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Weidenröschen mit großen Blüten

Stängel abstehend behaart
Blätter wenigstens im unteren Teil gegenständig
Kronblätter +/- deckend, an der Spitze ausgerandet, Kelchblätter grün
> 1

           

Stängel kahl oder kurzhaarig, unten oft verholzt
Blätter wechselständig
Kronblätter nicht deckend, nicht ausgerandet, Kelchblätter meist rötlich
> 2

     

 

1      Blätter wenigstens im unteren Teil gegenständig


Zottiges Weidenröschen
(Epilobium hirsutum)

VI - IX,  Bäche, Gräben, Flussufer 
               verbreitet z.B.
                Riemgraben Günzburg

Synonyme:
Rauhaariges Weidenröschen
Chamaenerion grandiflorum Moench; Chamaenerion hirsutum Scop.; Epilobium amplexicaule Lam.; Epilobium aquaticum Thuill.; Epilobium dubium Berb.; Epilobium foliosum Hochst.; Epilobium grandiflorum [Weber, in] Wigg.; Epilobium himalense Royle; Epilobium hirsutum f. alboroseum D.McClintock; Epilobium hirsutum f. minor I. Ganchev; Epilobium hirsutum f. minus I. Ganchev; Epilobium hirsutum L. var. tomentosum (Vent.) Boiss.; Epilobium hirsutum var. laetum C. B. Clarke; Epilobium hirsutum var. sericeum C. B. Clarke; Epilobium hirsutum var. tomentosum (Ventenat) Boissier; Epilobium hirsutum var. villosissimum Koch; Epilobium hirsutum var. villosum (Thunberg) H. Hara; Epilobium hybridum Schur; Epilobium incanum Pers.; Epilobium intermedium Merat; Epilobium mirei Quézel; Epilobium ramosum Huds.; Epilobium rivulare Kirschl.; Epilobium sericeum Benth.; Epilobium serratum Jacquem. ex C. B. Clarke; Epilobium tomentosum Vent.; Epilobium velutinum Nevski; Epilobium villosum Thunb.

English name:
Great Willowherb, Codlins and Cream

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, 
Belgium, Bulgaria, England, former Czechoslovakia, Denmark, *Finland, Ireland,  Netherlands, Hungary, *Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, ?Canary Isl., Crimea, Libya, Tunisia, Algeria, Morocco, *USA, *Canada, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, Mares de Bourkou (Sahara), China, Japan, Mongolia, New Guinea (alpine), Nepal, Turkey, Cyprus, Egypt, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, Yemen, Afghanistan, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, Cape Verde Isl. (Santo Antao Isl., Ilha de Sao Tiago, Fogo Isl.), Chad (Tibesti), Sudan, Ethiopia, Eritrea, E-D.R.Congo (Zaire), Uganda, Kenya, Tanzania, Zimbabwe, S-Angola, Transvaal, Oranje Free State, Natal, Cape Prov., Lesotho

 

 

 

 

Pflanze 80 - 150 cm groß

Blüten mit 4 roten Kronblättern, Kronblätter rot, 2 - 3 cm im Durchmesser, 
tief eingeschnitten, 8 Staubblätter

Narbe vierspaltig

Blüten mit 4 linealischen, im unteren Teil drüsigen zugespitzten Kelchblättern

Samen mit seidenhaarigen Anhängseln

Blätter wenigstens im unteren Teil gegenständig

Blätter 6 - 12 cm lang, scharf gezähnt- gesägt
schwach halbstängelumfassend, etwas herablaufend

Stängel abstehend behaart

 

 

2     Blätter wechselständig

Kronblätter genagelt,
Blätter lanzettlich (10 - 20 mm breit), mit Seitennerven
> 3

 Kronblätter nicht genagelt
Blätter schmal linealisch (max. 5 mm breit), ohne Seitennerven
> 4

                                                                                          

3      Blätter lanzettlich


Schmalblättriges Weidenröschen
(Epilobium angustifolium)

VI - VII, Gebüsche, Waldlichtungen
                verbreitet z.B.
                Waldsaum Brenne Reisensburg
                Schutthaufen Niederstotzingen
                Muna

Synonyme:
Wald- Weidenröschen
Chamaenerion angustifolium (L.) Scop., Chamerion angustifolium (L.) Holub, Epilobium angustifolium ssp. circumvagum Mosq. 

