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Hahnenfüße mit ungeteilten lanzettlichen Blättern

Kelchblätter zurückgeschlagen
> 1

Kelchblätter anliegend
> 2

                                             

1     Kelchblätter  zurückgeschlagen


  Illyrischer Hahnenfuß
(Ranunculus illyricus)

V – VI,  Sonnige Wiesen, Zierpflanze
               Botanischer Garten Berlin

Synonyme:
Ranunculus alexeenkoi Grossheim; Ranunculus dalmaticus Grossg.; Ranunculus gramineus Habl.; Ranunculus illyricus ssp. tenorei (Jordan) P. H. Davis; Ranunculus meridionalis Grossheim; Ranunculus monspeliacus Georgi; Ranunculus sericous Willd.; Ranunculus tenorei Jordan; Ranunculus tenorii Jord.; Ranunculus tomentosus Moench

English name:
Illyrian Buttercup

Verbreitung in Deutschland:
Selten Z-Sachsen-Anhalt, Sachsen entlang der Elbe
Selten als Zierpflanze für Steingärten und Heidebeete

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 0 (ausgestorben), 
Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Italy, former Yugoslavia, Greece, 
Bulgaria, Crimea, Russia, Caucasus / Transcaucasus, Turkey

Illyrien ist eine Bezeichnung für eine Region im Westen der Balkanhalbinsel.

 

 

 

 

Pflanze 30 – 60 cm groß
ganze Pflanze seidig-wollig behaart

Blüten groß (9 -15 cm im Durchmesser) schwefelgelb

Kelchblätter zurückgeschlagen, auf der Außenseite silberzottig

Nüsschen zusammengedrückt, zahlreich, schmal geflügelt, mit langem geraden Schnabel

Stängelblätter 3- teilig, mit lanzettlichen Abschnitten

Grundblätter 3-teilig oder ungeteilt

 

 

2      Kelchblätter anliegend

Pflanze groß (bis 150 cm)
Blüten groß (20 - 40 mm), Blätter bis 20 cm lang
> 3

Pflanze maximal bis 50 cm groß
Blüten klein (5 - 20 mm), Blätter kleiner
> 4

                                                                                                                       

3      Pflanze groß (bis 150 cm), Blüten groß (20 - 40 mm)


Zungen- Hahnenfuß
(Ranunculus lingua)

VI – VII, Teichränder, Sümpfe, Zierpflanze
                 Weiher bei Lauingen
                 Donaualtarm bei Offingen (30.06.2007)
                 Anhauser Weiher

Synonyme:
Ranunculus longifolius Lam.; Flammula lingua Fourr.;
Ranunculus salicifolius Stokes; Ranunculus schmidtii Schur

English name:
Greater Spearwort

Verbreitung in Deutschland:
Norddeutsche Tiefebene, Nordosten und Schleswig-Holstein zerstreut, Restgebiet sehr zerstreut bis selten, sonst nur wenige Einzelfunde.
Viele der in den Seen rund um Günzburg vorkommenden Pflanzen sind angesalbt!

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 0 (ausgestorben), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece,
Bulgaria, Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Svalbard, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, C-Asia, China, Turkey, European Turkey, Iran, Jammu & Kashmir, India

 

 

 

 

Pflanze 50 - 150 cm groß, 

Blütenstand verzweigt, vielblütig

Blüten dottergelb, glänzend,  3 - 4 cm im Durchmesser

  Kelchblätter behaart, oft gelblich

Früchtchen ca. 1mm lang, mit geradem Schnabel 
(ca. 1/10 so lang wie das übrige Früchtchen)

Stängel kahl oder wenig dicht angedrückt behaart, hohl

Stängelblätter sitzend oder kurz gestielt, lanzettlich

Grundständige Blätter lang gestielt, eiförmig  mit herzförmiger Basis, bis 20 cm lang, 8 cm breit

 

 

4       Pflanze bis max. 50 cm groß, Blüten klein (5 - 20 mm)

Stängel fädlich, kriechend, Blüten einzeln
seltene Uferpflanze am Bodensee
> 5

Stängel aufrecht, vielblütig

> 6

                                                  

5      Stängel fädlich, kriechend


Ufer- Hahnenfuß
(Ranunculus reptans)

V - VIII, offene, kiesige teilweise überschwemmte Ufer
                Botanischer Garten Konstanz
                Botanischer Garten München
                Botanischer Garten Regensburg

                Kressbronn, Tettnang, Bregenz

Anderer Name:
Ranunculus flammula ssp. reptans
Ranunculus filiformis Michx.; 
Ranunculus flagellifolius Nakai; 

English name:
Greater Creeping Spearwort

Verbreitung in Deutschland:
Bodenseeufer, früher isolierte Kolonie bei Bonn am Rheinufer, früher sehr selten Schleswig-Holstein, Brandenburg, S-Mecklenburg

