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Schöteriche mit langen Früchten

Fruchtstiele +/- waagrecht abstehend
> 1

Fruchtstiele schräg abstehend oder dem Stängel anliegend
> 2

                                       

1       Fruchtstiele +/- waagrecht abstehend


Spreiz- Schöterich
(Erysimum repandum)

V - VII, Ruderalstellen, Wegränder
              Nassach, Acker oberhalb des Sees
              NSG Poppenholz (Nordbayern) 20.06.2010

              Sontheim, Knetzgau

Synonyme:
Brach- Schöterich, Schutt- Schöterich, Geschweifter Schöterich
Cheiranthus paniculatus Lam.; Erysimum comperianum Turcz.; Erysimum patens Loscos; Cheiranthus ramosissimus Lam.; Cheirinia repanda (L.) Link; Cheirinia repanda Link; Crucifera repanda E. H. L. Krause; Erysimum ramosissimum Crantz; Cheiranthus ramosissimus Bory & Chaub.; Erysimum rigidum DC.

English name:
Spreading Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Selten und stark zurückgehend N-Franken, Thüringen, S-Sachsen-Anhalt, Lausitz; Einzelfunde (meist alt) Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 1 (vom Aussterben bedroht), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: unbeständig, Brandenburg: unbeständig, Hessen: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: unbeständig, Sachsen: unbeständig, Sachsen-Anhalt: unbeständig, Thüringen: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, Crimea, Caucasus / Transcaucasus, Russian Far East, Kazakstan, Kyrgyzstan, Turkestan, Tajikistan, Uzbekistan, China, N-Africa, Turkey, Cyprus, Egypt, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Syria, Afghanistan, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, 
*Southern Australia, *New South Wales, *Victoria, *Argentina, *Tierra del Fuego, *Canada, *USA

 

 

 

Pflanze 15 - 35 cm groß

Kronblätter gelb, bis 9 mm lang
Kelchblätter am Grund nicht gesackt

Blütenstiel kürzer als die Kelchblätter

Schotenstiele +/- waagrecht abstehend, fast so dick wie die Schoten, anliegend behaart, Schoten 5 - 10 cm lang 1–1,5 mm dick, mindestens 5 mal so lang wie der Stiel, oft fast waagrecht abstehend

Kleine Stängelblätter linealisch

Größere Stängelblätter geschweift gezähnt
mit 2 - 3 schenkligen Haaren mäßig dicht besetzt

Pflanze ohne Laubblattreste oder dicht stehende Blattnarben am Stängelgrund

 

 

 

2      Fruchtstiele schräg abstehend oder anliegend

Blätter hauptsächlich mit 2- teiligen Haaren
> 3


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter hauptsächlich mit 3- teiligen Haaren
> 6

 

3        Blätter hauptsächlich mit 2- teiligen Haaren, Schoten etwas abstehend, mit dem Stängel einen Winkel von 20 - 50 ° bildend

Alle Blätter ganzrandig
Schoten abstehend, mit dem Stängel einen Winkel von 30 - 50 ° bildend
> 4


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Untere Blätter oft buchtig gezähnt
Schoten aufrecht mit dem Stängel einen Winkel von 20 - 30 ° bildend
> 5

 

 

4     Alle Blätter ganzrandig, Schoten abstehend, mit dem Stängel einen Winkel von 30 - 50 ° bildend


Grauer Schöterich
(Erysimum diffusum)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

V - VII, Straßenränder, Bahnanlagen
              Botanischer Garten Tübingen

Synonyme:
Erysimum canescens

English name:
Diffuse Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig eingebürgert in Sachsen, Brandenburg, Hamburg, Weserbergland 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
?Sicily, former Yugoslavia, 
Bulgaria, Crimea, European Russia, Ukraine, Caucasus, Mongolia, Turkey, European Turkey, *USA

 

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß, graugrün
1 - 5- stängelig


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Blüten 3 - 6 mm lang gestielt
Kronblätter 8 - 10 mm lang, hellgelb


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Schoten 30 - 55 mm lang, 0,7 mm breit, in einem Winkel von 30 - 50° nach oben abstehend
Kanten kaum schwächer behaart als die Seiten

Stängelblätter alle ganzrandig, schmal- bis breitlanzettlich, stumpflich, mittlere und obere meist zurückgekrümmt, mit überwiegend 2- schenkligen Haaren (Kompassnadelhaare) besetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Pflanze mit Laubblattresten und dicht stehenden Blattnarben am Stängelgrund

 

 

5     Untere Blätter oft buchtig gezähnt, Schoten aufrecht mit dem Stängel einen Winkel von 10 - 30 ° bildend


Bleicher Schöterich
(Erysimum crepidifolium)

IV - VII, Felsfluren, Trockenrasen
                Bopfingen, Ruine Schenkenstein (10.05.2008)
                Bopfingen, Sandberg

Synonyme:
Gänsesterbe, Pippaublättriger Schöterich
Erysimum pallens Wallr.; 

English name:
Hardy Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut und lokal Nordpfälzer Bergland, S-Frankenalb, Fränkische Schweiz, Saale-Unstrut, S-Sachsen-Anhalt; sehr selten Schwäbische Alb, restliches Thüringen, Z-Brandenburg, Altfunde Voralpenland, Nordrhein-Westfalen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: R (sehr selten), Bayern: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Italy, former Yugoslavia, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Romania

