab.) Gremli, Anthriscus torquata DC., Chaerefolium sylvestre ssp. alpestris (Wimm. & Grab.) Thell., Chaerophyllum nitidum Wahlenb. 

English name:
Glossy-Leaved Parsley

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut Schwäbische Alb, Rhön, Vogelsberg, Alpen, Harz, selten Hegau, SO-Schwarzwald, Einzelfunde Thüringer Wald 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Rheinland-Pfalz: 4 (potentiell gefährdet), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, former Yugoslavia,
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary,  Poland, Romania, Baltic States, Ukraine


 

 

Pflanze 60 - 120 cm groß

Dolden 8 - 15-strahlig, meist ohne  Hüllblatt

Randblüten deutlich vergrößert, nicht bewimpert

Döldchen mit 2 - 6 Früchten, (Grund: Innere Blüten steril!), 
Hüllchen 5 - 8-blättrig, Reife Früchte kürzer als ihr Stiel

Griffel deutlich länger als das Polster

Stängel kahl oder kurz behaart, meist blaurot

Jede der beiden untersten Fiedern fast so groß
wie das übrige Fiederblatt

Blätter ober- und vor allem unterseits glänzend