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Habichtskräuter mit eiförmigen Grundblättern und 2 - 5 Stängelblättern, Köpfchen schwarzdrüsig

Blätter und Stängel klebrig- drüsig, 
Blätter stängelumfassend
> 1

Blätter und Stängel nicht drüsig- klebrig,
Blätter sitzend oder kurz gestielt
> 2

                                  

1     Blätter und Stängel klebrig- drüsig


Stängelumfassendes Habichtskraut
(Hieracium amplexicaule)

VI - VIII, Alpine Felsfluren, an Mauern
                  Ruine Falkenstein
                  Günzburg, Feuerbachstr (cult.)

Synonyme:
Hieracium speluncarum Arvet-Touvet 

English name:
Sticky Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
selten NO-Baden-Württemberg (Bad Wimpfen - ssp. speluncarum), Südschwarzwald (ssp. amplexicaule), Kassel, Thüringen, S-Sachsen, Sachsen-Anhalt, SO-Niedersachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: R (sehr selten), Bayern: 4 (potentiell gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 0 (ausgestorben) [Neophyt], Sachsen: Neophyt, Sachsen-Anhalt: 4 (potentiell gefährdet) [Neophyt], Thüringen: 3 (gefährdet) [Neophyt] 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares (Mallorca), Andorra, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Montenegro, Albania, Greece, 
England,  Netherlands, Morocco, Liechtenstein

 

 

 

 

Pflanze 5 - 50 cm groß

Blütenstand hoch gabelig, mit 5 - 25 Köpfchen
gesamte Pflanze klebrig drüsig

Blüten hell- bis sattgelb

mit gewimperten Blütenzähnen

Hülle eikugelig, hell- bis olivgrün

Hüllblätter locker anliegend bis etwas abstehend, schmal, langspitzig, schwarz drüsig

Stängel drüsig, 3 - 6 Stängelblätter, alle stängelumfassend

Obere Stängelblätter eiförmig, untere spatelig

Grundblätter gezähnelt bis buchtig gezähnt

Grundblätter spatelig bis lanzettlich,

 

 

2      Blätter und Stängel nicht klebrig- drüsig

Blätter blaugrün, gefleckt
> 3

Blätter grün, gefleckt oder ungefleckt
> 4

 

3     Blätter gefleckt


 Geflecktes Habichtskraut
(Hieracium maculatum)

V - VII, Wälder, Halbtrockenrasen, Ruderalstellen
               Karlstadt, Stadtmauer
               Schelingen, Steinbruch (Kaiserstuhl)

               Giengen
               Neresheim

Synonyme:
Hieracium spilophaeum

English name:
Spotted Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Franken, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, zerstreut Bayern, Nordrhein-Westfalen, S-Sachsen, S-Sachsen-Anhalt, selten Brandenburg, SO-Niedersachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: D (Datenlage unzureichend), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Italy, Croatia, 
Azerbaijan, Belgium, Bulgaria, Czech Republic, England, Hungary, Liechtenstein, N-Caucasus, Netherlands, Poland, Romania, Slovakia, Transcaucasus, Turkey, Ukraine

 


                

 

Pflanze 30 - 80 cm groß
mir 3 - 5 Stängelblättern

Köpfchenstand lockerrispig, 
mit 5 - 8 Ästen und 10 - 20 Köpfchen

Blüten gelb, Griffel gelb, oliv oder dunkel

Zungenblüten oft gewimpert

Köpfchen eiförmig, Hüllblätter anliegend, haarlos, reich schwarzdrüsig

Ächänen rot oder kastanienbraun

 

Stängel meist behaart, obere Stängelblätter sitzend

Untere Stängelblätter +/- gestielt

Grundblätter 2 - 5, meist rötlich gefleckt

Grundblätter in den Stiel verschmälert

Blätter unterseits oft auch rötlich gefleckt

 

 

4       Blätter gefleckt oder ungefleckt

Obere Stängelblätter am Rand oft drüsig
Korb dick, mit langen Drüsenhaaren, meist flockenlos
Alpine Pflanze
> 5

Obere Stängelblätter nie drüsig
 Korb schmaler, mit kürzeren Drüsenhaare, oft etwas flockig

> 6

 

5     Blattrand zerstreut mit Drüsenhaaren


 Boccone- Habichtskraut
(Hieracium bocconei)

VI - VIII, Alpine und subalpine Hochstaudenfluren,
                 Silikat- Zwergstrauchheiden
                 Rofenhöfe, Österreich

