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Habichtskräuter mit Grundblättern und 0 - 1 Stängelblätter, Köpfchen schwarzdrüsig

Auch das unterste Stängelblatt schmal linealisch
Blattgrund keilig
Verbreitung: Selten Fränkische Schweiz, Vorderkante Schwäbische Alb 
> 1

Stängelblätter fehlend oder mindestens das unterste Stängelblatt breit lanzettlich
Blattgrund keilig, gestutzt oder herzförmig

> 2

 

1     Auch das unterste Stängelblatt schmal linealisch, Blattgrund keilig


 Fränkisches Habichtskraut
(Hieracium franconicum)

VI - VII, Felsspalten, Mauern
                 Forchheim, NSG Ehrenbürg

Synonyme:
Hieracium rupicolum var. franconicum Griseb. 
Hieracium glaucomorphum

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Selten Fränkische Schweiz, Vorderkante Schwäbische Alb 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), 
Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany
France

 

 

 

Pflanze  25 - 40 cm groß

Köpfchenstand mit 1 - 4 Ästen, +/- tiefgabelig,
wenigköpfig (2 - 6 Köpfchen pro Ast), 
Äste gerade oder gebogen, Blüten und Griffel gelb

Kopfstiele zerstreut drüsig
Hüllblätter anliegend, schwarzdrüsig

Stängelblätter 1 - 2, bereits das unterste Stängelblatt linealisch oben zusätzlich 4 - 8 Brakteen

Pflanze mit 5 - 10 in den Stiel verschmälerten Grundblättern

Grundblätter blaugrün, meist +/- gefleckt, oberseits kahl oder verkahlend
2,5 - 4,5 mal so lang wie breit

Blätter unterseits am Rand und auf den Blattnerven lang kraushaarig

Blattstiel dicht kraushaarig

 

 

2     Stängelblätter fehlend oder mindestens das unterste Stängelblatt breit lanzettlich, Blattgrund keilig, gestutzt oder herzförmig

Blätter am Rand mit steifen Borstenhaaren
> 3

Blätter am Rand mit kürzeren Haaren
> 4

 

                                                    

3      Blätter am Rand mit steifen Borstenhaaren


 Blasses Habichtskraut
(Hieracium schmidtii)

V - VII, Felsspalten, Felsfluren, Eichenwälder
               Karlstadt                
               Auffahrt zum Großen St. Bernhard, Italien

Synonyme:
Hieracium pallidum
Hieracium neorupicola P. D. Sell & C. West 

English name:
Schmidt's Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Rheinland-Pfalz, Harz, selten Franken, Baden-Württemberg, Schwarzwald, Süderbergland, Hessen, Thüringen, Sachsen, Weserbergland, verschollen Erzgebirge 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: evtl. zu erwarten [Neophyt], Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: R (sehr selten), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Andorra, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, Greece, Crete, 
Bulgaria, Czech Republic, England, Hungary, Iceland, Ireland, Lebanon, Northern Ireland, Norway, Poland, Romania, Slovakia, Sweden, Turkey, Ukraine

 

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß


hier: ssp. kalmutinum

Köpfchenstand mit 1 - 3 Ästen, wenigköpfig (3 - 10 Köpfchen)
Blütenzähne oft gewimpert, Griffel gelb

Hüllblätter anliegend, meist haarlos, 
reich schwarzdrüsig

Ächänen schwarz

Stängelblätter 0 - 1 (2)


Photo und copyright Michael Hassler

Mehrere blaugrüne, in der Regel ungefleckte Grundblätter, ganzrandig bis gezähnt

Blattgrund herzförmig, gestutzt oder keilig

Grundblätter mit 0,4 - 1 cm langen Borstenhaaren

Blätter unterseits langhaarig

 

 

4       Blätter am Rand ohne steife Borstenhaaren

Blätter oberseits lauchgrün, oft gefleckt, kahl und dadurch glänzend erscheinend
unterseits oft rötlich überlaufen
> 5

Blätter grün, oberseits kurz behaart, dadurch matt erscheinend

> 6

 

5     Blätter oberseits lauchgrün, oft gefleckt, unterseits oft rötlich überlaufen


 Frühblühendes Habichtskraut
(Hieracium glaucinum)


