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Glockenblumen: Blüten sitzend, in knäuligen Köpfen oder Ähren

Blüten in Ähren
Zierpflanze
> 1

Blüten in end- und seitenständigen knäuligen Köpfen

> 2

 

1      Blüten in Ähren


Ähren- Glockenblume

(Campanula spicata)

VI - VII, Fels- und Felsschuttfluren
                Botanischer Garten Tübingen (13.07.2013)

Synonyme:
Keine

English name:
Spiked Bellflower

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Österreich, Schweiz
Italien, Slowenien, Kroatien
Frankreich

 

 

 

Pflanze 15 - 80 cm groß, unverzweigt

Blütenstand = vielblütige Ähre

Blüten blauviolett, 15 - 25 mm lang, meist zu mehreren in einem Blattwinkel sitzend

Griffel mit 3 Narben

Kelch mit stumpfen Buchten, ohne Anhängsel

Stängel rauhaarig, 

Stängelblätter schmal lanzettlich, sitzend
ober- und unterseits dicht behaart

Grundblätter schmal lanzettlich, am Rand wellig, 
keilig in den Stiel verschmälert

 

 

2     Blüten in end- und seitenständigen, knäueligen Köpfen

Ganze Pflanze kahl oder steifhaarig
Unterste Stängelblätter eiförmig, am Grund herzförmig
Griffel die Krone nicht überragend
Kelchblätter spitz, meist kürzer als die halbe Kronröhre
> 3

Ganze Pflanze borstig behaart
Unterste Stängelblätter lanzettlich, am Grund keilig
Griffel die Krone überragend
Kelchblätter stumpf, oft länger als die halbe Kronröhre
> 4

                                                                                                 

3      Ganze Pflanze kahl oder steifhaarig


Knäuel- Glockenblume
(Campanula glomerata)

VI - IX, Trockenrasen
              Kissinger Heide
              Lonetal (Wiese vor der Bärenhöhle)
              Sulzheimer Gipshügel
              Pfronten, Falkenstein

Zu den Unterarten

Synonyme:
Campanula aggregata Willd.; Campanula barbata Spreng.; Campanula betonicifolia Gilib.; Campanula cephalantha Fisch. ex A. DC.; Campanula congesta Roem. & Schult.;  Campanula ortleppi Leveille; Campanula petraea All.; Campanula tubiflora Tausch ex Ledeb.; Campanula vlachovae Orph. ex Boiss.; Marianthemum aggregatum (Willd.) Schrank; Syncodon glomeratum (L.) Fourr.; Weitenwebera glomerata (L.) Opiz

English name:
Clustered Bellflower

Verbreitung in Deutschland:
Mitte und Süden verbreitet, Osten zerstreut, nur Einzelfunde Schleswig-Holstein, Niedersachsen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 3 (gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Deutschland, Österreich, Schweiz
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Netherlands, Hungary, Poland, Romania, Sweden, Bulgaria, Crimea, *Norway, Baltic States, European Russia, Belarus, Ukraine, European Russia, Caucasus, Transcaucasus, Siberia (Altai, Chita, Irkutsk, Krasnoyarsk, Tuva, W-Siberia), Kazakhstan, Uzbekistan, China, Korea, Mongolia, *Alaska, *USA, *Canada

Albino:


 

Pflanze 20 - 60 cm

Blüten violett, groß, in Knäueln
Griffel die Krone nicht überragend

Kelchblätter spitz, meist kürzer als die halbe Kronröhre

Untere Blüten sitzend

Stängel kahl oder dicht steifhaarig

Unterste Blätter eiförmig- lanzettlich

Untere Blätter mit herzförmigem Grund

 

 

4     Ganze Pflanze borstig behaart


Borstige Glockenblume
(Campanula cervicaria)

VI - IX, Feuchte Wiesen
              Schonungen/Main
              Botanischer Garten München (10.07.2016)

Synonyme:
Campanula capitata Schur; Campanula cephalaria, Campanula cerviana Pall.; Campanula dalmatica Tausch; Campanula echiifolia Rupr.; Campanula glomerata var. cervicaria (L.) Kuntze; Campanula ligulata Steud.; Campanula longifolia Schloss. & Vuk.; Syncodon cervicarium (L.) Fourr.; Weitenwebera cervicaria (L.) Opiz

English name:
Bristly Bellflower

Verbreitung in Deutschland:
Früher zerstreut Mitte, Süden und Osten, heute fast überall extrem selten oder verschwunden

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Deutschland: 1 (vom Aussterben bedroht), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 0 (ausgestorben), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 0 (ausgestorben), Rheinland-Pfalz: 1 (vom Aussterben bedroht), Saarland: 0 (ausgestorben), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Deutschland, Österreich, Schweiz
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Bulgaria, Greece, 
Belgium, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Belarus, Crimea, European Russia, Siberia (Altai, Irkutsk, Krasnoyarsk), Kazakhstan, Crimea

 

 

Pflanze bis 80 cm hoch

  

Blüten blauviolett, in Knäueln, endständig

oder achselständig

Griffel die Krone überragend

Kelchblätter stumpf, oft länger als die halbe Kronröhre

Stängel stechend borstig behaart
obere Stängelblätter halbstängelumfassend

Stängel meist unverzweigt, seltener verzweigt
untere Blätter keilförmig in den Stiel verschmälert