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Pippauarten mit mehrköpfigem Stängel und fiederteiligen Blättern, Pappus der Früchte nicht geschnäbelt

Pflanze graugrün
Mittlere und untere Stängelblätter linealisch, ganzrandig
> 1


Photo und copyright Matthias Kellner

Pflanze frischgrün
Mittlere und untere Stängelblätter zumindest im unteren Abschnitt fiederteilig
> 2

 

1     Mittlere und untere Stängelblätter linealisch, ganzrandig


Dach- Pippau
(Crepis tectorum)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VIII, Ruderalstellen, Äcker, Brachen
                 Mannheim (Blaich 10.5.)
                 Sandhausen
                 Goldberg
                 Sontheim, Augsburg

Synonyme:
Mauer- Pippau
Hieracioides ramosissinum Kuntze; Hieracioides tectorum (L.) Kuntze; Wibelia hieracioides Roehl.; Crepis angustifolia Urv.; Crepis campestris Schur; Crepis dioscoridis Pollich; Crepis lachenalii Gochn.; Crepis linearifolia St. Lag.; Crepis muralis Neck. ex Steud.; Crepis muralis Salisb.; Crepis murorum S. G. Gmel.; Crepis polymorpha Gilib.; Crepis segetalis Roth ex Steud.; Crepis stricta Schultz; Crepis tinctoria Dulac; Crepis varia Moench; Hedypnois tectorum Huds.; Hieracium agrestis Bernh.; Hieracium strictum Vukot.; Hieracium tectorum Hornem.; 

English name:
Leaved Hawk's-Beard

Verbreitung in Deutschland:
Osten verbreitet, zerstreut restlicher Norden, niedrige Lagen und Nordrhein-Westfalen; selten Franken, Pfalz, Oberrheinebene; fehlt Alpen und Alpenvorland 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, 
England, Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Luxembourg, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, NEuropean Russia, N-Caucasus, Siberia, Russian Far East, Mongolia, China, Kazakhstan, 
*Greenland, *Canada, *Alaska, *USA

 

 

 

Pflanze 10 - 60 cm groß, graugrün
verzweigt


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten hellgelb, 1,5 - 2 cm im Durchmesser
Griffel grünbraun


Photo und copyright Matthias Kellner

Blütenhülle glockig, graufilzig, Randblüten unterseits gelb


Photo und copyright Matthias Kellner

Hüllblätter oft abstehend


Photo und copyright Günther Blaich

Innenseite der inneren Hüllblätter seidig behaart (Lupe!)

Pappus schneeweiß, Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel


Photo und copyright Michael Hassler

Pflanze mit weißem Milchsaft


Photo und copyright Julia Kruse

Stängelblätter linealisch, mit pfeilförmigem Grund sitzend, am Rand umgerollt


Photo und copyright Matthias Kellner

Grundblätter rosettig, +/- fiederteilig


Photo und copyright Günther Blaich

 

 

2      Mittlere und untere Stängelblätter fiederteilig

Stängelblätter wenig stängelumfassend

Köpfchen groß (ca. 2,5 cm)
Blüten unterseits gelb
Innenseite der inneren Hüllblätter behaart
Äußere Hüllblätter abstehend
sehr häufige Art
> 3

Stängelblätter mit spitzen Zipfeln stängelumfassend,
unterseits kahl oder nur auf dem Hauptnerv behaart
Köpfchen klein (ca. 1,5 cm)
Blüten unterseits oft rötlich
Innenseite der inneren Hüllblätter kahl
Äußere Hüllblätter anliegend
sehr häufige Art
> 4

Stängelblätter mit spitzen Zipfeln stängelumfassend
Blattober- und unterseite mit gelblichen Borstenhaaren
Köpfchen ca. 2 cm groß
Blüten unterseits gelb oder rötlich
Innenseite der inneren Hüllblätter kahl
Äußere Hüllblätter abstehend
sehr seltener Neophyt
> 5

      

3    Köpfchen groß (ca. 2,5 cm), äußere Hüllblätter abstehend


Wiesen- Pippau
(Crepis biennis)

V - VIII, Ruderalstellen, Wiesen, Rasen
               verbreitet z.B.
               Günzburg, Umgehungsstr

Synonyme:
Zweijähriger Pippau, 
Crepis tristis Klokov; Berinia biennis Sch. Bip.; Brachyderea biennis Sch. Bip.; Crepis agrestis Sadler ex DC.; Crepis gmelini Schultes; Crepis maritima Bouchez; Crepis muricata Gilib.; Crepis sabauda Balb. ex DC.; Crepis scanensis L.; Crepis transsilvanica Schur; Hedypnois biennis Huds.; Hieracium bienne Hornem.; Hieracium heterophyllum Vukot; Limonoseris biennis Peterm.; Crepis lodomiriensis Bess.; Crepis biennis var. silviae A. Yuksip

English name:
Rough Hawks Beard

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, nur Nordwesten und Schleswig-Holstein ziemlich selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: V (Vorwarnliste), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Andorra, France, Sardinia, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, 
England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, NEuropean Russia, 

*South Australia, *Canada, *USA

 

 

 

 

Pflanze 50 - 120 cm groß

Stängel verzweigt, vielköpfig

Blüten gelb, 2,5 - 3, 5 cm im Durchmesser

Griffel gelb

Randblüten unterseits nicht rot

Blütenhülle grün, filzig, oft zerstreut schwarzdrüsig
Äußere Hüllblätter abstehend, behaart

  

Pappus schneeweiß

Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel

Innenseite der inneren Hüllblätter seidig behaart (Lupe!)