Zwischenform Hieracium lachenalii - Hieracium alpinum

Synonyme:

English name:
Mountain Hawksweed

Nome italiano: 
Sparviere di Boccone

Verbreitung in Deutschland:
Selten Allgäu 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: D (Datenlage unzureichend), 
Bayern: D (Datenlage unzureichend) 

Weltweite Verbreitung:Au Ga He It Ju
?Germany, Austria, Switzerland
France, Italy, former Yugoslavia

 

 

 

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß

Köpfchenstand locker rispig mit 3 - 5 Ästen und 3 - 8 Köpfchen

Blütenzähne meist gewimpert

Hülle zylindrisch bis kugelig,
Hüllblätter anliegend, haarlos

Korb dick, mit langen Drüsenhaaren

Stängelblätter 4 - 8,
untere gestielt, obere sitzend, eilanzettlich, gezähnt
nach oben kleiner werdend (dekreszierend)

 

Pflanze ohne Läufer, Grundblätter in den Stiel verschmälert

 

Grundblätter 0 - 5, gras- bis graugrün
gezähnt oder lang gezähnt, langsam in den Stiel verengt

Blätter am Rand zerstreut drüsenhaarig

Stängel zerstreut bis mäßig drüsig

 

 

6      Blattrand ohne Drüsenhaare

Pflanze mit 3 - 5 Stängelblättern,
Blätter gras- bis dunkelgrün
Hülle reich schwarzdrüsig, kaum behaart
Köpfchenstiele und Äste reich schwarzdrüsig
> 7

Pflanze mit 1 - 4 Stängelblättern
Blätter blau- oder lauchgrün
Hülle schwarzdrüsig, behaart
Köpfchenstiele und Äste nicht schwarzdrüsig
> 8

Pflanze mit 1 - 4 Stängelblättern
Blätter blaugrün
Hülle arm schwarzdrüsig, deutlich behaart
Köpfchenstiele und Äste kaum schwarzdrüsig
> 9


Photo und copyright Harald Geier

 

7     Hülle reich schwarzdrüsig, kaum behaart


 Gewöhnliches Habichtskraut
(Hieracium lachenalii)

VI - VIII, Laubwälder, Straßenränder, Bahnanlagen
                 Mauern, Ruderalstellen
                 Bad Dürkheim, Limburg
                 Leipheim, Donauufer nähe Staustufe

Synonyme:
Hieracium vulgatum

English name:
Lachenal's Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, nur Nordwesten zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Andorra, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, 
Belarus, Belgium, Bulgaria, Czech Republic, Denmark, England, Estonia, European Russia, Hungary, Ireland, Kaliningrad region, Latvia, Liechtenstein, Lithuania, Caucasus, Netherlands, European Russia, Northern Ireland, Norway, Poland, Portugal, Romania, Slovakia, Sweden, Transcaucasus, Turkey, Ukraine

 

 

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß

Köpfchenstand langästig d.h. Äste entspringen z.T. aus den Blattachseln der unteren Stängelblätter, mit 3 - 5  Ästen und 5 - 25 Köpfchen

Köpfchenstiele und Äste haarlos, etwas flockig, reich schwarzdrüsig

Blüten gelb, Griffel gelb oder oliv

Hülle zylindrisch,
Hüllblätter anliegend, haarlos, reich schwarzdrüsig

Ächänen dunkelbraun bis schwarz

 

Stängelblätter 3 - 5, untere gestielt, obere sitzend, eilanzettlich, gezähnt
nach oben kleiner werdend (dekreszierend)

Pflanze ohne Läufer, Grundblätter in den Stiel verschmälert

Grundblätter 2 - 5, lang gestielt, gras- bis dunkelgrün, gezähnt

Blätter gefleckt oder ungefleckt

Blattoberseite und Blattrand spärlich bis reichlich behaart

Blattunterseite

 

 

8      Hülle schwarzdrüsig, behaart


 Lotwurzblättriges Habichtskraut
(Hieracium onosmoides)

V - VII, Felsen, Eichenwäldern, Straßengräben
              Günzburg, Feuerbachstr. (wahrscheinlich eingeschleppt)

Zu den Unterarten

Zwischenform Hieracium lachenalii - Hieracium schmidtii

Synonyme:
Hieracium buglossoides Arv.; Hieracium crinulifolium Arv.-Touv.; Hieracium furcellatum Fries; Hieracium intricatum var. subrude Arv.-Touv.; Hieracium microglossum Arv.-Touv.; Hieracium sanctae-balmae Arv.-Touv.; Hieracium saxifragum Fries grex onosmoides (Fries) S. Bräutigam & V. Bräutigam; Hieracium saxifragum ssp. subrude (A.-T.) S. Bräutigam & V. Bräutigam; Hieracium sphaerianthum Arv.-Touv.; Hieracium subrude (Arv.-Touv.) Arv.-Touv.

