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Schöteriche mit kurzen Früchten

Reife Schoten 2 - 3 mal so lang wie ihre Stiele, in einem Winkel von 40 - 50 ° abstehend
> 1

Reife Schoten mehr als 5 mal so lang wie ihre Stiele, in einem Winkel von 10° abstehend
> 2


Photo und copyright Michael Hassler

 

1      Reife Schoten 2 - 3 mal so lang wie ihre Stiele, in einem Winkel von 40 - 50 ° abstehend


Acker- Schöterich
(Erysimum cheiranthoides
L.)

V - IX, Gärten, Äcker, Ruderalstellen
            Burgau, Tennisplatz
            Günzburg, Fetzersee
            Günzburg, Mooswaldsee
            Viernheimer Heide

Synonyme:
Cheiranthus aquaticus Lejeune; Cheiranthus cheiranthoides A. A. Heller; Cheiranthus erysimoides Huds.; Cheiranthus pumilus Schleicher; Cheiranthus scapigerus Willd.; Cheiranthus turritoides Lam.; Cheirinia cheiranthoides (L.) Link; Cheirinia cheiranthoides Link; Cheirinia lanceolata Link; Conringia turritoides Bub.; Crucifera erysimum E. H. L. Krause; Erysimastrum cheiranthus Trautv.; Erysimum brevifolium Z. X. An; Erysimum cheiranthifolium Gilib.; Erysimum cheiranthoides var. japonicum H. Boiss.; Erysimum erysimoides Fritsch; Erysimum etnense Jord.; Erysimum japonicum (Boiss.) Makino; Erysimum parviflorum Pers.; Erysimum segusianum Jord.; Sisymbrium cheiranthoides Eaton & Wright

English name:
Wormseed wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber südlich der Donau selten, Westen zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
?Spain, France, Italy, former Yugoslavia, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands,  Hungary, Iceland, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Sicily, Sweden, Siberia, Russian Far East, Kazakstan, Japan, China, Mongolia, 
*Falkland Isl., *Caucasus / Transcaucasus, *Canada, *Alaska, *USA

 

 

 

 

Pflanze 15 - 60 cm groß

Blüten in dichten traubigen Blütenständen
Schoten vierkantig

Kronblätter goldgelb

Blütenstiel länger als die Kelchblätter

Schoten im Winkel von 40 - 50 ° abstehend, 1 - 3 cm lang

Reife Schoten 2- 3 mal so lang wie ihre Fruchtstiele

Stängelblätter ungeteilt, linealisch bis lanzettlich, ganzrandig oder seicht gezähnt

Blätter mit 3-schenkligen Haaren besetzt

Pflanze ohne Laubblattreste oder dicht stehende Blattnarben am Stängelgrund

 

 

2      Reife Schoten dem Stängel +/- anliegend

Blätter lanzettlich, am Grund keilig
Fruchtschnabel kurz
> 3

 
Photo und copyright Thomas Friedrich

Blätter eilanzettlich, +/- geöhrt
Fruchtschnabel lang
> 4

   

 

3      Blätter lanzettlich, am Grund keilig, Fruchtschnabel kurz


Harter Schöterich
(Erysimum marschallianum
Andrz. ex M.Bieb.)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - IX, Trockenrasen
              Schweinfurt, Bamberg
              Hof, Güterbahnhof

Synonyme:
Erysimum hieracifolium L. (Name im Catalogue of Life)
Erysimum durum J. & C. Presl

English name:
Marschall's Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Ziemlich selten N-Thüringen, Sachsen, S-Sachsen-Anhalt, sehr selten Brandenburg, Mecklenburg; Einzelfunde Franken, bei München, Rheinhessen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany,
Czech Republic, Slovakia, Poland, Baltic States, Russia

Kleine Exemplare von Erysimum virgatum sehen Erysimum marschallianum sehr ähnlich!

