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Große Beifußarten mit oberseits +/- kahlen Blättern und breiten Blattabschnitten

Fiederabschnitte der oberen Stängelblätter ganzrandig
> 1


Photo und copyright Günther Blaich

Fiedern der oberen Stängelblätter gesägt oder gezähnt
> 2

 

1      Fiedern der oberen Stängelblätter ganzrandig


Kamtschaka- Beifuß
(Artemisia verlotiorum)


Photo und copyright Michael Hassler

IX - XI, Ruderalstellen, Ufer, Weinberge
              Botanischer Garten Mainz
              Burgau
              Augsburg
              Mannheim

Synonyme:
Ostasiatischer Beifuß
Verlot- Beifuß
Artemisia vulgaris ssp. verlotorum

English name:
Chinese Mugwort

Verbreitung in Deutschland:
Baden-Württemberg, Vorderpfalz und Bayern sehr zerstreut, Einzelfunde Sachsen, Kölner Bucht 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: R (sehr selten), Hamburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: unbeständig, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Morocco, Algeria, Latvia, Ukraine, Crimea, Transcaucasus, Turkey, Jordania, Lebanon, Syria, C-Asia, China, Taiwan,  Jammu & Kashmir, India, Pakistan, Nepal

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*Portugal, *Spain, *Baleares (*Ibiza & Formentera), *Andorra, *France, *Corsica, *Sardinia, *Sicily, *Italy, *Slovenia, *Croatia, *Greece, 
*England, *Belgium, *Liechtenstein, *Poland, *Czech Republic, *Slovakia, *Madeira, *Queensland, *New South Wales, *Victoria, *Argentina, *Brazil, *Uruguay, *Paraguay, *Mauritius, *Réunion, *Rodrigues, 

 

 

 

 

Pflanze 150 - 250 cm groß, Blütezeit Oktober bis November
aromatisch riechend, mit unterirdische Ausläufer (mit Kolonien)


Photo und copyright Jean Tosti

Blütenköpfe in einer schmalen, stark beblätterten Rispe mit kurzen Seitenästen


Photo und copyright Günther Blaich

Äußere Hüllblätter linealisch, verkahlend


Photo und copyright Jean Tosti

Fiedern der oberen Stängelblätter ungeteilt, lineal bis lanzettlich oder 3-spaltig


Photo und copyright Günther Blaich

Endfieder bis zu 9 cm


Photo und copyright Günther Blaich

Blätter auf der Oberseite mit weißen, sitzenden Drüsen

 

 

2       Fiedern der oberen Stängelblätter tief gesägt

Köpfchen eiförmig, filzig behaart
Häufige Ruderalpflanze
> 3

Köpfchen kugelig, kahl
Seltene Neophyten
> 4


Photo und copyright Julia Kruse

 

3      Köpfchen eiförmig, filzig behaart


Gewöhnlicher Beifuß
(Artemisia vulgaris)

VII - IX, Ruderalstellen, Ufer
               verbreitet z.B.
               Reisensburg
               Lonetal

Synonyme:
Artemisia coarctata Forselles, Absinthium vulgare Dulac.; Artemisia affinis Hassk.; Artemisia apetala Hort. Pest. ex Steud.; 

English name:
Common Mugwort

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Andorra, France, Corsica, Sardinia, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, 
England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, European Turkey, Algeria, Tunisia, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, Siberia, C-Asia, Turkey, Iran, China, Afghanistan, Japan, Mongolia, 

Eingebürgert in:
*Costa Rica, *Haiti, *Java, *Fiji, *Christmas Isl. (Austr.), *Thailand, *Micronesia (*Ulithi, *Woleai, *Satawal), *Northern Marianas (*Agrihan, *Anatahan), *Palau Isl., *Southern Marianas (*Guam), *Hawaii (*Kauai, *Oahu, *East Maui, *Hawaii Isl.), Burma (Kachin, Mandalay, Mon, Shan), *Greenland, *Canada, *USA

 

 

 

 

Pflanze 60 - 250 cm groß
unangenehm riechend, ohne unterirdische Ausläufer 
(keine Kolonien), Blütezeit Juli - September

