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Gattung: Löffelkraut (Cochlearia)

Zur Gattung gehören 17 Arten.

Früchte flach, groß (8 - 15 mm)
Grundblätter meist mit abgerundetem oder keilförmigem Grund
> 1


Photo und copyright Carol Tucker

Früchte rundlich oder eiförmig, klein (3 - 6 mm)
Grundblätter meist mit herz- oder nierenförmigem Grund
> 2

                                                                                                                

1     Grundblätter mit abgerundetem oder keilförmigem Grund


Englisches Löffelkraut
(Cochlearia anglica)


Photo und copyright Carol Tucker

V - VII, Salzwiesen
              Strübbel, zwischen Deich und Nordsee

Synonyme:
Cochlearia batava; Cochlearia longifolia, Cochlearia officinalis subsp. anglica, Cochlearia officinalis var. anglica, Cochlearia ovalifolia, Cochlearia stenocarpa, Cochlearia wahlenbergii, Draba batava

English name:
English Scurvygrass, Long Leaved Scurvygrass

Verbreitung in Deutschland:
Nordseeküsten und Elbe ab Hamburg abwärts verbreitet, Ostseeküsten selten, Einzelfunde Elbe im Wendland 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Germany,
Spain, France
Netherlands, England, Ireland, Denmark, Norway, Sweden

 

 

 

Pflanze 20 - 30 cm groß

Blüten 10 - 14 mm im Durchmesser

Früchte flach, sehr groß (8 - 15 mm)


Photo und copyright Andreas Kammann

Obere Stängelblätter länglich elliptisch, meist grob gezähnt, herzförmig stängelumfassend

Untere Stängelblätter gestielt

Grundblätter mit abgerundetem 
oder keilförmigem Grund

 

 

 

2     Grundblätter mit herz- oder nierenförmigem Grund

Blüten klein (3 - 5 mm im Durchmesser)
Obere Stängelblätter sitzend oder kurz gestielt, deutlich 3 - 7- lappig
> 3


Photo und copyright Günther Blaich

Blüten groß (5 - 10 mm im Durchmesser)
Obere Stängelblätter stängelumfassend, ganzrandig oder  undeutlich 3 - 7- lappig
> 4

 

3     Grundblätter deutlich 3- 7- lappig


Dänisches Löffelkraut
(Cochlearia danica)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VI, Küsten, Salzwiesen, Straßenränder
             Botanischer Garten Berlin
             Mannheim

Synonyme:
Cochlearia hastata Moench; Cochlearia hederacea S. F. Gray; Cochlearia minima Steud.; Crucifera danica E. H. L. Krause

English name:
Danish Scurvy-Grass

Verbreitung in Deutschland:
Nord- und Ostseeküsten verbreitet, mittlerweile ins Binnenland ausbreitend (Autobahnmittelstreifen): vor allem Niedersachsen, N-Nordrhein-Westfalen, Süden noch Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Hamburg: Neophyt, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: Neophyt, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, 
Portugal, Spain, France, 
Belgium, England, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Norway, Baltic States, Sweden, Russia

Die Pflanze verbreitet sich inzwischen entlang von Straßenrändern auch im Binnenland

 

 

Pflanze 10 - 20 cm groß

Blüten klein (3 - 5 mm im Durchmesser)

Früchte eiförmig


Photo und copyright Michael Hassler

Früchte bespitzt, außen glatt


Photo und copyright Tina Schulz

Schtchen 2- klappig öffnend, Klappen abfallend, nur die Mittelwand bleibt erhalten


Photo und copyright Tina Schulz

Samen warzig, mit einem Stielchen an der Mittelwand der Schote befestigt

   
Photo und copyright Tina Schulz

Untere Stängelblätter gestielt, efeuähnlich, die obersten zuweilen sitzend


Photo und copyright Günther Blaich

Grundblätter klein (ca. 1 cm im Durchmesser), 
mit herz- bis nierenförmigem Grund


Photo und copyright Julia Kruse

 

 

4    Obere Stängelblätter stängelumfassend

Frucht kugelig, an den Enden abgerundet
> 5

Frucht eiförmig, an den Enden verschmälert
> 6

                                                                            

