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Habichtskräuter mit vielen Stängelblättern und +/- kahlem  Köpfchen

Köpfchenstand im oberen Teil doldig, darunter noch weitere Äste
> 2

Köpfchenstand rispig
9

 

2     Köpfchenstand zumindest im oberen Teil doldig

Obere Stängelblätter mit verschmälertem Grund
Hüllblätter kahl, deutlich zurückgebogen
> 3

Obere Stängelblätter mit breitem Grund sitzend
Hüllblätter nicht oder undeutlich zurückgebogen
> 4

                           

3      Äußere Hüllblätter deutlich zurückgebogen


 Dolden- Habichtskraut
(Hieracium umbellatum)

VIII - X, Laubwälder, Trockenrasen, Straßenränder
                Hohentwiel
                Badberg, Kaiserstuhl
                Botanischer Garten München
               
Günzburg

Synonyme:
Hieracium cordifolium Lapeyr.; Hieracium coronopifolium Hornem.; Hieracium hispidum Forssk.; Hieracium lactaris Bertol.; Hieracium largum Fr.; Hieracium monticola Jord.; Hieracium pervagum Boreau; Hieracium robustum subsp. largum (Fr.) Zahn; Hieracium salicifolium Arv.-Touv.; Hieracium serotinum

English name:
Narrow-Leaved Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber streckenweise nur zerstreut (Kalkgebirge, Trockengebiete), Alpen selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, 
Iceland, England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Liechtenstein, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Bulgaria, European Turkey, Estonia, Lithuania, Ukraine, NEuropean Russia, Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Japan, Kuril Isl., Mongolia, Turkey, Iran, Afghanistan, Pakistan, China, Tibet, Kazakhstan, Uzbekistan, Jammu & Kashmir, Pakistani Kashmir, India, Bhutan, Nepal, Greenland, St. Pierre and Miquelon, Canada, Alaska, USA

 


                

 

 

 

Pflanze 10 - 120 cm groß

Köpfchenstand im oberen Teil doldig, darunter noch weitere Äste
hoch- oder tiefgabelig mit 15 - 30 Ästen und 20 - 50 Köpfchen

Hüllblätter kahl
Spitzen meist deutlich zurückgebogen

Pappus braun

Stängelblätter 20 - 50, linealisch

oder lanzettlich- eiförmig, gestielt oder mit verschmälertem Grund sitzend

Stängelblätter ganzrandig bis langzähnig

Stängelblätter am Rand meist deutlich umgerollt
am Rand und auf den Nerven mit langen Haaren

Grundblätter fehlend!

 

 

4       Äußere Hüllblätter nicht oder undeutlich zurückgebogen

Hüllblätter +/- kahl oder mit winzigen Drüsen
> 5

Hüllblätter drüsig
8

 

                                                

5        Hüllblätter +/- kahl

Innere Hüllblätter deutlich länger als die übrigen
> 6

Innere Hüllblätter nicht länger als die übrigen
> 7

 

6       Innere Hüllblätter deutlich länger als die übrigen


Kurzblatt- Habichtskraut
(Hieracium brevifolium)

VIII - X, Eichenwälder, Trockengebüsche
                Garda, La Rocca
                Carsiana, Italien

Zu den Unterarten

Synonyme:
Hieracium latifolium 
Hieracium brachyphyllum Vuk.; Hieracium halimifolium Froelich ex Fries; Hieracium hellwegeri Murr & Zahn; Hieracium noeanum Zahn

English name:

Nome italiano: 
Sparviere con foglie brevi

Verbreitung in Deutschland:
Kein Vorkommen

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria
Albania, Belgium, Bosnia-Hercegovina, Bulgaria, Croatia, European Turkey, France, Greece, Hungary, Italy, Macedonia, Montenegro, Portugal, Romania, Serbia & Kosovo, Slovakia, Slovenia, Spain, Switzerland, Turkey

 


 

 

 

 

Pflanze 50 - 100 cm groß

Blütenstand doldig bis rispig,  mit 15 - 30 Ästen
und 20 - 50 Köpfchen

Hüllblätter ohne Drüsenhaare
Stängel mit reichlich Sternhaaren

Spitzen meist deutlich zurückgebogen
Innere Hüllblätter deutlich länger als die übrigen

