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Gänsefußarten ohne himbeerähnlichen Fruchtknäuel

Unterer Teil junger Blätter magentafarben
Zierpflanze
> 1


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter grün oder graugrün, 
höchstens mit rotem Rand
> 2

    

 

1     Unterer Teil junger Blätter magentafarben


Riesen- Gänsefuß
(Chenopodium giganteum)


Photo und copyright Michael Hassler
hier: Sorte 'Magenta Spreen'

VI - IX, Zierpflanze
              Botanischer Garten Würzburg
              Wien, Schlosspark Schönbrunn

Synonyme:
Baumspinat
Chenopodium album subsp. amaranthicolor 
Chenopodium album var. centrorubrum Makino, 
Chenopodium album var. purpurascens (Jacq.) Kuntze
Chenopodium amaranticolor (H.J.Coste & A.Reyn.)
Chenopodium atriplicis L.f., 
Chenopodium bonariense Moq. (nom. invalid.), 
Chenopodium centrorubrum (Makino) Nakai, 
Chenopodium elegantissimum Koidz., 
Chenopodium leucospermum Schrad., 
Chenopodium mairei H.Lév., 
Chenopodium punctulatum Scop., 
Chenopodium purpurascens Jacq., 
Chenopodium purpurascens Gadec.
Chenopodium rubricaule Schrad. ex Moq.

English name:
Tree Spinach

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig eingebürgerter Neophyt

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
N-India, Nepal, Sikkim, Iran,
China (Gansu, Shaanxi, Liaoning, Henan, Hubei, Guizhou, Sichuan, Yunnan, Guangxi)

Eingebürgert in:
*Germany
*France, *Sicily, *Italy, *Greece, *Crete, *E-Aegaean Isl., 
*Malta, *Libya, *Tunisia, *Algeria, *Morocco, *Java, Philippines, *trop. Africa, *Transvaal, *Oranje Free State, *Cape, *Swaziland, *Madagascar,  *Argentina, *Cuba, *Madeira, *Canary Isl.

Wissenwertes:
Die Blätter des Baumspinats können wie Spinat verwendet  oder als Salat gegessen werden. Die kräftigen Stängel werden als Wanderstöcke verwendet

 

Pflanze bis 3 m groß

Blüten in end- und blattachselständigen Knäueln


Photo und copyright Michael Hassler

Junge Blüten anfangs magentafarben, 

später grau, bemehlt


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenrispen zur Fruchtzeit herabhängend

Samen bis 1,5 cm im Durchmesser, Samenschale schwarz, 
mit netzförmigen Linien

Unterer Teil junger Blätter magentafarben

Blätter gestutzt oder keilförmig, gezähnt

vorne meist stumpf, bis 20 cm lang


Photo und copyright Michael Hassler

Blattunterseite schwach bemehlt

 

 

2     Blätter grün oder graugrün, höchstens mit rotem Rand

Stängelblätter 
dreieckig- spießförmig
> 3

Stängelblätter 
am Grund herzförmig
> 4

Stängelblätter
am Grund keilig verschmälert
> 5

                                                            

3     Stängelblätter dreieckig- spießförmig


Guter Heinrich
(Chenopodium bonus- henricus)

VI - IX, Ruderalstellen im Dorf, Wegränder
              Limbach, Gasthof Jehle
              Peterswörth
              Lonetal, Parkplatz

Synonyme:
Blitum bonus- henricus

English name:
Good King Henry, 
Allgood, Fat- Hen, Wild Spinach

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, Nordwesten, Niederrhein und Rheinebene selten oder fehlend 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Switzerland, Netherlands, Hungary, Malta, Norway, Poland, Romania, Spitsbergen, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, *Canada, *USA

Wissenwertes:
Der Gute Heinrich kann als Wildgemüse wie Spinat zubereitet werden. Die Blüten kann man ähnlich wie Brokkoli dünsten

 

Pflanze 20 - 60 cm groß

Meist nur 1 endständiger, grüner Blütenstand aus vielen kurzen Scheinähren, nur am Grund beblättert

Blüten zwittrig oder eingeschlechtlich weiblich
2 - 3 sehr lange und aus der Blüte ragende Narben

Früchte in dichten achselständigen Knäueln

Blätter groß, dreieckig- spiessförmig,
lang gestielt, fast ganzrandig

Stängel mehlig

Wurzel rübenähnlich

 

 

4      Stängelblätter am Grund herzförmig


Stechapfelblättriger Gänsefuß
(Chenopodium hybridum)