Blütenköpfe in einer wenig beblätterten Rispe mit langen Seitenästen

Blütenköpfchen weißlich-grau, 

Blüten gelblich gelblich oder rotbraun, 2,5 - 3,8 mm lang

Äußere Hüllblätter eiförmig, filzig

Hochblätter ganzrandig, lanzettlich

Fiedern der oberen Stängelblätter tief gesägt
Endfieder selten länger als 4 cm

Blattunterseite graufilzig

 

 

4       Köpfchen kugelig, kahl

Blätter einfach gefiedert, 
mit langen, scharf gesägten Fiederabschnitten
> 5


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Blätter 2 - 3- fach regelmäßig kammförmig gefiedert, Fiederchen stehen im 90 °- Winkel
> 6


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter 2- 3 fach unregelmäßig gefiedert
Fiederchen stehen meist nicht im 90°- Winkel
> 7

 

5     Blätter einfach gefiedert, mit langen, scharf gesägten Fiederabschnitten


Zweijähriger Beifuß
(Artemisia biennis)


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

VIII - X, Ruderalstellen, Flussufer
                

Synonyme:

English name:
Biennial Wormwood

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
China, Tibet, Afghanistan, Kazakhstan, Mongolia, Caucasus, Iran, Turkey, Turkey, Iran, Jammu & Kashmir, India, Sikkim, Nepal, Pakistan, Pakistani Kashmir, Canada, Alaska, USA

Eingebürgert in:
*Switzerland, *Germany, 
*Portugal, *Spain, *France, *Italy, 
*Latvia, *Ukraine, European Russia, Transcaucasus, *England, *Ireland, *Northern Ireland, *Norway, *Finland, *Denmark, *Netherlands, *Belgium, *Poland, *Czech Republic, 

 

 


 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß
 +/- kahl, ohne nicht blühende Triebe, schwach aromatisch


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Blüten in schmaler Doppeltraube oder Rispe


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Köpfchen fast sitzend, aufrecht, 2,5 - 3 mm im Durchmesser
Hüllblätter schmal hautrandig


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Stängelblätter einfach fiederschnittig, mit langen, scharf gesägten Fiederabschnitten, 
Zähne weit voneinander entfernt


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Mit kleinen Lappen zwischen den Hauptabschnitten der Blätter


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

Stängel rundlich, kahl


Photo und copyright Matt Lavin, Montana State University

 

 

6     Blätter 2 - 3- fach regelmäßig kammförmig gefiedert  oder fiederschnittig, Fiederchen stehen im 90 °- Winkel


Schlitzblättriger Beifuß
(Artemisia laciniata)


Photo und copyright Michael Hassler

VIII - X, Salzwiesen, Solgräben
                Altfunde im Artener Solgraben
                Botanischer Garten Tübingen

Synonyme:
Artemisia laciniatiformis, Artemisia libanotis, Artemisia macrobotrys

English name:
Siberian Wormwood

Verbreitung in Deutschland:
Altfunde Z-Sachsen-Anhalt 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 0 (ausgestorben), 
Hamburg: unbeständig, Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben), Thüringen: 0 (ausgestorben) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, +Germany, 
Tchech Republic, Sweden, 
Sibiria, Mongolia, Kyrgyzstan, Tajikistan, Russia, Japan
USA, Alaska, Canada

 

 

 


 

 

Pflanze 10 - 50 cm groß
 
+/- behaart, am Grund mit nichtblühenden Trieben, geruchlos

Gesamtblütenstand schmal rispig, mit kurzen Ästen

Köpfchen ± kugelig, 3 - 4 mm Durchmesser, fast sitzend, Röhrenblüten gelb


Photo und copyright Michael Hassler

Hüllblätter breit hautrandig

Blätter in 6 - 9 rechtwinklig zur Blattachse stehenden Fiederpaaren, fast kahl, untere 2- fach gefiedert, am Grund ohne Öhrchen, Blattzipfel lanzettlich, 1-1,5 mm breit


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

7     Blätter 2- 3 fach unregelmäßig gefiedert oder fiederschnittig, Fiederchen stehen meist nicht im 90°- Winkel

Pflanze nicht säulenförmig wachsend, Köpfchen lang gestielt, nickend
Blattrhachis ohne Lappen zwischen den Hauptabschnitten der Blätter
> 8