English name:
Rosebay Willowherb
Fireweed

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, Bulgaria, England, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Canary Isl., Crimea, Morocco, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Mongolia, Japan, Korea, Kamchatka, Kuril Isl., E-Siberia, Amur, Ussuri, Sakhalin, China, Turkey, Cyprus, European Turkey, Iran, Iraq, Lebanon, Alaska, USA, Canada, Greenland

 

 

 

 

 

Pflanze 60 - 120 cm groß

Blüten in vielblütiger Traube

Krone groß (2 - 3 cm Durchmesser), mit 4 purpurroten, genagelten Kronblättern 
Kelchblätter linealisch, rosa bis braunrot

Griffel abwärts geneigt, Narbe 4- teilig

Kapselfrüchte schlank, grün oder rot überlaufen

Blätter wechselständig, lanzettlich, weich, oberseits grün

Blätter unterseits blaugrün, mit deutlichen Seitennerven

Stängel rund bis leicht kantig, oft rot überlaufen

 

 

4      Blätter schmal linealisch

Pflanze 50 - 100 cm groß
Blüten hellrot, Griffel fast so lang wie die Staubblätter
> 5

Pflanze 20 - 40 cm groß
Blüten purpurrot, Griffel deutlich kürzer wie die Staubblätter
> 6

 

5     Blüten hellrot, Griffel nur unten behaart, schlank


Rosmarinblättriges Weidenröschen
(Epilobium dodonaei)

VI - VII, Flusschotter, Gleisschotter, Felsen, auch Zierpflanze
                Kissinger Bahngruben
                Monte Baldo Rückweg

                Ulm Nordwest, Mindelheim,
                Landsberg, Buchloe

Synonyme:
Chamaenerion dodonaei (Vill.) Schur, Epilobium rosmarinifolium ssp. dodonaei (Vill.) K. Bertsch & F. Bertsch 

English name:
Alpine Willowherb

Verbreitung in Deutschland:
Selten Alpenvorland, entlang des Rheins vom Bodensee bis ungefähr Karlsruhe; selten Lausitz, Z-Pfalz, Saarland, Einzelfunde restliches Baden-Württemberg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: Neophyt, Rheinland-Pfalz: Neophyt, Saarland: Neophyt, Sachsen: Neophyt 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, Turkey, Iran

 

 

 

 

Pflanze 20 - 100 cm groß

Blüten leicht asymmetrisch, Kronblätter hellrot, nicht genagelt

Griffel nur unten behaart, fädlich, fast so lang wie die langen Staubblätter, Narbe 4- teilig

Kelchblätter meist rot, selten auch grünlich

Früchte anfangs dicht weißfilzig, später sind sie rötlich überlaufen und kurz angedrückt behaart

Blätter wechselständig, schmal lanzettlich, starr,
ganzrandig oder schwach schwielig gezähnt
ohne deutliche Seitennerven

Stängel an der Basis verholzend

 

 

 

6     Blüten purpurrot, Griffel bis zur Mitte behaart, dick


Fleischers Weidenröschen
(Epilobium fleischeri)

VII - IX, Flussschotter, alpine Schotterfluren
                Großer St. Bernhard
                Botanischer Garten München
                Landsberg, Kempten, Hinterstein

Synonyme:
Kies- Weidenröschen
Epilobium rosmarinifolium ssp. fleischeri (C. F. F. Hochstetter) Bonnier, 
Chamaenerion fleischeri (Hochst.) Fritsch, Chamerion fleischeri (Hochst.) Holub 

English name:
Fleischer's Willowherb

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten westliche (Allgäuer) Alpen, Einzelfunde bayerisches Allgäu und Oberschwaben 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 1 (vom Aussterben bedroht), 
Baden-Württemberg: unbeständig, Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, Turkey, Iran

 

 

 

 

Pflanze 20 - 40 cm groß

Kronblätter purpurrot, nicht genagelt, 
Griffel bis zur Mitte behaart, walzlich dick

Staubblätter am Grund +/- verklebt

Griffel deutlich kürzer als die Staubblätter, Narbe 4- teilig

Kelchblätter rotviolett

Blätter wechselständig

Blätter schmal lanzettlich, starr, schwielig gezähnt
ohne hervorstehende Seitennerven, beiderseits kahl