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Gattung:  Silge (Selinum)

Zur Gattung gehören 13 Arten. 
2 der beschriebenen Arten gehörten früher zur Gattung Brenndolde (Cnidium)

Blattzipfel der oberen Stängelblätter lineal- lanzettlich
> 1

Blattzipfel der oberen Stängelblätter +/- eiförmig
> 2

 

1     Blattzipfel der oberen Stängelblätter lineal- lanzettlich, sitzend


Brenndolden- Silge
(Selinum dubium)

VIII - IX, Feuchte Wiesen, Gebüsche
                 Nördlingen

Synonyme:
Sumpf- Brenndolde
Cnidium dubium, Selinum venosum ssp. venosum, Kadenia dubia (Schkuhr)
Cnidium venosum (G. F. Hoffmann) W. D. J. Koch, Seseli venosum G. F. Hoffmann

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Entlang der Elbe von N-Sachsen bis Hamburg nicht selten, restliches Brandenburg zerstreut in Flußauen, selten N-Thüringen, nördliche Oberrheinebene, Einzelfunde Nördlinger Ries, bei Schweinfurt, SO-Niedersachsen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2- (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 1 (vom Aussterben bedroht), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Czech Republic, Slovakia, Denmark, Hungary, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, Russia

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß


Photo und copyright Harald Geier

Dolden 30 - 40- strahlig

Hülle 0 - 8 blättrig, früh abfallend
Stängel kahl, im oberen Teil rillig

Mit zahlreichen Hüllchen

Früchte fast kugelig, mit breiten, stumpfen Rippen, 2 mm groß


Photo und copyright Harald Geier

Blattzipfel der oberen Stängelblätter lineal- lanzettlich, 
1 - 2 mm breit, mit weißem Stachelspitzchen

Blattstiele der unteren Stängelblätter auf ganzer Länge aufgeblasen, oft den Stängel umgebend

Grundblätter 2 - 3 -fach gefiedert
mit schmalen, langen Fiederabschnitten
Fiederabschnitte +/- sitzend

 

 

2       Blattzipfel der oberen Stängelblätter +/- eiförmig

Dolde mit 15 - 20 Strahlen
Blattzipfel lanzettlich mit weißer  Stachelspitze
Reife Frucht 10-flügelig, Stängel scharfkantig gefurcht
> 3

Dolde mit 20 - 40 Strahlen
Blattzipfel abgerundet oder stachelspitzig
Reife Frucht gerippt, Stängel gerillt
> 4


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

 

3     Stängel scharfkantig gefurcht, fast geflügelt


Kümmel- Silge
(Selinum carvifolia)

VII - VIII, Moorwiesen
                   Leipheimer Moos

Synonyme: 
Seseli carvifolia L.

English name:
Little-leaf Angelica

Verbreitung in Deutschland:
Osten, Mitte und Süden zerstreut, fehlt Niederrhein und Nordwesten, Schleswig-Holstein selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Italy, former Yugoslavia, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Belarus, Ukraine, European Russia, Sweden, W-Siberia, *USA

 

 

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß

Dolden 15- 20- strahlig

Hüllblätter meist bald abfallend

Dolden- und Döldchenstrahlen schwach flaumig
Hüllchenblätter zahlreich

Kronblätter weiß bis rosa, Ränder umgerollt

Frucht länglich eiförmig, 10-flügelig

Stängel scharfkantig gefurcht, fast geflügelt

Blätter 2- 3-fach gefiedert

Blattzipfel lanzettlich mit weißer  Stachelspitze

 

 

4     Stängel gerillt


Silaublättrige Silge
(Selinum silaifolium)


Photo und copyright Michael Hassler

VIII - IX, Hügel, Wälder
                 Obertheres
                 Botanischer Garten Karlsruhe

Synonyme: 
Cnidium silaifolia
Silaublättrige Brenndolde
Apium rigidulum Caruel; Bunium rigidulum Caruel; Carum rigidum Steud.; Cnidium apioides (Lam.) Sprengel; Cnidium apioideum St-Lager; Cnidium athoum Griseb.; Cnidium silaifolium (Jacq.) Simonkai; Cnidium silaifolium Fiori & Paol.; Laserpitium lobelii Vill.; Laserpitium silaifolium Jacq.; Ligusticum apiifolium Desf.; Ligusticum apioides Lam.; Ligusticum cicutifolium Vill.; Ligusticum lobelii Vill.; Ligusticum silaifolium Gaud.; Meum nutans Moench; Meum rigidulum Bertol.; Selinum appianum Pers.; Selinum appuanum Viv.; Selinum peregrinum Willd.; Selinum rigidulum Viv.; Seseli pimpinelloides L.

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Die Art ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts bei Haßfurt (Obertheres) eingebürgert. Sie entstammt offenbar Ansamungen eines ehemaligen Klostergartens und wächst dort zusammen mit Laser trilobum. Sie wurde wahrscheinlich zur Herstellung des Klosterlikörs angebaut. 
Dies ist der einzige Wuchsort in Deutschland. 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Switzerland
France, Italy, former Yugoslavia, Sicily, Albania, Greece, Crete, 
Bulgaria, Romania, *former Czechoslovakia

 

 

Pflanze 60 - 120 cm groß


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Dolden 20 - 40- strahlig, Blüten weiß
Döldchen mit zahlreichen pfriemlichen Hüllchen


Photo und copyright "sophy"  

Hülle 0 - 8 blättrig, früh abfallend
Stängel kahl, im oberen Teil rillig


Photo und copyright "sophy"  

Früchte eiförmig, 4 mm groß, der zurückgebogene Griffel ca. 4mal so lang wie das Griffelpolster


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blattstiele der unteren Stängelblätter nur im unteren Teil aufgeblasen


Photo und copyright "sophy"  

Blätter im Umriss dreieckig


Photo und copyright Axel Dembinski

Blattzipfel gestielt, eiförmig, eingeschnitten
abgerundet oder stachelspitzig, bis 1,5 mm breit, durchscheinend aderig


Photo und copyright "sophy"