Photo und copyright Julia Kruse

Pflanze säulenförmig wachsend, Köpfchen fast sitzend, aufrecht
Blattrhachis mit kleinen Lappen zwischen den Hauptabschnitten der Blätter
> 9


Photo und copyright Martina Sojneková

 

8      Köpfchen lang gestielt, nickend


Einjähriger Beifuß
(Artemisia annua)

VIII - X, Ruderalstellen, Heilpflanze
               Öhringen
                Darmstadt

Synonyme:
Artemisia chamomilla C. Winkler; Artemisia exilis Fisch. ex DC.; Artemisia hyrcana Spreng.; Artemisia plumosa Fisch. ex Bess.; Artemisia stewartii C. B. Clarke; Artemisia suaveolens Fisch.; Artemisia wadei Edgew.

English name:
Sweet Annie

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt
Sachsen-Anhalt und entlang Elbe zerstreut bis mäßig häufig, restliches Gebiet Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: unbeständig, Bayern: unbeständig, Berlin: unbeständig, Brandenburg: unbeständig, Hamburg: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: unbeständig, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece,
Romania, Bulgaria, European Turkey, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, Turkestan, China, Taiwan, Tibet, Mongolia, Turkey, Cyprus, European Turkey, Iran, Syria, Afghanistan, Pakistan, 

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*Spain, *France, *Corsica, *Sicily, *Italy, *Slovenia, 
*England, *Denmark, *Belgium, *Liechtenstein, *Poland, *Czech Republic, *Slovakia, *Hungary,  *Japan, Java, *Peru - middle Andes, *Argentina, *Burma, *Jammu & Kashmir, *Canada, *USA

Verwendung:
Artemisia annua findet bei der Behandlung von Malaria, Blähungen, Durchfall, Erkältungen, Fieber, Krebs und  Menstruationsbeschwerden Verwendung und wird in China schon seit 2000 Jahre als Heilpflanze genutzt


 

 

Pflanze 50 - 200 cm groß,
nicht säulenförmig, beim Zerreiben aromatisch riechend

Blüten in reich verzweigter Rispe


Photo und copyright Julia Kruse

Blütenköpfe kugelig, nickend, > 2 mm


Photo und copyright Julia Kruse

Röhrenblüten gelb


Photo und copyright Kristian Peters (GFDL)

Stängel +/- kahl, deutlich gerillt

Blätter fein 2 - 3 fach gefiedert, Fiederchen staubgrau, kahl
meist nicht im 90°- Winkel abstehend

Endabschnitte fiederspaltig oder ganzrandig


Photo und copyright Julia Kruse

Zwischen den Hauptabschnitten der Blätter ohne kleine Lappen


Photo und copyright Julia Kruse

Untere Blätter zur Blütezeit abgestorben

 

 

9       Köpfchen fast sitzend, aufrecht


Armenischer Beifuß
(Artemisia tournefortiana)


Photo und copyright Martina Sojneková

VIII - X, Ruderalstellen, Autobahnen
                Botanischer Garten Braunschweig

Synonyme:
Artemisia armeniaca, Artemisia canescens, Artemisia pinnatifida

English name:
Armenian Wormwood

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt 
Selten W- und NW-Sachsen; Einzelfunde Ruhrgebiet, Altfunde Thüringen, Oberrheinebene 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: unbeständig, Hamburg: unbeständig, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Iran, Afghanistan, Armenien, Turkey, C- Asia

Eingebürgert in:
Germany,
Portugal, Italy, 
Ukraine, Latvia

Siehe auch: "Artemisia tournefortiana als neue Autobahnpflanze"

 

 

 

Pflanze 50 - 250 cm groß
 säulenförmig wachsend, +/- kahl, ohne nicht blühende Triebe, geruchlos

Blüten in schmaler Doppeltraube oder Rispe, endständig 
oder aus den Achseln der Blätter entspringend


Photo und copyright Martina Sojneková

Köpfchen fast sitzend, aufrecht, 2,5 - 3 mm im Durchmesser
Hüllblätter breit hautrandig


Photo und copyright Martina Sojneková

Stängelblätter 2-fach fiederteilig, ihre Endabschnitte länglich- elliptisch,
Blatthachis mit kleinen Lappen zwischen den Hauptabschnitten der Blätter


Photo und copyright Martina Sojneková