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Arten der Artengruppe Linum perenne agg

Pflanze 5 - 15 cm groß,  1 - 6- blütig
Blüten homostyl, d.h. Staubblätter und Griffel fast gleich hoch
> 1


Photo und copyright Michael Hassler

Pflanze 30 - 80 cm groß, 5 - 25-blütig
Blüten heterostyl d.h. Staubblätter und Griffel ungleich hoch
> 2

 

1     Blüten homostyl


Lothringer  Lein
(Linum leonii)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VII,  Halbtrockenrasen
                 Botanischer Garten Regensburg (21.08.2015)
                 Böttigheim, Landkreis Würzburg am Apfelberg (Baden- Württemberg)
                 und am Neuberg (Bayern)

Synonyme:
Linum anglicum auct. non Mill., 
Linum petryi Beyer 

English name:
French Flax

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten S-Eifel, S-Weserbergland, Z-Thüringen, N-Harzvorland, Tauber 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 1 (vom Aussterben bedroht), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 4 (potentiell gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany
France

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 15 cm, 
Stängel zunächst niederliegend, zur Blütezeit dann aufsteigend, zierlich, mit 1 - 6 Blüten


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter 8 - 14 mm lang, meist  kräftig blau
Staubblätter weiß

Blüten homostyl d.h. bei allen  Pflanzen einer Population sind die Staubblätter entweder länger als die Griffel, oder kürzer als die Griffel. Um dieses Merkmal feststellen zu können, müssen verschiedene Pflanzen derselben Art untersucht werden. Bei Linum leonii sind Kelchblätter und Griffel fast gleich hoch.


Photo und copyright Michael Hassler

Die äußeren Kelchblätter sind lanzettlich bis schmal- lanzettlich zugespitzt, die inneren sind länglich-oval bis eiförmig, etwa 3,5 bis 6 mm lang und ebenfalls kurz zugespitzt

Mittlere Stängelblätter linealisch, 0,5 - 2 mm breit


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

2     Blüten heterostyl

Kapsel 5 - 7 mm lang, 
Fruchtstiele schräg nach oben abstehend
> 3

Kapsel 3 - 5 mm lang, innere und äußere Kelchblätter fast gleich lang
Fruchtstiele waagrecht abstehend
> 4

                                    

3      Fruchtstiele schräg nach oben abstehend


Ausdauernder Lein
(Linum perenne)

VI - VII,  Halbtrockenrasen
                 Botanischer Garten Tübingen
                 Garchinger Heide (14.08.2010)
                 Darmstadt: Griesheimer Sanddüne

Zu den Unterarten

Synonyme:
Linum bavaricum Schultz, 
Linum darmstadinum Alef. 

English name:
Perennial Flax

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten Niederbayern, untere Donauaue, Fränkische Schweiz, nördliche Oberrheinebene (Umg. Darmstadt); Einzelvorkommen oberer Main, N-Eifel, Nordrhein-Westfalen
Auch als Zierpflanze kultiviert

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 1 (vom Aussterben bedroht), 
Baden-Württemberg: 0 (ausgestorben), 
Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), 
Hessen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
England, Bulgaria, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Russia

 

 

Pflanze 30 - 80 cm
Stängel aufrecht, reich verzweigt, mit mehr als 10 Blüten

Kronblätter 15 - 20 mm lang, hellblau (aber dunkler als bei L. austriacum)
Staubblätter weiß

 Blüten heterostyl: d.h. bei einigen  Pflanzen sind die Staubblätter länger sind als die Griffel, bei anderen ist es genau umgekehrt. Um dieses Merkmal feststellen zu können, müssen verschiedene Pflanzen derselben Art untersucht werden. 

Hier: Staubblätter länger als die Griffel

Hier: Griffel länger als die Staubblätter

Hier: Griffel so lang wie die Staubblätter

Fruchtstiele schräg nach oben abstehend 
(Winkel: 15 - 55 Grad), Kapsel 5 - 7 mm lang

Mittlere Stängelblätter wechselständig, linealisch- lanzettlich, bis 2,5 cm lang 

 

 

4      Fruchtstiele waagrecht abstehend


Österreichischer Lein
(Linum austriacum)

VI - VII,  Halbtrockenrasen
             BG Tübingen
             NSG Poppenholz (Nordbayern) 20.06.2010
             Kyffhäuser, Barbarossahöhle
             Günzburg, Realschule in einer Saatblumenrabatte

             am Apfelberg nördlich von 
             Tauberbischofsheim (Baden- Württemberg)
             Roßbrunn: Vogelberg (Bayern)
             Böttigheim, Landkreis Würzburg
             (8 km westlich von Würzburg)

Synonyme:
Adenolinum austriacum Reichb.; Adenolinum barbatulum Reichb.; Adenolinum marginatum Reichb.; Adenolinum squamulosum Reichb.; Linum alpinum Pall.; Linum angustifolium Lodd.; Linum austriacum L. var. squamulosum (Rud.) Boiss.; Linum austriacum ssp. squamulosum (Willd.) Velen.; Linum barbulatum Lange ex Reichb.; Linum limanense Lamotte; Linum loreyi Jord.; Linum marginatum Reichb.; Linum montanum Lorey & Dur. ex Nym.; Linum perenne Guss.; Linum perenne ssp. austriacum (L.) O. Bolòs & Vigo; Linum provinciale Jord.; Linum saxicola Jord.; Linum squamatum Herb.; Linum squamulosum Willd.; Linum tommasinii Nym.

English name:
Austrian Flax

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut S-Sachsen-Anhalt, Thüringer Becken, N-Franken; selten restliches Franken, Z-Baden-Württemberg, NO-Brandenburg; restliche Mitte und Süden Einzelfunde, vielfach in Ausbreitung 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: 4 (potentiell gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Saarland: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen: unbeständig, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, Turkey, European Turkey, Iran, 

Eingebürgert in:
*France, *Denmark, 
*Canada

Die Samen sind in der Saatmischung "Veithöchheimer Bienenweide" einhalten.

 

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm

Stängel aufrecht, reich verzweigt, mit mehr als 10 Blüten

Kronblätter 15 - 20 mm lang, hellblau bis rötlichblau

Staubblätter weiß, Blüten heterostyl d.h. bei einigen der untersuchten Pflanzen sind die Staubblätter länger als die Griffel, bei anderen ist es genau umgekehrt

Hier: Staubblätter länger als die Griffel

Hier: Griffel länger als die Staubblätter

Fruchtstiele waagrecht abstehend oder zurückgebogen, Kapsel 3 - 5 mm lang

Innere Kelchblätter so lang wie die äußeren Kelchblätter

Mittlere Stängelblätter wechselständig, linealisch- lanzettlich, bis 2,5 cm lang