Photo und copyright Paul Busselen

V- VII, Wälder, Ruderalstellen, Weinbergsbrachen
              Rottenstein, Otto Elsner Haus
              Botanischer Garten Berlin
              Thüngersheim, Höhfeldplatten

              Ulm, Blaubeuren
              Tübingen, Reutlingen

Synonyme:
Hieracium praecox
Hieracium gougetianum
Hieracium murorum subsp. glaucinum (Jord.) Zahn;
Hieracium recensitum

English name:
Early Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Mainfranken, N-Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, zerstreut O-Baden-Württemberg, Bayern, O-Nordrhein-Westfalen, Thüringen, SW-Sachsen-Anhalt, SO-Niedersachsen, selten O-Bayern, Sachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: R (sehr selten) [Neophyt], Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: D (Datenlage unzureichend), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia
Liechtenstein, Czech Republic, Slovakia

 

 

 

 

Pflanze 20 - 50 cm groß

Köpfchenstand mit 1 - 3 Ästen, wenigköpfig (3 - 10)


Photo und copyright Paul Busselen

Blütenzähne oft gewimpert, 
Griffel gelb, olivfarben oder dunkel


Photo und copyright Paul Busselen

Hülle behaart und flockig


Photo und copyright Paul Busselen

Stängelblätter 0 - 1, blaugrün meist mit Flecken


Photo und copyright Paul Busselen

Grundblätter gestielt, oval bis schmal- lanzettlich, ganzrandig bis grob lappig zerschlitzt

Grundblätter blaugrün, je nach Unterart mit oder ohne rötliche Flecken

 

 

6     Blätter grün, oberseits kurz behaart, dadurch matt erscheinend

Köpfchenstand mit 2 - 6 Ästen und 4 - 15 Köpfchen, Akladium 5 - 25 (-70) mm
Hülle und Köpfchenstiele wenig flockig, reich schwarzdrüsig
> 7

      

 Köpfchenstand mit 1 - 3 Ästen und 2 - 8 Köpfchen, Akladium 20 - 50 mm
Hülle und Köpfchenstiele reich flockig ("Grauköpfe), wenig schwarzdrüsig
8

  

 

7     Köpfchenstand mit 2 - 6 Ästen und 4 - 15 Köpfchen, Akladium 5 - 25 (-70) mm, Hülle und Köpfchenstiele wenig flockig, reich schwarzdrüsig


 Wald- Habichtskraut
(Hieracium murorum)

V - VIII, Laub- und Nadelwälder
                verbreitet z.B.
                Günzburg, Herrnholz

Synonyme:
Mauer- Habichtskraut
Hieracium sylvaticum (L.) L., 

English name:
Wall Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, Norden zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: D (Datenlage unzureichend), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, Andorra, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy,  Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo,  Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, 
Anatolia, Belarus, Belgium, Bulgaria, Crimea, Czech Republic, Denmark, England, Estonia, European Russia, European Turkey, Finland, Hungary, Iceland, Ireland/Northern Ireland, Kaliningrad region, Latvia, Liechtenstein, Lithuania, Moldova, N-Caucasus, Netherlands, N-European Russia, Norway, Poland, Romania, Slovakia,Sweden,  Transcaucasus, Turkey, Ukraine

 


                

 

 

 

Pflanze 20 - 60 cm groß

Köpfchenstand lockerrispig, mit 2 - 6 Ästen und 4 - 15 Köpfchen, Akladium 5 - 25 (-70)mm

Köpfchenstiele und Äste meist haarlos, 
aber flockig und  schwarzdrüsig

Blüten gelb, Griffel gelb dunkel oder oliv

Hüllblätter anliegend, haarlos, reich schwarzdrüsig, wenig flockig

Ächänen rot oder kastanienbraun

Stängelblätter 0 - 1

Stängelbehaarung nach oben abnehmend

Mehrere hell- oder dunkelgrüne, in der Regel ungefleckte Grundblätter, ganzrandig bis grob lappig, Blattgrund herzförmig, gestutzt oder keilig

Blätterränder und Blattstiele reichlich weich kraushaarig

 

 

8     Köpfchenstand mit 1 - 3 Ästen und 2 - 8 Köpfchen, Akladium 20 - 50 mm, Hülle und Köpfchenstiele reich flockig ("Grauköpfe), wenig schwarzdrüsig


