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Gattung: Blasenkirsche (Physalis)

Zur Gattung gehören ca. 80 Arten, die alle nicht in Deutschland heimisch sind.
Einige kultivierte Arten können auch verwildern: Alien plants of Belgium

Blüten weiß
> 1

Blüten gelb- schwarz
> 2

                                                                                                              

1     Blüten weiß


Wilde Blasenkirsche
(Physalis alkekengi)

V - VIII,  Weinberge, Waldränder, Zierpflanze
                 Botanischer Garten Ulm
                 Illertissen, Staudengärtnerei Gaißmayer
                 Rammingen, Biergarten

                 Sontheim, Neresheim

Synonyme:
Lampionblume
Laternenpflanze
Judenkirsche
Alkekengi officinarum Moench; Boberella alkekengi E. H. L. Krause; Megista maxima Fourr.; Physalis alkekengi var. anthoxantha H. Léveillé; Physalis alkekengi var. orientalis Pampanini; Physalis ciliata Siebold & Zuccarini; Physalis halicacabum Crantz; Physalis hyemalis Salisb.; Physalis kansuensis Pojarkova

English name:
Chinese Lantern, 
Strawberry Groundcherry

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter Neophyt
Sehr zerstreut Mitte, Sachsen, Südwesten; Restgebiet sehr selten; fehlt Norden 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: Neophyt, Hamburg: unbeständig, Hessen: Neophyt, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: Neophyt, Sachsen: Neophyt, Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet) [Neophyt], Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece,
+Belgium, Bulgaria, former Czechoslovakia,  Hungary, Poland, Romania, Crimea, European Russia, Ukraine, European Russia, *England, *Netherlands, Caucasus / Transcaucasus, C-Asia, China, Victoria, Taiwan, Gansu, Guizhou, Hebei, Henan, Hubei, Shaanxi, Sichuan, Yunnan, Tajikistan, Turkey, European Turkey, Iran, Cape Verde Isl. (Ilha de Sao Tiago), Pakistan, *USA, *Canada

Die Pflanze wird als Zierpflanze häufig verwendet. Die Früchte sind nicht essbar!
Einzige Physalis- Art, die nicht aus der Neuen Welt stammt!

 

 

Pflanze 25 - 60 cm groß

Blüten einzeln, nach unten zeigend,
leicht glockig

 Kronblätter weiß, behaart

Kelch bei Reife aufgeblasen, orangerot

Beere ebenfalls orangerot, kirschgroß
unangenehm bitter, nicht giftig

Blätter 5 bis 15 cm lang, 2 bis 8 cm breit, lang gestielt, eiförmig, oben zugespitzt, Blattrand ist glatt, grob gezähnt oder gelappt, meist zu zweit

 

 

2      Blüten gelb- schwarz

Blüten 15 - 25 mm im Durchmesser
> 3

Blüten 7 - 10 mm im Durchmesser
> 4


Photo und copyright Michael Hassler

 

3     Blüten 15 - 25 mm im Durchmesser


Kap- Stachelbeere
(Physalis peruviana)

VII - VIII, Zierpflanze
                   Günzburg, Schrebergarten Birket (kultiviert)

Synonyme: 
Peruanische Judenkirsche, Andenbeere, Ananaskirsche, Goldbeere, Essbare Judaskirsche, Schlotte

English name:
Peruvian Groundcherry

Verbreitung in Deutschland:
Gelegentlich verwilderte Kulturpflanze.
Breitet sich neuerdings an Flüssen aus!

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Peru, Ecuador, Bolivia

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland
*Spain, *Italy, 
*former Czechoslovakia, *Russia, *Caucasus / Transcaucasus, *Bulgaria, *Ukraine, *Syria, *Israel, *Egypt, *Western Australia, *Northern Territory, *Southern Australia, *Queensland, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *Taiwan, *Japan, *India, *Sri Lanka, *Java, *Burma, *Darjeeling, *Sikkim, *Nepal, *Pakistan, *Jamaica, *Haiti, *Dominican Republic, *Transvaal, *Natal, *Cape, *Namibia, *Lesotho, *Fujian, *Guangdong, *Jiangsu, *Yunnan, *Chile, *New Caledonia, *Lord Howe Isl., *Fiji, *Norfolk Isl., *Marqueas Isl., *trop. Afr., *Juan Fdz. Isl., *Mexico, *Gilbert Isl. (*Butaritari), *Marquesas Isl., *Micronesia (*Sonsorol), *Niue, *Society Isl. (*Tahiti, *Raiatea), *Southern Marianas (*Saipan, *Guam), *Tonga (*Tongatapu, *Vava'u), *Western Samoa (*Savaii), *Austral Isl. (*Tubuai), *Mauritius, *Réunion, *Madagascar, *Azores, *Madeira, *Canary Isl., *Cape Verde Isl. (*Santo Antao Isl., *Fogo Isl., *Ilha Brava), *Hawaii (*Kauai, *Oahu, *Molokai, *Lanai, *Maui, *Hawaii Isl.), *USA, *Canada

Die Blüten sind giftig!

 

 

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß

Blüten 15 - 25 mm im Durchmesser, Kronblätter gelb- schwarz, Staubbeutel 3 - 4 mm lang, meist bläulich

Kelch an der Blüte 5- zähnig

Kelch bei Reife aufgeblasen, grün 3 - 5 cm groß

Frucht gelborange, essbar, Ernte der Beeren im September

Blätter dreieckig, gestielt, am Rand gleichmäßig grob gezähnt, Blattgrund abgerundet oder herzförmig

Stängel weich behaart

 

 

4     Blüten 7 - 10 mm im Durchmesser


Erdkirsche
(Physalis grisea)


Photo und copyright Michael Hassler

V - X, Zierpflanze
           Söllingen (Michael Hassler 19.10.2013)

Synonyme: 
Physalis pubescens var. grisea

English name:
Strawberry- Tomatoe

Verbreitung in Deutschland:
Selten und adventiv verwilderte Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Canada, USA

Die reifen Früchte sind süß und werden roh gegessen oder eingekocht. Die Art wird oftmals in amerikanischen Samenkatalogen angeboten. Aufgrund ihres Geschmacks wird sie auch als Ananaskirsche bezeichnet.

 

 

Pflanze 10 - 50 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten 7 - 10 mm im Durchmesser, Kronblätter gelb- schwarz, Stängel weich behaart, nicht drüsig


Photo und copyright Michael Hassler

Staubfäden violett, Staubbeutel 1 - 2 mm lang, 
gelb oder bläulich überlaufen


Photo und copyright Michael Hassler

Kelch bei Reife aufgeblasen, grün, 15 - 30 mm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Frucht gelborange, 1 - 1, 5 cm im Durchmesser, essbar
mit vielen braunen, ca, 1 mm großen Samen

Blätter eiförmig, 10 - 20 cm lang, mit 5 - 7 cm langem Stiel, am Rand ungleichmäßig gezähnt, seidenweich behaart


Photo und copyright Michael Hassler

 Blattbasis deutlich ungleich, wobei die beiden Seiten bis zu 0,5 bis 1,0 cm Unterschied aufweisen können


Photo und copyright Michael Hassler

Nach dem Trocknen weisen die Blätter orange Flecken auf oder sind vollständig orange