VI - IX, Ruderalstellen, Äcker, Gärten
              Kieswall Fetzerwerk beim Emausheim              

Synonyme:
Unechter Gänsefuß
Bastard- Gänsefuß
Chenopodiastrum hybridum

English name:
Maple-Leaved Goosefoot

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber 
Nordwesten, S-Baden-Württemberg, Voralpenland selten, 
fehlt Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: Neophyt, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, *Baleares, France, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, *Finland, Netherlands, Hungary, Malta, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Crimea, European Russia, Ukraine,  *Malta, *Algeria, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Japan, Heilongjiang, Jilin, Liaoning, Nei Mongol, Hebei, Zhejiang, Shanxi, Shaanxi, Ningxia, Gansu, Sichuan, Yunnan, Qinghai, Tibet, Xinjiang, Mongolia, Korea, Turkey, European Turkey, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß
Blütenstand breit rispig verzweigt, unbeblättert


Photo und copyright Michael Hassler

Reife Frucht im Perigon nicht sichtbar

Blätter buchtig gezähnt, vorne zugespitzt,
die größeren am Grund herzförmig

 

 

5     Stängelblätter am Grund keilig verschmälert

Blätter nach Fisch riechend (Hände stinken nach Berührung!)
> 6

 

Blätter +/- geruchlos
> 9

 

                                                                                                  

6     Blätter nach Fisch riechend (Hände stinken nach Berührung!)

Untere Blätter +/- ganzrandig
> 7


Photo und copyright Michael Hassler

Untere Blätter 3- lappig
> 8

 

 

7      Untere Blätter +/- ganzrandig


Stinkender Gänsefuß
(Chenopodium vulvaria)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - IX, Bahnanlagen, Hühnerhöfe, an Mauern
              Günzburg, Knetzgau

Synonyme:
Chenopodium olidum Curt. 

English name:
Stinking Goosefoot

Verbreitung in Deutschland:
Früher weit verbreitet, aber nur Mitte und Südwesten zerstreut, sonst selten; heute nur noch in N-Thüringen/Sachsen-Anhalt regelmäßig, im Restgebiet fast verschwunden 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 1 (vom Aussterben bedroht), Bayern: 2 (stark gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 0 (ausgestorben), Thüringen: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Netherlands, Hungary, Malta, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Crimea, Ukraine, Talysh, Turkestan, Afghanistan, Pakistan, Libya, Tunisia, Algeria, Morocco, NC-Sahara, Tibesti, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Mongolia, *Southern Australia, *New South Wales, *Victoria, Transvaal, Oranje Free State, Natal, Cape, Namibia, Swaziland, Lesotho, *Argentina, *Chile, Turkey, Cyprus, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Oman, Sinai peninsula, Syria, Yemen, Madeira, Canary Isl., *USA

 

 

Pflanze 15 - 60 cm groß, verzweigt,
niederliegend, Hauptspross auch aufsteigend
Pflanze stark nach Fisch stinkend
 (Hände stinken nach Berührung!)


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstände end- und blattachselständig


Photo und copyright Michael Hassler

Reife Frucht im Perigon nicht sichtbar


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter ganzrandig, klein (1 - 3 cm), rhombisch, graugrün, 
da beiderseits dicht bemehlt


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

8      Untere Blätter 3- lappig


Bocks- Gänsefuß
(Chenopodium hircinum)

 

VII - IX, Wegränder, Ruderalstellen
                

Synonyme:
Chenopodium hircinum var. rhombicum

English name:
Foetid Goosefoot

Verbreitung in Deutschland:
In Deutschland unbeständig eingeschleppt

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Brazil, Bolivia; Ecuador; Peru, Argentina; Chile; Paraguay; Uruguay

Eingebürgert in:
*Austria; *Germany
*Hungary; *Poland, *Denmark; *Finland; *Norway; *Sweden; *United Kingdom

 

 

Pflanze 20 - 100 cm groß
stark nach Fisch riechend

Blütenstand langästig, oberwärts tragblattlos

Perigon und Blütenstiele bemehlt
Reife Frucht im Perigon nicht sichtbar

Samen glänzend, stumpfrandig, längs abgeflacht
Samenschale bienenwabenartig grubig

Blätter 3- lappig, Mittellappen fast rechteckig
beiderseits bemehlt

 

 

 

9      Blätter +/- geruchlos

Alle Blätter +/- ganzrandig
> Alle Blätter +/- ganzrandig

Zumindest einige Blätter deutlich buchtig
> Zumindest einige Blätter deutlich buchtig