Photo und copyright Paul Busselen

Stängel hohl

Stängelblätter fiederspaltig, sitzend, den Stängel nur etwas umfassend

Grundblätter rosettig, fiederspaltig bis buchtig gezähnt

Blattober- und unterseite anliegend behaart

 

 

4        Köpfchen klein (ca. 1,5 cm), Blüten unterseits oft rötlich


Kleinköpfiger Pippau
(Crepis capillaris)

VI - X, Ruderalstellen, Wiesen, Rasen
             sehr häufig
             Günzburg, Feuerbachstr

Synonyme:
Grüner Pippau
Crepis virens L., Lapsana capillaris L. 

English name:
Smooth Hawk's-Beard

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Gibraltar, Andorra, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, 
England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Malta, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary,  Romania, Bulgaria, Lithuania, Belarus, Ukraine, NEuropean Russia, N-Caucasus

*Costa Rica, *Western Australia, *South Australia, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *Tierra del Fuego, *Tristan da Cunha, *Peru, *Chile, *Argentina, *Ecuador, *Natal, *Cape, *New Zealand, *Juan Fdz. Isl., *Madeira, Canary Isl., *Hawaii (*Hawaii Isl.), India, Jammu & Kashmir, *Canada, *Alaska, *USA

 

 

 

 

Pflanze 15 - 60 cm groß, frischgrün
verzweigt, vielköpfig

Blüten gelb, klein (ca. 1,5 cm)

Griffel gelb

Randblüten unterseits oft rot

Blütenhülle kugelig, +/- graufilzig, oft zerstreut drüsenhaarig, 
äußere Hüllblätter anliegend oder nach innen geneigt

Innenseite der inneren Hüllblätter kahl 

Pappus schneeweiß

Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel

Stängel kahl oder im unteren Teil zerstreut behaart
Stängelblätter zumindest im unteren Teil fiederspaltig, mit spitzen Zipfeln stängelumfassend

Grundblätter rosettig, fiederspaltig bis buchtig gezähnt
unterseits kahl oder nur auf dem Hauptnerv behaart

 

 

5       Köpfchen ca. 2 cm groß, seltener Neophyt


Nizza- Pippau
(Crepis nicaeensis)


Photo und copyright Franck Le Driant

V - VIII, Ruderalstellen
               Mannheim,
               Karlsruhe

Synonyme:
Französischer Pippau
Berinia nicaeensis Sch. Bip.; Brachyderea nicaeensis Sch. Bip.; Crepis adenantha Vis.; Crepis agrestis Fries ex Nym.; Hieracium nicaeense E. H. L. Krause; Hieracium sagittaefolium Vukot.

English name:
French Hawks Beard

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig eingebürgerter Neophyt

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Spain, France, Italy, Croatia, Serbia & Kosovo, Montenegro, Albania, 
Bulgaria

Eingebürgert oder adventiv in:
*Germany, *Switzerland, 
*England, *Northern Ireland, *Norway, *Sweden, *Denmark, Poland, *Czech Republic, *Slovakia, *Hungary, *Tasmania, *Canada, *USA

 

 

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß
Stängel verzweigt, vielköpfig


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten gelb, ca. 2 cm im Durchmesser, Griffel braun


Photo und copyright Franck Le Driant

Innenseite der inneren Hüllblätter kahl

Pappus schneeweiß, Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel

 

Obere Stängelblätter fiederspaltig, mit pfeilförmigen Öhrchen halbstängelumfassend

Untere Stängelblätter kurz gestielt

Grundblätter rosettig, fiederspaltig bis buchtig gezähnt


Photo und copyright Franck Le Driant

Stängel zumindest im unteren Teil borstig behaart, 
Blattober- und unterseite mit gelblichen Borstenhaaren

 

 

 

 

 

       Hülle mit einigen langen schwarzen Zotten


 Felsen- Pippau
(Crepis jacquinii)


Photo und copyright Rolf Marschner

VI - VIII, Steinschuttfluren
                 Rax (Österreich)

Synonyme:
Crepis chondrilloides (L.) Rchb. [non Jacq. 1762]
Hieracium chondrilloides

English name:
Jacquins Hawksbeard

Verbreitung in Deutschland:
Kein Vorkommen

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria,
Italy, 
Hungary, Romania, Poland, Slovakia

 


 

 

Pflanze 12 - 25 cm groß
Stängel 2 - 6- körbig, mit 4 - 6 Blättern


Photo und copyright Rolf Marschner

Blütenhülle 9 - 11 mm lang, 
mit wenigen schwarzen Zottenhaaren


Photo und copyright Rolf Marschner

Stängelblätter deutlich fiederschnittig


Photo und copyright Rolf Marschner

Grundblätter meist gezähnt


Photo und copyright Rolf Marschner