Nome italiano: 
Sparviere simile all'onosma

Nom francais:
Épervière fausse orcanette

Verbreitung in Deutschland:
Selten Franken, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen, S-Thüringen, Harz, Sachsen-Anhalt; Altfund mittlere Oberrheinebene 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 0 (ausgestorben), Hessen: G (gefährdet, Status unklar), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: G (gefährdet, Status unklar) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Andorra, France, Corsica, Italy, 
Norway, Sweden, Czech Republic, Slovakia

 

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß
ohne Läufer

Köpfchenstand gabelig, teilweise bis zum Stängelgrund langästig
mit 2 - 5 Ästen und jeweils 4 - 10 Köpfchen

Köpfchenstiele und Äste haarlos, etwas flockig, kaum schwarzdrüsig

Blüten gelb, Griffel gelb oder oliv

Hülle zylindrisch,
Hüllblätter anliegend, reich schwarzdrüsig, 

Ächänen dunkelbraun bis schwarz

Stängelblätter 1 - 4, nach oben kleiner werdend (dekreszierend),
untere gestielt

Obere Stängelblätter sitzend

Grundblätter 2 - 5, lang gestielt, blau-, grau- oder lauchgrün, gezähnt

Grundblätter in den Stiel verschmälert
Blattoberseite +/- kahl oder zerstreut kurzborstig

Blattrand mäßig bis reichlich steifborstig

 

 

9     Hülle arm schwarzdrüsig, deutlich behaart


 Steinbrech- Habichtskraut
(Hieracium saxifragum)


Photo und copyright Harald Geier

VI - VIII, Wälder, Fels- und Schuttfluren
                 Tauberbischofsheim

Zwischenform Hieracium lachenalii - Hieracium schmidtii

Synonyme:
Hieracium chrysoglossum Arv.-Touv. & G. Gaut.; Hieracium geminiflorum Arv.-Touv. & G. Gaut.; Hieracium saxifragum ssp. chrysoglossum (Arv.-Touv. & Gaut.) Zahn; Hieracium saxifragum ssp. geminiflorum (Arv.-Touv. & Gaut.) Zahn; Hieracium saxifragum ssp. guillonianum (Arv.-Touv.) Zahn; Hieracium saxifragum ssp. saxifragum Fries; Hieracium saxifragum ssp. sempronianum (Favrat) Zahn; Hieracium saxifragum ssp. tolosanum (Arv.-Touv.) Zahn; Hieracium saxifragum ssp. venustum (Arv.-Touv.) Zahn; Hieracium sempronianum Wolf. ex Favrat; Hieracium tolosanum Arv.-Touv.; Hieracium venustum Arv.-Touv.

English name:
Saxifrage Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Rheinland-Pfalz, selten Franken, Hessen, S-Thüringen, Lausitz, Harz, S-Sachsen-Anhalt, Altfunde N-Eifel 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: 0 (ausgestorben), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: R (sehr selten), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland, 
Spain, Andorra, France, Corsica, Italy, 
England, Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Poland, Czech Republic, Hungary, Estonia, NEuropean Russia

 

 

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß

 

Köpfchenstand hoch gabelig bis locker rispig,
mit 3 - 6 Ästen und 5 - 10 Köpfchen

Blüten gelb, Blütenzähne kahl, Griffel gelb oder oliv

 

Hülle breit eiförmig, 10 - 12 mm lang
deutlich behaart, arm schwarzdrüsig, Köpfchenstiele arm schwarzdrüsig


Photo und copyright Harald Geier

Stängelblätter 2 - 4, untere gestielt, obere sitzend, eilanzettlich, gezähnt


Photo und copyright Harald Geier

Grundblätter 2 - 5, lang gestielt, blaugrün, gezähnt, ungefleckt


Photo und copyright Harald Geier

Blattoberseite und Blattrand spärlich bis reichlich borstig behaart


Photo und copyright Harald Geier