Home Nach oben Systematik Bestimmung Familien Fundorte Fachbegriffe Artenverzeichnis Hilfe Saatblumen

Gattung: Bocksdorn (Lycium)

Zur Gattung gehören ca. 100 Arten.

Beeren schwarz
Blätter linealisch, fleischig
> 1

  
Photo und copyright Yuriy Danilevsky

Beeren rot
Blätter lanzettlich oder eilanzettlich, flächig
> 2

    

 

1     Blätter linealisch


Russischer Bocksdorn
(Lycium ruthenicum)

VI - IX, Zierstrauch
              Günzburg, Feuerbachstr. (cult.)

Synonyme:
Schwarze Goji- Beere
Lycium foliosum Stocks, Lycium tataricum Pall., Lycium turcomannicum Fisch. & Mey. ex Ledeb

English name:
Black Goji, Russian Box Thorn

Verbreitung in Deutschland:
Selten verwildernder Neophyt

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Russia, China, Tibet, Mongolia, Pakistan, Central- Asia

 

 

 

 

 

1 - 2 m hoher Strauch


Photo und copyright Yuriy Danilevsky

Stängel stark bestachelt

Blüten violett, mit 5 Kronzipfeln, Staubfäden an der Basis flaumhaarig

 

Kelch meist 2- lappig, Beeren schwarz


Photo und copyright Yuriy Danilevsky

Blätter linealisch, fleischig

Blätter beiderseits kahl

 

 

2     Blätter lanzettlich

Kelch meist 2- lappig, Frucht rundlich
Blätter lanzettlich
> 3


Photo und copyright Paul Busselen

Kelch meist 3- 5- zähnig, Frucht elliptisch
Blätter eilanzettlich
> 4

                                                                                                                                                 

3     Blätter lanzettlich


Gewöhnlicher Bocksdorn
(Lycium barbarum)


Photo und copyright Paul Busselen

VI - IX, Straßenränder, Ruderalstellen
              Burgau, Omas Garten
              Günzburg
              Nördlingen

Synonyme:
Chinesische Wolfsbeere
Lycium halimifolium P. Mill.

English name:
Chinese Wolfberry, Matrimony Vine

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt
Zerstreut Osten, nördliche Oberrheinebene, Ruhrgebiet, Kölner Bucht; Restgebiet selten (meist gepflanzt) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: mit Einbürgerungstendenz, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: evtl. zu erwarten [Neophyt], Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
China, NW-India, Java, Algeria, Gansu, N-Hebei, Nei Mongol, Ningxia, Qinghai, N-Shanxi, Sichuan, Xinjiang, Egypt, European Turkey, Iraq, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, Nepal, Caucasus / Transcaucasus, C-Asia, Turkey, 

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*Portugal, *Spain, *France, *Corsica, *Italy, *former Yugoslavia, *Crete, 
*Argentina, *Mauritius, *Belgium, *England, *Bulgaria, *former Czechoslovakia, *Denmark, *Ireland, *Netherlands, *Hungary, *Norway, *Poland, *European Russia, *Ukraine, *Crimea, *Sweden,  *Southern Australia, *Queensland, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *USA, *Canada

Wird in großen Mengen als Bodenfestiger auf den Mittelstreifen der Autobahnen gepflanzt. Die Früchte der beiden Bocksdornarten sind als "Gojbeere" oder "Wolfsbeere", meist in getrockneter Form erhältlich. Den Beeren werden medizinische Wirkungen nachgesagt z.B. als Anti- Aging- Mittel oder als Aphrodisiakum.
Mehr Informationen finden Sie hier:
http://gojibeereninfo.com/

Einige Autoren (z.B. Schmeil- Fitschen) fassen Lycium barbarum und Lycium chinense zu einer  Art zusammen. Die Unterscheidungsmerkmale z.B. die Anzahl der Kelchlappen sind bei der Pflanze, die ich in Günzburg photographiert habe, nicht zutreffend (auf einer Pflanze habe ich sowohl 2- lappige als auch 4 - 5- zähnige Kelche gefunden. Dies könnte auch daran liegen, dass inzwischen sehr viele Sorten auf dem Markt sind, darunter wohl etliche Kreuzungen zwischen den beiden Arten. 

