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Taubnesselarten mit gelber Krone

= Lamium galeobdolon agg.
Einige Autoren (z.B. Rothmaler) führen die gelben Taubnesseln als eigene Gattung "Galeobdolon" oder "Lamiastrum"
Andere Autoren (Sebald, Seybold oder Schmeil- Fitschen) führen diese Arten unter der Art Lamium galeobdolon und unterscheiden nur verschiedene Unterarten (z.B. Lamium galeobdolon ssp. montanum). 

 
Blätter mit V- förmiger silberner Zeichnung
> 1

Blätter ohne silberen Zeichnung oder der nur mit silbernen Flecken
> 2

                                                                 

1     Blätter mit silbernen Flecken


Silberblättrige Goldnessel
(Lamium argentatum)

V - VII, Wälder, Gebüsche, Zierpflanze
               Garten Feuerbachstr
               Reisensburg, Teerweg (21.04.2017)
               Reisensburg, Weg zum Hottonia- Tümpel
               Waldweg zum Schurrsee
               Untereuerheim             

Synonyme:
Galeobdolon argentatum Smejkal, 
Galeobdolon luteum var. florentinum Silva Tar., 
Lamiastrum argentatum (Smejkal) H. Melzer, nom. inval., 
Lamiastrum galeobdolon ssp. argentatum (Smejkal) Stace, 
Lamium galeobdolon cv. variegatum,
Lamium galeobdolon f. argentatum (Smejkal) Mennema, 
Lamium galeobdolon ssp. argentatum (Smejkal) J. Duvign., 
Lamium montanum var. florentinum (Silva Tarouca) Buttler & Schippmann

English name:
Garden Yellow Archangel

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter Neophyt
Häufig gepflanzt und regelmäßig verwildert 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
*Austria, *Germany, *Switzerland
*Italy,
*Hungary, *Belgium, *Denmark, *Czech Republic, *England, *Ireland, *Sweden, *Norway, *Finland

 

 

 

Pflanze 20 - 50 cm groß

Blüten zu 4 - 8 in Quirlen

Oberlippe groß (8 - 11 mm), gewölbt,

Staubblätter unterschiedlich lang (Oberlippe entfernt)

Kelch 12 mm lang, Kelchzähne länglich- dreieckig

Blätter das ganze Jahr mit großen, silbernen Flecken

Pflanze mit Ausläufern

 

 

2      Blätter ohne silberne Flecken

Pflanze ohne Ausläufer
Oberlippe hellgelb
> 3


Photo und copyright Matthias Kellner

Pflanze mit Ausläufer
Oberlippe goldgelb
> 4

                                          

3       Pflanze ohne Ausläufer, Blüten hellgelb


Blassgelbe Goldnessel
(Lamium flavidum)

V - VII, Wälder, Gebüsche
               Belluno, Nevigal (Italien)
               Garda, La Rocca (Italien)

               Berchtesgaden (Matthias Kellner 20.07.2008)
               Füssen, Garmisch

Synonyme:
Galeobdolon flavidum (F. Herm.) Holub, 
Lamiastrum flavidum (F. Herm.) Ehrend., 
Lamiastrum galeobdolon ssp. flavidum 
Lamium galeobdolon ssp. pallidum
Lamium pallidum F. Herm. non Salisb. 

English name:
Pale Yellow Archangel

Verbreitung in Deutschland:
Alpen und Alpenvorland zerstreut (fehlt westlichen Alpen) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, Slovenia, former Yugoslavia

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß, verzweigt 

z.T. mit bleibenden blühenden Seitenästen


Photo und copyright Matthias Kellner

Scheinquirle 10 - 16- blütig, unterhalb des Kelches mit linealischen Blättchen

Oberlippe hellgelb, Unterlippe dunkelgelb mit rötlicher Zeichnung


Photo und copyright Matthias Kellner

Kelch stachelspitzig

Obere Tragblätter lanzettlich, spitz gesägt, manchmal weiß gefleckt


Photo und copyright Matthias Kellner

Untere Blätter +/- eiförmig


Photo und copyright Matthias Kellner

Pflanze immer ohne Ausläufer
Stängel kahl oder behaart

 

 

4        Pflanze mit Ausläufer, Blüten goldgelb

Obere Tragblätter lanzettlich,  spitz gesägt
Stängel unten ringsum behaart
> 5

     

Obere Tragblätter rundlich, stumpf gesägt
Stängel unten nur an den Kanten behaart
> 6

   
Photo und copyright Julia Kruse

                              

5        Obere Tragblätter lanzettlich


Berg- Goldnessel
(Lamium montanum)

V - VII, Wälder, Gebüsche
               Auwald Günzburg

Andere Namen:
Galeobdolon montanum
Galeobdolon luteum ssp. montanum (Pers.) Dvoráková,
Lamiastrum galeobdolon ssp. montanum 
Lamium galeobdolon ssp. montanum (Pers.) Hayek,
Lamium galeobdolon var. montanum (Pers.) Briq., 
Pollichia montana Pers.

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet südlich des Mains, Pfalz, Saarland, Kölner Bucht; Zerstreut Mitte, Weserbergland, SO-Sachsen; 
Einzelfunde N Bremen, 
Fehlt in restlichem Norden und Osten

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Hamburg: R (sehr selten) [Neophyt], Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece,
Denmark, Great Britain, Ireland, Sweden,  Belgium, former Czechoslovakia,  Hungary, Holland, Poland, Bulgaria, Romania, European Turkey,  Belarus, Baltic States, European Russia, Ukraine, Iran, Turkey

 

 

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß

5 - 8 Blüten im Halbquirl

Oberlippe groß, gewölbt, Unterlippe 3-lappig

Blüten mit 2 längeren und 2 kürzeren Staubblättern

Obere Tragblätter lanzettlich, spitz gesägt

Stängel unten ringsum behaart

Ausläufer im Winter meist absterbend

 

 

6       Obere Tragblätter rundlich


Gewöhnliche Goldnessel
(Lamium galeobdolon)


Photo und copyright Julia Kruse

V - VII, Wälder, Gebüsche
               Lauingen

Anderer Name:

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet

Synonyme:
Galeobdolon luteum
Galeobdolon luteum Huds., 
Galeobdolon vulgare Pers., 
Galeopsis galeobdolon L., 
Lamiastrum galeobdolon (L.) Ehrend. & Polatschek, 
Lamium galeobdolon ssp. vulgare Hayek, nom. inval., 
Lamium galeobdolon var. luteum (Krock.) Fiori, 
Lamium galeobdolon var. vulgare (Pers.) Briq., 
Lamium luteum Krock., 
Lamium vulgare (Pers.) Fritsch, 
Leonurus galeobdolon (L.) Scop., 
Pollichia vulgaris Pers.

English name:
Common Yellow Archangel

Verbreitung in Deutschland:
Mitte und Norden verbreitet, südlich der Donau deutlich seltener als Lamium montanum

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, European Turkey, Belgium, England, Ireland, Czech Republic, Slovakia, Denmark, Netherlands, Hungary, Poland, Romania, Baltc States, Russia, Sweden
*Finland, *Norway

 

 

 

Pflanze 15 - 40 cm groß
2 - 5 Blüten im Halbquirl

Oberlippe groß, gewölbt, Unterlippe 3-lappig

Obere Tragblätter rundlich, stumpf gesägt


Photo und copyright Julia Kruse

Stängel unten nur an den Kanten behaart


Photo und copyright Julia Kruse

Ausläufer ausdauernd