Stängelblätter 20 - 50, elliptisch bis lanzettlich, sitzend, nicht stängelumfassend, die unteren gestielt

Blattoberseite grün, drüsenlos

Blattunterseite heller, mit längeren Haaren

Grundblätter fehlend oder vertrocknet

 

 

7      Innere Hüllblätter nicht länger als die übrigen


 Lorbeerartiges Habichtskraut
(Hieracium laurinum)

VIII - X, Laubwälder
                Botanischer Garten München
               
Lenningen

Vermittelt zwischen Hieracium sabaudum und Hieracium umbellatum 

Synonyme:
Hieracium vasconicum
Hieracium dolosum subsp. vasconicum (Martrin-Donos) Zahn
Hieracium laurinum subsp. vasconicum (Martrin-Donos) Zahn

English name:

Nome italiano: 
Sparviere di Vascona

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber generell nur selten (nur Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen stellenweise zerstreut) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: evtl. zu erwarten [Neophyt], Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: evtl. zu erwarten [Neophyt], Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: G (gefährdet, Status unklar), Sachsen-Anhalt: evtl. zu erwarten [Neophyt], Schleswig-Holstein: evtl. zu erwarten [Neophyt], Thüringen: 0 (ausgestorben) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Slovenia, Serbia & Kosovo, 
Bulgaria, Crimea, Croatia, Czech Republic, Hungary, Netherlands, Poland, Romania, Slovakia, 

 

 

 

Pflanze 50 - 120 cm groß
Blütenstand doldig, mit 20 - 50 Köpfchen

Kopfstiele und Hüllblätter kahl
Hüllblätter dachziegelig, nicht zurückgebogen

Achänen dunkelbraun

Stängelblätter lanzettlich, gezähnelt , 
mit breitem Grund sitzend

Blätter am Rand meist umgerollt

Grundblätter fehlend

 

 

8      Kopfstiele und Hüllblätter drüsig


 Schirmtraubiges Habichtskraut
(Hieracium pseudocorymbosum)


Photo und copyright Michael Hassler

VIII - X, Eichenwälderwälder
                Witznau (Schwarzwald)

Hier: Hieracium pseudocorymbosum ssp. petryanum, Südschwarzwald, Berauer Halde

Synonyme:
Hieracium atratum ssp. pseudodolichaetum Benz & Zahn, 
Hieracium petryanum Zahn 

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Selten Südschwarzwald (Schlüchttal) 

Gefährdung in Deutschland:
Bisher noch nicht berücksichtigt 

Weltweite Verbreitung:
Germany,
France

 

 

 

 

Pflanze 60 - 120 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand +/- rispig, mit 20 - 50 Köpfchen


Photo und copyright Michael Hassler

Hüllblätter meist breit und stumpf, mehrreihig dachziegelig angeordnet, äußere schwach abstehend, zerstreut bis mäßig behaart, drüsig


Photo und copyright Michael Hassler

Stängelblätter lanzettlich,  sitzend oder schwach stängelumfassend, deutlich gezähnt,  am Rand schwach umgerollt, nur mit vereinzelten Drüsen


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

9      Blütenstand rispig

Blütezeit Juni bis Ende August
Hüllblätter unregelmäßig dachziegelig, länglich
schwach schwarz drüsig
> 10

Blütezeit Ende August bis Oktober
Hüllblätter regelmäßig dachziegelig, stumpf
kahl oder behaart, nicht schwarzdrüsig
> 11

 

10       Hüllblätter unregelmäßig dachziegelig, länglich, schwach drüsig


 Glattes Habichtskraut
(Hieracium laevigatum)

VI - VIII, Laubwälder, Heiden, Magerrasen
                 verbreitet z.B.
                 Günzburg, Muna

Synonyme:
Hieracium gothicum 
Hieracium arrectum Boreau
Hieracium firmum Jord.