5     Frucht kugelig


Gewöhnliches Löffelkraut
(Cochlearia officinalis)

V - VI, Kulturpflanze, Küsten, Salzwiesen
             Botanischer Garten Würzburg
             Illertissen, Staudengärtnerei Gaißmayer

             Schleswig- Holstein

Synonyme:
Cochlearia alpina Sweet; Cochlearia danica Gunn.; Cochlearia flagrans Gilib.; Cochlearia kamtschatica Schlecht. ex DC.; Cochlearia linnaei Griewank ex ASchers.; Cochlearia polymorpha Syme; Cochlearia renifolia Stokes; Cochlearia rotundifolia S. F. Gray; Cochlearia septentrionalis Schlecht.; Cochlearia vulgaris Bub.; Crucifera cochlearia E. H. L. Krause; Draba cochlearioides Langsd. ex DC.; Eutrema rossii Spreng.

English name:
Common Scurvy-Grass

Verbreitung in Deutschland:
Nord- und Ostseeküsten sehr selten und vielerorts verschwunden, wenige Einzelfunde Norden im Binnenland 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: G (gefährdet, Status unklar), Baden-Württemberg: unbeständig, Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 0 (ausgestorben), Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Switzerland, 
Spain, France, 
Belgium, Denmark, Faroer Isl., Ireland, Netherlands, Norway, Poland, Sweden, Russia, *Falkland Isl., *China, *Tierra del Fuego

Verwendung als Gewürz und Heilpflanze (wegen des hohen Vitamin- C Gehaltes wurde die Pflanze gegen Skorbut eingesetzt)

 

Pflanze 20 - 50 cm groß

Kronblätter 3 - 5 mm lang

Schötchen kugelig, +/- waagrecht abstehend

Obere Blätter stängelumfassend

Untere Stängelblätter gestielt


Photo und copyright Paul Busselen

Grundblätter nierenförmig, lang gestielt

 

 

6    Frucht rautenförmig

Grundblätter groß (bis 3 - 12 cm), mit breiter Bucht
> 7

Grundblätter klein (bis 1 - 4 cm)
> 8

           

7      Grundblätter groß (bis 3 - 12 cm)


Bayerisches Löffelkraut
(Cochlearia bavarica)

V - VI, Quellen
             Katzbrui bei Mindelheim

Synonyme:

English name:
Bavarian Scurvy-Grass

Verbreitung in Deutschland:
Voralpenland selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), 
Bayern: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Weltweit gibt es nur noch 19 Standorte im Süden Bayerns!

 

 

 

Pflanze 25 - 45 cm groß, robust

Blüten weiß

Kronblätter bis 8 mm lang, löffelförmig
Nagel bei voll geöffneten Blüten gut sichtbar

Griffel an reifen Früchten bis 1 mm lang
Frucht an beiden Enden verschmälert, bis 2, 6 mm lang

Obere Stängelblätter gebuchtet, stängelumfassend

Grundblätter 3 - 6 cm (max. 12 cm) breit

nierenförmig, Blattbucht breit

siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerisches_Löffelkraut

 

 

8      Grundblätter klein (bis 1 - 4 cm)


Pyrenäen- Löffelkraut
(Cochlearia pyrenaica)

V - VI, Quellen, Moore
             Krumbach


hier: Quellmoor bei Krumbach

Synonyme:
Cochlearia officinalis ssp. alpina (Bab.) Hook.f., 
Cochlearia officinalis ssp. pyrenaica (DC.) Rouy & Foucaud, 

English name:
Roundfruit Scurvy-Grass

Verbreitung in Deutschland:
Voralpenland und Oberschwaben ziemlich selten, ansonsten nur wenige Einzelfunde (Rhön, Kocher, nördliche Fränkische Alb, Nord-Süderbergland) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 2 (stark gefährdet), Hessen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: R (sehr selten)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Romania, Ukraine

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß

Blütenstand traubig, vielblütig

Kronblätter bis 6 mm lang, löffelförmig

Griffel an reifen Früchten bis 0,5 mm lang
Frucht an beiden Enden verschmälert, bis 2, 2 mm lang

Obere Blätter stängelumfassend

Grundblätter 1 - 4 cm breit, tief nierenförmig eingeschnitten, mit enger Bucht