Viele Sorten z.B.
'Big Lifeberry':      Blätter und Beeren sind größer als bei der Wildart
                                 Beeren schmecken etwas bitter
'Sweet Lifeberry': Beeren schmecken süß

 

 

 

 

 

Bis 3 m hoher Strauch mit überhängenden Ästen

Blüten zu zu 1 - 3, 
stieltellerförmig d.h. mit langer Kronröhre, lang gestielt


Photo von  Robert Flogaus-Faust

Blüten mit 5 Kronzipfeln


Photo und copyright Paul Busselen

Kelch meist 2-lappig

 Beere rundlich- eiförmig, 1- 2 cm lang


hier: Sorte 'Big Lifeberry'

Blätter lanzettlich, gestielt, 3 - 8 cm lang,
in der Mitte am breitesten,
Stängel gerieft


Photo und copyright Paul Busselen

Äste gerieft, im unteren Teil dornig

 

 

4      Blätter eilanzettlich


Chinesischer Bocksdorn
(Lycium chinense)

VI - IX, Zierstrauch
              Günzburg, Schrebergarten
              Friesenheimer Insel, Mannheim

Synonyme:
Jasminoides rhombifolia Moench, 
Lycium chinense ssp. rhombifolium (Moench) Thell., 
Lycium rhombifolium (Moench) Dippel 

English name:
Chinese Desert-thorn

Verbreitung in Deutschland:
Gelegentlich verwildernde Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
China, Japan, Ryukyu Isl., Java, Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hainan, Hebei, Heilongjiang, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Jilin, Liaoning, Shaanxi, Shanxi, Sichuan, Taiwan, Yunnan, Zhejiang, Korea, Nepal, Turkey, European Turkey, Lebanon,

Eingebürgert in:
*Germany, *Switzerland, 
*Portugal, *France, *Italy, *?former Yugoslavia, 
*England, *former Czechoslovakia, *Ireland, *Netherlands, *Hungary, *Romania, *Sweden, *Pakistan, *Society Isl. (*Tahiti), *USA, *Canada

Die Früchte der beiden Bocksdornarten sind als "Gojbeere" oder "Wolfsbeere", meist in getrockneter Form erhältlich. Den Beeren werden medizinische Wirkungen nachgesagt z.B. als Anti- Aging- Mittel oder als Aphrodisiakum.
Mehr Informationen finden Sie hier:
http://gojibeereninfo.com/

Einige Autoren (z.B. Schmeil- Fitschen) fassen Lycium barbarum und Lycium chinense zu einer  Art zusammen. Die Unterscheidungsmerkmale z.B. die Anzahl der Kelchlappen sind bei der Pflanze, die ich in Günzburg photographiert habe, nicht zutreffend, da ich auf einer Pflanze sowohl 2- lappige als auch 4 - 5- zähnige Kelche gefunden. Dies könnte auch daran liegen, dass inzwischen sehr viele Sorten auf dem Markt sind, darunter wohl etliche Kreuzungen zwischen den beiden Arten.

 

 

 

 

 

Bis 3 m hoher Strauch mit überhängenden, 
im unteren Teil meist nicht dornigen Zweigen

Blüten radiär, zu 1 - 3, lang gestielt

Blüten violett, mit 5 Kronzipfeln

Kelch 3- lappig oder 4 - 5- zähnig

Beere länglich- elliptisch, 1,5 - 2,5 cm groß


Photo und copyright Günther Blaich

Blätter 2 - 5 cm lang, eilanzettlich

Blätter unterseits kahl

Äste gerieft, im unteren Teil dornig