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Gattung:  Pestwurz (Petasites)

Zur Gattung gehören ca. 20 Arten.

Hüllblätter und Stängelblätter grün
> 1

Hüllblätter und Stängelblätter rötlich
> 4

                                              

1       Hüllblätter und Stängelblätter grün

Blüten weiß, Hülle drüsig
Alpenpflanze
> 2

Blüten hellgelb, Hülle fast kahl
Dünenpflanze, Flussufer
> 3


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

 

2     Blüten weiß, Hülle drüsig


Weiße Pestwurz 
(Petasites albus)

IV - V, Wälder
             Hellengerst bei Kempten
             Pfänder (27.04.2008)

Synonyme:
Tussilago alba L. 

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Alpen, Alpenvorland, Schwarzwald, Bayerischer Wald, Erzgebirge, Thüringer Wald, Lausitz, Harz, Rhön;
Zerstreut Fränkische Alb, Niederbayern, Schwäbische Alb, Süderbergland; 
Selten bis Einzelfunde restliche Mittelgebirge (Eifel, Vogelsberg, Harzvorland)

English name:
White Butterbur

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, 
Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht),Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 4 (potentiell gefährdet), Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet), 
Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Switzerland, Austria,
France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania,
*Faeroe Isl., *England, *Ireland, *Northern Ireland, Norway, Sweden,  Denmark, Netherlands, Belgium,  Liechtenstein,  Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary,  Romania, Bulgaria, Estonia, Kaliningrad region, Ukraine, N-Caucasus, Transcaucasus, Turkey, *India

 

Pflanze 10 - 40 cm groß (fruchtend bis 80 cm)

Röhrenblüten weiß
Hülle drüsig

Stängel mit grünen Schuppen

Traube später verlängert

Blätter gleichzeitig mit den Blüten erscheinend, 
rundlich, stachelspitzig gezähnt

 

 

3     Blüten hellgelb, Hülle fast kahl


Filzige Pestwurz
(Petasites spurius)


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

IV - V, Dünen der Küsten, Sandige Flussufer
             Berlin

Synonyme:
Petasites tomentosus DC., 
Tussilago spuria Retz.

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut entlang der unteren Elbe, 
NO-Brandenburg, 
Ostseeküsten (vor allem Vorpommern)

English name:
Woolly Butterbur

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Germany,
Denmark, Sweden, Finland, Estland

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Röhrenblüten hellgelb, Hülle nicht drüsig

 

Stängel im oberen Teil filzig behaart

 

Köpfchen zunächst dicht gedrängt, später in verlängerten Trauben


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blattspreite dreieckig, 25 - 50 cm breit
anfangs filzig behaart, später verkahlend+/-, ohne Zähne,
Lappen am Blattgrund auseinanderstehend


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blätter unterseits weißfilzig


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Die Pflanze vermehrt sich vegetativ mit Hilfe ihres Wurzelstockes

 

 

 

4      Hüllblätter und Stängelblätter rötlich

Hüllblätter fast bis zur Spitze behaart, spitz
Blätter meist länger als breit
Blattunterseite schneeweiß
> 5

Hüllblätter nur am Grund behaart, stumpf
Blätter meist breiter als lang
Blattunterseite graufilzig
> 6

        

5      Blattunterseite schneeweiß


Alpen- Pestwurz 
(Petasites paradoxus)

IV - V, Geröllfluren
             Lechheide bei Staustufe 18 (Hurlach)
             Ofterschwanger Horn
             Lechstaustufe bei Prittriching

Synonyme:
Petasites niveus (Vill.) Baumgarten, 
Tussilago paradoxus Retz

English name:
Alpine Butterbur

Verbreitung in Deutschland:
Alpen und Alpenvorland mäßig häufig
Einzelfunde Passau und S-Frankenalb 

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), 
Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Switzerland, Austria, 
Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina
Liechtenstein

 

Pflanze 15 - 60 cm groß

Krone rötlich, im Frühjahr erscheinend
Stängelblätter rötlich

Hüllblätter fast bis zur Spitze behaart, spitz

Früchte mit Pappus

Junge Blätter oberseits filzig

Blattunterseite schneeweiß (Blatt während der Blüte im Frühjahr)

Blätter im Sommer oberseits glänzend

Blätter bis 0,5 m groß

Blätter meist länger als breit, buchtig gezähnt

Blattrand gezähnt

Blattunterseite schneeweiß (Blatt im Sommer)

Blattstiel nicht gerillt, filzig behaart

 

 

6     Blattunterseite graufilzig


Rote Pestwurz 
(Petasites hybridus)

IV - V, Ufer, nasse Wiesen, Wegränder
             Auwald Günzburg

Synonyme:
Gewöhnliche Pestwurz
Petasites officinalis Moench, Tussilago hybrida L., Tussilago petasites L. 

English name:
Common Butterbur

Verbreitung in Deutschland:
In allen Bundesländern weit verbreitet

Gefährdung in Deutschland:
Ungefährdet in allen Bundesländern

Weltweite Verbreitung:
Germany, Switzerland, Austria, 
Spain, France, Corsica, Italy,  Sicily, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, 
Romania, Bulgaria, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland,  Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, European Turkey, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß

Blüten eingeschlechtlich und meist zweihäusig
Es sind zwar Griffel und Staubbeutel vorhanden, aber es ist nur entweder Griffel oder Staubgefäße funktionsfähig (hier: weibliche Blüte)

Die kurz gestielten männlichen Blüten sind fast doppelt so lang wie die lang gestielten weiblichen
hier: männliche Blüten, in der Mitte eine weibliche

Hüllblätter nur am Grund behaart, stumpf

Traube nach der Blüte stark verlängert

aus den weiblichen entwickeln sich kleine Pusteblumen

Stängel mit rötlichen Schuppenblättern

Stängel im Querschnitt rund

Blätter im Sommer erscheinend, rhabarberähnlich, bis 1 m groß, oft breiter als lang

Blattunterseite graufilzig

Blattstiel behaart