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 1 (vom Aussterben bedroht), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: D (Datenlage unzureichend), Hamburg: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 0 (ausgestorben), Saarland: , Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
France, Italy,
England, ?former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland,  Iceland,  Norway, Poland, Sweden, Baltic States, European Russia, Siberia, Russian Far East, China, Japan, Kuril Isl., Sakhalin, Kazakstan, Mongolia, Alaska, USA, Canada, Greenland, St. Pierre et Miquelon

 

 

Pflanze 5 - 20 cm groß
rasig wachsend

Pflanze +/- niederliegend

Blüten blassgelb, glänzend, 0,5 - 1 cm im Durchmesser

  Früchtchen ca. 1mm lang, mit gebogenem Schnabel 
(ca. 1/3 so lang wie das übrige Früchtchen)

Stängel fädlich, kriechend, an jedem Knoten wurzelnd

Stängelglieder gebogen

Blätter zu 3 - 5 in Büscheln an den Knoten, gestielt, lanzettlich

 

 

 

6        Stängel aufrecht, vielblütig

Pflanze feuchter Standorte
Grundblätter grün, lang gestielt lanzettlich bis breit eiförmig
> 7

Pflanze trockener Standorte
Grundblätter blaugrün, ungestielt, grasähnlich
> 8

 

7     Pflanze feuchter Standorte, Grundblätter, lang gestielt lanzettlich bis breit eiförmig


Brennender Hahnenfuß
(Ranunculus flammula) 

VI – X, Moore, Feuchtwiesen
             Leipheimer Moos
             NSG Schönberg
             Waldbergmoor

Synonyme:
Ranunculus flammula ssp flammula
Flammula ranunculus Fourr.; Ranunculus caespititius Dum.; Ranunculus declinatus Gilib.; Ranunculus filiformis var. ovalis Bigelow; Ranunculus flamma Gren.; Ranunculus flammeus S. F. Gray; Ranunculus flammula f. pilosa J.Gamisans; Ranunculus flammula var. angustifolius Wallr.; Ranunculus flammula var. ovalis (Bigelow) L.D. Benson; Ranunculus flammula var. samolifolius (Greene) L.D. Benson; Ranunculus flammulae Krock.; Ranunculus flammuloides Rafin. ex DC.; Ranunculus lanceolatus Pall. ex DC.; Ranunculus ovatus DC.; Ranunculus petiolaris Marshall; Ranunculus reptans var. ovalis (Bigelow) Torr. & A. Gray; Ranunculus samolifolius Greene; Ranunculus telonensis Robert ex Biria; Ranunculus unalaschcensis Bess. ex Ledeb.

English name:
Lesser Spearwort

Verbreitung in Deutschland:
Fast flächendeckend verbreitet (nur Z-Hessen und N-Rheinland-Pfalz zerstreut bis selten) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: V (Vorwarnliste), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Greece,
Bulgaria, Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine,  Turkey, Algeria, Morocco, Russia, W-Siberia, Victoria, Tasmania, *New Zealand, Azores, Madeira, Jammu & Kashmir, Chumbi, Alaska, USA, Canada, St. Pierre et Miquelon

 

 

 

 

 

 

Pflanze 8 - 50 cm groß, 
oben verzweigt, mit vielen Blüten

Blüten blassgelb, glänzend,
 0,7 - 1,8 cm im Durchmesser

  Kelchblätter anliegend, Stängel rund

Früchtchen ca. 1 mm lang, mit geradem Schnabel, (ca. 1/10 so lang wie das übrige Früchtchen) in +/- rundlichen Köpfchen

Stängel grün oder rot, aufsteigend 
nur an den unteren Knoten wurzelnd

Stängelglieder gerade

Stängelblätter kurz gestielt mit sitzender Scheide, ganzrandig bis schwach gezähnt

Grundblätter, lang gestielt lanzettlich bis breit eiförmig

 

 

8     Pflanze trockener Standorte, Grundblätter, blaugrün, grasähnlich


Grasblättriger Hahnenfuß
(Ranunculus gramineus) 

IV - VI, Trockenrasen, Zierpflanze
               Botanischer Garten München
               Botanischer Garten Berlin
               Botanischer Garten Hamburg

Synonyme:
Ranunculus luzulifolius (Boiss.) Amo; Ranunculus graminifolius Salisb.; 
Ranunculus luzulaefolius (Boiss.) Amo; Xerodera graminea Fourr.

English name:
Grassleaf- Buttercup

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Sardinia, Italy, 
Tunisia, Algeria, Morocco

Siehe auch: http://www.infoflora.ch

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 25 cm groß, 
verzweigt, mit mehreren Blüten

Blüten gelb, 1,5 - 2 cm im Durchmesser

  Kelchblätter anliegend, kahl, Stängel rund

Reife Früchtchen kurz geschnäbelt, einen eiförmigen oder zylindrischen Kopf bildend

Grundblätter, blaugrün, grasähnlich, weniger als 1 cm breit, bis 15 cm lang

Blätter am Grund dicht gedrängt, beim Absterben einen Faserschopf bildend