 Gabeliges Habichtskraut
(Hieracium bifidum)

V - VI, Felsen, Schuttfluren
             Monte Baldo, Italien
             Tremalzo, Italien

Synonyme:
Zweiköpfiges Habichtskraut
Hieracium caesiiceps M. Brenner; Hieracium caesiiflorum Almq. ex Norrlin; Hieracium caesiiflorum var. galbaniforme (Dahlst.) Johanss.; Hieracium canitiosum Dahlst.; Hieracium cardiobasis (Zahn) Üksip; Hieracium coriifolium Arv.; Hieracium eriopodioides Zahn ex Dalla Torre & Sarnth.; Hieracium erucoides Arv.; Hieracium kittaniae Vladimir.; Hieracium lepidum Arv.; Hieracium lonchopodum (Zahn) R.N. Shlyakov; Hieracium maculosum (Dahlst. ex Stenstr.) Dahlst.; Hieracium megalotomum Zahn; Hieracium obscurisquamum (Zahn) Schuhw.; Hieracium obscurisquamum Zahn; Hieracium oreites Arv.Touv.; Hieracium peltifolium Arv.-Touv.; Hieracium perlepidum Arv.-Touv.; Hieracium psammogenes Zahn; Hieracium psammogeniceps Touton ex Dalla Torre & Sarnth.; Hieracium psammogenitropum Touton; Hieracium pseudodollineri Murr & Zahn; Hieracium pseudopraecox Zahn ex Dalla Torre & Sarnth.; Hieracium pseudopsammogenes Touton ex Dalla Torre & Sarnth.; Hieracium pseudosemisilvaticum Touton ex Dalla Torre & Sarnth.; Hieracium scandinaviorum (Zahn) Johanss.; Hieracium seniliforme Zahn ex Dalla Torre & Sarnth.; Hieracium silvaticum ssp. maculosum Dahlst. ex Stenstr.; Hieracium silvaticum ssp. sinuosifrons Dahlst.; Hieracium sinuosifrons Dahlst.; Hieracium stenolepis Lindeb.; Hieracium subpleiotrichum Touton ex Dalla Torre & Sarnth.; Hieracium subsagittatum Zahn; Hieracium subtenuiflorum Zahn; Hieracium sylvaticum ssp. caesiiflorum f. galbaniforme Dahlst.; Hieracium sylvaticum ssp. canitiosum; Hieracium tenuiflorum var. subsagittatum Zahn; Hieracium vaccarii Besse & Zahn

English name:
Livid Hawkweed

Nome italiano:
Sparviere inciso

Nom francais:
Épervière bifide

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Alpen, zerstreut Voralpenland, Franken, Schwäbische Alb, selten Schwarzwald, N-Franken, Einzelfunde Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, N-Hessen, Süntel, S-Harz, Mecklenburg-Vorpommern, Ostharz 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina,  Macedonia, Montenegro, Albania, Greece, 
Bulgaria, Czech Republic, Denmark, England, Estonia, Finland, Finland, Hungary, Ireland, Latvia, Liechtenstein, Lithuania, Morocco, Netherlands, European Russia, Northern Ireland, Norway, Poland, Romania, Serbia & Kosovo, Slovakia, Sweden, Ukraine, 

 


                

 

 

 

Pflanze 20 - 40 cm groß

Köpfchenstand hochgabelig oder lockerrispig, mit 1 - 3 Ästen und 2 - 8 Köpfchen, 
Akladium 20 - 50mm

Köpfchendurchmesser kleiner als bei Hieracium murorum
Blüten gelb, Griffel gelb oder oliv

Hüllblätter reich flockig ("Grauköpfe), zerstreut bis mäßig behaart

   

meist mit wenigen schwarzen Drüsen, Hüllblätter wenigreihig, feinspitzig
Köpfchenstiele und Äste flockig meist ohne schwarze Drüsen

Stängelblätter 0 - 1

Grundblätter sehr variabel in Größe und Form: ganzrandig bis tief gezähnt, 
Blattgrund herzförmig, gestutzt oder keilig

Blätter mit oder ohne Flecken

Blattoberseite auf der Fläche kahl, am Rand oft kurzhaarig

Blattunterseite grün, rötlich überlaufen oder rot

kahl oder mäßig kurzhaarig

 

 

 

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