 

 

 

Pflanze 15 - 60 cm groß, verzweigt
nicht duftend, Blüten- und Fruchtstand locker

Kronblätter hell gelb, 2 - 4 mm breit

Narbe 1,5 - 2 mal so breit wie der 0,8 - 2 mm lange Griffel

Blütenstiel kürzer wie die Kelchblätter

Schoten 20 - 70 mm lang, Schotenstiele in einem Winkel von
 ca. 10 - 30 ° nach oben abstehend

Schoten stumpf vierkantig, auch an den Kanten graugrün behaart, Mittelnerv kaum sichtbar

Obere Stängelblätter immer ganzrandig

Obere Blätter mit 2- schenkligen Haaren dicht besetzt

Untere Stängelblätter oft buchtig gezähnt 

Pflanze mit Laubblattresten und dicht stehenden Blattnarben am Stängelgrund

 

 

6       Blätter hauptsächlich mit 3- teiligen Haaren

Schoten anliegend oder mit dem Stängel einen Winkel von 10 - 20 ° bildend
Reife Blütenstiele so lang oder länger wie die Kelchblätter
Staubbeutel kahl
> 7

Schoten einen Winkel von 10 - 30 ° bildend
Reife Blütenstiele kürzer wie die Kelchblätter
Staubbeutel behaart
> 8


Photo und copyright  Rolf Marschner

 

7      Blütenstiele so lang oder länger wie die Kelchblätter


Ruten- Schöterich
(Erysimum virgatum)

V - VII, Ruderalstellen, Wegränder
               Botanischer Garten München
               Col du Telegraphe, Frankreich

               Sontheim, Knetzgau

Synonyme:
Steifer Schöterich
Erysimum hieraciifolium
Erysimum strictum

English name:
European Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Ziemlich selten Thüringen, Sachsen, Wendland, selten S-Brandenburg; Einzelfunde Niedersachsen, Franken, Baden-Württemberg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: G (gefährdet, Status unklar), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: Neophyt, Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: R (sehr selten), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
France Italy,  former Yugoslavia, Albania, 
Belgium, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Netherlands, Hungary, Iceland, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Sweden, Siberia, Russian Far East, Kazakstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Mongolia, Siberia, China, Tibet, Afghanistan, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, India, Nepal, Bhutan, *Canada, *USA

 

 

 

 

Pflanze 40 - 100 cm groß

Kronblätter satt gelb, mit Sternhaaren, Staubbeutel kahl
Blütenstiel so lang oder länger wie die Kelchblätter

Schoten 30 - 60 mm lang, 

Schoten steil aufrecht, anliegend oder mit dem Stängel einen Winkel von 10 - 20 ° bildend

Schoten an den Kanten grünlich, da wenig behaart

Stängelblätter buchtig gezähnt bis ganzrandig
mit 3 - 4 schenkligen Haaren mäßig dicht besetzt

Pflanze mit Laubblattresten und dicht stehenden Blattnarben am Stängelgrund

 

 

8       Reife Blütenstiele kürzer wie die Kelchblätter


Duft- Schöterich
(Erysimum odoratum)


Photo und copyright  Rolf Marschner

VI - VII, Felsfluren, Trockenrasen
               Bopfingen, Ruine Schenkenstein
               Bopfingen, Schlossberg

Synonyme:
Wohlriechender Schöterich, Honig- Schöterich
Cheiranthus erysimoides L., Erysimum erysimoides (L.) Fritsch non (Karelin & Kirilov) O. Kuntze, Erysimum pannonicum Cr. 

English name:
Smelly Wallflower

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Fränkische Schweiz, Frankenalb, Z-Thüringen; selten Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, entlang der Elbe bis Wendland, sehr selten O-Baden-Württemberg, Voralpenland, Mecklenburg-Vorpommern, Einzelfunde Nahe 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary,Poland, Romania, Ukraine, *Xinjiang, *USA

 

 

 

Pflanze 20 - 90 cm groß,


Photo und copyright  Rolf Marschner

 Pflanze oft unverzweigt, mit großen Blüten


Photo und copyright  Rolf Marschner

Pflanze stark duftend, Blüten- und Fruchtstand dicht


Photo und copyright Robert Flogaus-Faust

Kronblätter sattgelb, 13 - 16 mm lang, Staubbeutel behaart


Photo und copyright Robert Flogaus-Faust

Blütenstiel kürzer wie die Kelchblätter
Griffel 1,5 - 3 mm lang, Narbe  2 - 3 mal so breit wie der Griffel


Photo und copyright  Rolf Marschner

Schoten scharf 4- kantig, 40 - 50 mm lang, an den Kanten grünlich, da wenig behaart
mit dem Stängel einen Winkel von 10 - 30 ° bildend


Photo und copyright Robert Flogaus-Faust

Obere Stängelblätter ganzrandig bis buchtig 


Photo und copyright  Rolf Marschner

Untere Stängelblätter buchtig gezähnt 


Photo und copyright Robert Flogaus-Faust

Blätter hauptsächlich mit 3- schenkligen Haaren dicht besetzt

Pflanze mit Laubblattresten und dicht stehenden Blattnarben am Stängelgrund