 

 

 

Pflanze 15 - 60 cm groß
graugrün, mit Laubblattresten und dicht stehenden Blattnarben am Stängelgrund


Photo und copyright Thomas Friedrich

Kronblätter schwefelgelb, ohne Sternhaaren
Blütenstiel so lang oder länger wie die Kelchblätter


Photo und copyright Thomas Friedrich

Schotenstiele sehr steil in einem Winkel von ca. 10 ° nach oben abstehend, mehr als 5 mal so lang wie ihre Stiele


Photo und copyright Michael Hassler

Schoten 23 - 30 mm lang, Fruchtschnabel kurz


Photo und copyright Thomas Friedrich

Stängelblätter alle ganzrandig, untere Stängelblätter breit lanzettlich bis eiförmig


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter mit 3 - 4 schenkligen Haaren mäßig dicht besetzt


Photo und copyright Thomas Friedrich

 

 

4     Blätter eilanzettlich, +/- geöhrt, Fruchtschnabel lang

Grundblätter zur Blütezeit meist schon vertrocknet
Blütenstand mit 3 - 8 blütentragenden Zweigen
> 5

Grundblätter zur Blütezeit vorhanden
Blütenstand mit 1 - 5 blütentragenden Zweigen
> 6


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

 

5     Grundblätter zur Blütezeit meist schon vertrocknet, Blütenstand mit 3 - 8 blütentragenden Zweigen


Stachelspitziger Schöterich
(Erysimum cuspidatum
(Bieb)DC.)

IV - VII, Ruderalstellen, Waldränder, Ackerränder (500 - 1500 m)
                Mt. Parnassos, 1.Halt, Sterea Ellas, Griechenland 1125 m (14.06.2019)

Synonyme:
Cheiranthus cuspidatus MB., Syrenia cuspidata (M. Bieb.) Rchb.

English name:
Cuspidated Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, Greece (Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), Ionian Isl., W- Aegean Isl.,
Bulgaria, Romania, Ukraine, Crimea, European Russia, Caucasus, Transcaucasus, Talysh, Turkey, Iran

 

 

 

 

Pflanze zur Blütezeit 35 - 65 cm hoch, zur Fruchtzeit bis 100 cm
oberwärts sparrig verzweigt

Blütenstand aus 3 - 8 blütentragenden Zweigen bestehend, fast die Hälfte des Stängels ausmachend, jede Blütentraube aus 10 - 30 Blüten

Kronblätter schwefelgelb, 10 - 12 mm lang, 2 mm breit, genagelt,
auf der Außenseite behaart, 

Kelchblätter 5 mm lang, 1 mm breit

Schoten 11 - 24 mm lang, 2 mm breit, der Traubenachse dicht anliegend, seitlich stark zusammengedrückt und schmal geflügelt, Fruchtschnabel 4 - 5 mm lang, Griffel kopfig,
Stiele der Schoten dünner als die Schote

Stängel kantig, Blätter eilanzettlich, 15 - 80 mm lang, 4 - 20 mm breit, 

Obere Stängelblätter ungeteilt, ganzrandig oder seicht gezähnt, am Grund geöhrt

Untere Stängelblätter kurz gestielt, 
wie die Rosettenblätter zur Blüte- und Fruchtzeit vertrocknet

 

 

6     Grundblätter zur Blütezeit vorhanden, Blütenstand mit 1 - 5 blütentragenden Zweigen


Stachelspitzenähnlicher Schöterich
(Erysimum pseudocuspidatum
A. Polatschek)


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

VI - X, Bergwälder, felsige Hänge (1700 - 2200 m)
             Vourinos, Nordgriechenland (Giannis- Kofinas- Kallergis)

Synonyme:
Keine

English name:
Pseudocuspidated Wallflower

Weltweite Verbreitung:
Macedonia,
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), 
Bulgaria

Tritt nie gemeinsam mit Erysimum cuspidatum auf!

 

 

 

 

Pflanze zur Blütezeit 12 - 25 cm hoch, zur Fruchtzeit bis 60 cm
oberwärts sparrig verzweigt


Photo und copyright Giannis Kofinas- Kallergis

Blütenstand aus 1 - 5 blütentragenden Zweigen bestehend, 1/3 - 1/2 des Stängels ausmachend, jede Blütentraube aus 15 - 40 Blüten

Kronblätter schwefelgelb, 8 - 10 mm lang, 2 mm breit, genagelt,
auf der Außenseite behaart, Kelchblätter 5 mm lang, 1 mm breit

 

Schoten 11 - 14 mm lang, 2 mm breit, der Traubenachse dicht anliegend, seitlich stark zusammengedrückt und schmal geflügelt, Fruchtschnabel 3 - 4 mm lang,
Griffel kopfig, Stiele der Schoten dünner als die Schote

 

Stängel kantig, Blätter eilanzettlich, 16 - 45 mm lang, 4 - 17 mm breit, 

 

Obere Stängelblätter ungeteilt, ganzrandig oder seicht gezähnt, am Grund geöhrt

 

Untere Stängelblätter kurz gestielt,
wie die Rosettenblätter zur Blüte- und Fruchtzeit vorhanden