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Mausohrhabichtskräuter mit wenigen Köpfen und meist 1 Stängelblatt

Blütenstiele lang, Pflanze dadurch gabelig erscheinend
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Photo und copyright Günter Gottschlich

Blütenstiele kurz, Blüten dadurch doldig- rispig gehäuft
> 4

 

1      Blütenstiele lang, Pflanze dadurch gabelig erscheinend

Verzweigung meist oberhalb der Mitte
Köpfchenstiele und Hülle mit langen dunklen Haaren 
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Photo und copyright Günter Gottschlich

Verzweigung des Stängels meist unterhalb der Mitte
Köpfchenstiele und Hülle mit hellen Haaren
> 3

 

2     Verzweigung meist oberhalb der Mitte, Köpfchenstiele und Hülle mit langen dunklen Haaren


  Ausläuferreiches Habichtskraut
(Pilosella flagellaris)


Photo und copyright Günter Gottschlich

V- VII, Straßenränder, Uferböschungen, Wiesen,
             Steinbrüche             

Synonyme:
Hieracium flagellare

English name:
Shetland Mouse- Ear Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Selten Mitte, Süden und südlicher Osten, Altfunde Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: G (gefährdet, Status unklar), Baden-Württemberg: 0 (ausgestorben), Bayern: G (gefährdet, Status unklar), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 0 (ausgestorben), Niedersachsen: 0 (ausgestorben), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: D (Datenlage unzureichend), Sachsen: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
France, Croatia, Bosnia-Hercegovina, 
England, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Belgium, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Ukraine, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, 

*Tierra del Fuego, *Canada, *USA

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß
mit 8 - 20 cm langen Ausläufern

Blätter der Ausläufer dekreszierend oder inkreszierend

Stängel meist oberhalb der Mitte verzweigt, 
mit 1 - 3 Ästen und 2 - 6 Köpfchen, mit langen dunklen Haaren

Blüten hell- oder sattgelb, äußere meist rot getsreift

Hüllblätter filzig, meist schwarzdrüsig,
mit schwarzen Haaren

Stängelblätter 0 - 2, meist im unteren Drittel

Grundblätter rosettig, lanzettlich, hellgrün

Blattoberseite nicht flockig, am Rand behaart

Blätter unterseits zerstreut bis reichflockig bis filzig

 

 

 

 

3     Verzweigung des Stängels meist unterhalb der Mitte, Köpfchenstiele und Hülle mit hellen Haaren


  Gabelästiges Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella brachiata)

V- VII, Trockenrasen, Ruderalstellen, Bahnschotter
               Botanischer Garten München (27.05.2017)

Synonyme:
Hieracium brachyatum
Hieracium brachycomum Näg. & Peter
Hieracium acutifolium

English name:

Nome italiano: 
Sparviere ramificato

Verbreitung in Deutschland:
Selten Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Bisher noch nicht berücksichtigt 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy (Trentino), Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Netherlands, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Anatolia, Ukraine, European Russia, N-Caucasus, Transcaucasus

Pflanze meist in Populationen von Pilosella piloselloides oder Pilosella bauhinii

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß
Stängel teilweise unterhalb der Mitte gabelig verzweigt, 
mit 1 - 3 Ästen und 2 - 5 Köpfchen

Blüten gelb, ungestreift oder rot gestreift

Hüllblätter filzig, meist schwarzdrüsig

Stängelblätter 0 - 1, meist im unteren Drittel

Grundblätter rosettig, lanzettlich, schwach blaugrün 

Blätter unterseits schwach filzig

Pflanze mit 5 - 25 cm langen Ausläufern
Blätter der Ausläufer dekreszierend

 

 

4      Blütenstiele kurz, Blüten dadurch doldig- rispig gehäuft

Pflanze ohne oder mit kurzen Ausläufern
Hüllblätter ohne weißen Rand
alpine Pflanze
> 5


Photo und copyright Ursula Burri

Pflanze mit langen Ausläufern
Hüllblätter mit weißem Rand

> 6

                                                 

5      Hüllblätter ohne weißen oder grünlichen Rand


Gletscher- Habichtskraut 
(Pilosella glacialis)


Photo und copyright Ursula Burri

VII- VIII, Alpine Rasen
                 Rofenhöfe im Venter Tal, Österreich
                 Himmeleck, 
                 Laufbacher Eck

Synonyme:
Hieracium angustifolium
Pilosella angustifolia (Hoppe) H. P. Fuchs, Hieracium glaciale Reyn. ex Lachen., nom. inval. 

English name:

Nome italiano:
Sparviere glaciale

Verbreitung in Deutschland:
Selten westliche (Allgäuer) Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 1 (vom Aussterben bedroht), 
Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
France, Italy

 

 

 

Pflanze 10 -20 cm groß
ohne oder mit kurzen Ausläufern

1 - 4 Äste, meist genähert, oft 2 - 7- köpfig

Hüllblätter schmal, zugespitzt, nicht weiß- oder grünrandig, drüsenlos oder mäßig drüsig, hellhaarig
mäßig bis reichlich flockig


Photo und copyright Ursula Burri

Stängel mit einem Blatt, beiderseits flockig

 

Grundblätter schmal lanzettlich, grün oder blaugrün,  vorne stumpf oder spitz


Photo und copyright Ursula Burri

Blattober- und unterseite in wechselnder Dichte flockig und behaart


Photo und copyright Ursula Burri

 

 

6     Hüllblätter mit weißem oder grünlichem Rand


Öhrchen- Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella lactucella)

V- VIII, Moore, Magerrasen
               Schwenningen bei Albstadt
               Botanischer Garten Tübingen
               Hohenmemmingen, nasse Senke

Synonyme:
Hieracium auricula
Hieracium lactucella

English name:
European Mouse- Ear Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Süden und südliche Mitte bis Sachsen, nördliche Mitte und Norden selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, Andorra, France,  Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Greece, 
Liechtenstein, England, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Romania, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Ukraine, NEuropean Russia, 

*Canada, *USA

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

1 - 4 Äste, meist genähert, 2 - 7 köpfig

Akladium 4 - 10 mm

Öhrchen = Kleines Tragblatt in der Verzweigung

Blüten klein, zitronengelb, ungestreift

Hüllblätter schmal, zugespitzt, weiß- oder grünrandig, reichlich schwarzdrüsig
ohne oder mit wenigen Haaren oder Flocken

Stängel mit einem Blatt (selten 2), meist haar-, 
drüsen- und flockenlos, meist in der unteren Stängelhälfte


Photo und copyright Julia Kruse

Pflanze mit Grundblattrosette

Grundblätter spatelig, blaugrün, oberseits etwas glänzend, haarlos oder nur im unteren Bereich mit einigen borstlichen Haaren, vorne stumpf


Photo und copyright Julia Kruse

Blattober- und unterseite flocken- und haarlos
evt. am Rand borstlich behaart

Pflanze mit Ausläufern

Blättchengröße gegen das Ausläuferende zunehmend (inkreszierend)