English name:
Smooth Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet (nur Alpen und Voralpenland sowie Schwäbische Alb zerstreut

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Italy, Slovenia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, 
Belarus, Belgium, Bulgaria, Czech Republic, Denmark, England, Estonia, European Russia, Finland, Hungary, Kaliningrad region, Latvia, Liechtenstein, Lithuania, Moldova, N-Caucasus, Netherlands, European Russia, Norway, Poland, Romania, Slovakia, Sweden, Transcaucasus, Turkey, Ukraine

 


                
 
                

 

 

 

Pflanze 30 - 120 cm groß

Blütenstand rispig, mit 10 - 30 Köpfchen

Hüllblätter unregelmäßig dachziegelig, schwach schwarzdrüsig, 
schmal bis breit, stumpf bis spitz

Stängelblätter 12 - 20, lanzettlich oder schmal- lanzettlich, gezähnt
die mittleren und oberen sitzend, nie drehspitzig

Untere Blätter in einen breit geflügelten Stiel verschmälert, höchstens mit 1- 2 meist schon vertrockneten Grundblättern

 

 

11     Hüllblätter regelmäßig dachziegelig, stumpf, kahl

Blätter gleichmäßig über den Stängel verteilt
> 12

Blätter am Grund des Stängels rosettig gedrängt
> 13


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 

12     Blätter gleichmäßig über den Stängel verteilt


 Savoyer Habichtskraut
(Hieracium sabaudum)

VIII - X, Laubwälder
                Reisensburg, Herrnholz
                BG Tübingen

Synonyme:
Hieracium boreale Fr., Hieracium commutatum Becker, 

English name:
Savoy Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet (Schwäbische Alb und Alpen, höhere östliche Mittelgebirge zerstreut bis selten

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Macedonia, Montenegro, Albania, Greece, 
Anatolia, Andorra, Azerbaijan, Belgium, Bulgaria, Crimea, Czech Republic, Denmark, England, Estonia, European Turkey, Hungary, Latvia, Liechtenstein, Lithuania, Luxembourg, Moldova, N-Caucasus, Netherlands, NEuropean Russia, Norway, Poland, Romania, Slovakia, Sweden, Switzerland, Transcaucasus, Turkey, Ukraine

 

 

 

 

 

Pflanze 50 - 150 cm groß

Blütenstand rispig, mit 20 - 50 Köpfchen

Köpfchenstand rispig

Hüllblätter regelmäßig dachziegelig, breit und stumpf

meist nur mit einigen weißen Haaren oder vereinzelten schwarzen Drüsen

Ächänen dunkelbraun bis schwarz

Grubenränder des Blütenbodens lang gezähnt

Stängel und Blätter können stark behaart sein

Stängelblätter 20 - 40, eiförmig, gezähnt, die mittleren und oberen herzförmig sitzend

Blätter oft drehspitzig

Untere Blätter verschmälert sitzend,  ohne Grundblättern

 

 

13     Blätter am Grund des Stängels rosettig gedrängt


 Trauben- Habichtskraut
(Hieracium racemosum)


Photo und copyright Walter Obermayer

VII - X, Eichenwälder
              Gießen

Synonyme:
Hieracium magnolianum 
Hieracium compositum ssp. magnolianum
Hieracium boreale subsp. depauperatum Fr.
Hieracium lactucaceum Froel. [non Schrank 1793]
Hieracium pseudoboreale subsp. subbarbatum (Beck) Zahn
Hieracium subbarbatum Beck

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt z.B. bei Jüchen am Niederrhein 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Brandenburg: G (gefährdet, Status unklar), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: 1 (vom Aussterben bedroht), 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo,  Macedonia, Montenegro, Albania, Greece, 
Bulgaria, Czech Republic, European Turkey, Hungary, Liechtenstein,  Poland, Romania, Slovakia, Turkey, Ukraine

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 80 cm groß
Blütenstand traubig oder traubig- rispig, mit 10 - 25 Köpfchen


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Griffel grünlich


Photo und copyright Walter Obermayer

Hüllblätter anliegend, grün, wenigreihig oder einreihig mit sehr kurzen äußeren Hüllblätter, kahl, drüsig, flockig oder haarig


Photo und copyright Walter Obermayer

Ächänen lederbraun

Grubenränder des Blütenbodens nur kurz gezähnt

Stängelblätter 10 - 25, meist am Grund des Stängels rosettig gehäuft


Photo und copyright Walter Obermayer

Untere Stängelblätter groß, eiförmig, gezähnt, meist breit geflügelt gestielt, nach oben rasch kleiner werdend


Photo und copyright Walter Obermayer

Grundblätter fehlend