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Nachtschatten - mit kleinen weißen Blüten, Blätter ganzrandig oder gelappt, ohne Stacheln
Kelch klein, nur den Grund der Beeren bedeckend, Pflanze behaart

Blätter +/- ganzrandig
> 1


Photo und copyright Harald Geier

Blätter deutlich gelappt
> 2

 

1     Blätter ganzrandig


Gänsefußblättriger Nachtschatten
(Solanum chenopodioides
Lam.)


Photo und copyright Harald Geier

VI - X, Ruderalstellen, Äcker
            Köln (Harald Geier)

Synonyme:
Schwachlappiger Nachtschatten, Zierlicher Nachtschatten
Solanum sublobatum Willd. ex Roem. & Schult.; Solanum subspatulatum Sendtn.

English name:
Velvety Nightshade, Forked Nightshade, Goosefoot Nightshade, Whitetip Nightshade

Nome italiano: 
Morella a foglie di farinello

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt (Rheinland) 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Brazil, Argentina, Paraguay, Uruguay

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland
*Portugal, *Spain, *France, *Corsica, *Italy, 
*England, *Hungary
*Australia, *New Zealand, *South Africa

Etymologie:
- Solanum: von lat. solari = trösten, lindern (medizinische Wirkung geringer Dosen einiger Nachtschattengewächse)
- chenopodioides: ähnlich Chenopodium (Gänsefuß)

 


 

Pflanze bis 2 m groß
mehrjährig, Triebe können verholzen


Photo und copyright Harald Geier

Kronblätter radförmig, oft zurückgeschlagen,
Staubblätter verwachsen


Photo und copyright Harald Geier

Reife Früchte mattschwarz, Kelch klein, nur den Grund der Früchte bedeckend


Photo und copyright Harald Geier

Blätter ganzrandig


Photo und copyright Harald Geier

Stängel und Blätter flaumig behaart


Photo und copyright Harald Geier

 

 

2      Blätter deutlich gelappt

Teilblütenstände 5 - 10- blütig,
Reife Beeren schwarz, Kelchzipfel breit eiförmig, durch spitze Buchten getrennt
> 3

Teilblütenstände 3 - 5- blütig
Reife Beeren orange oder rot, Kelchzipfel breit lanzettlich, durch stumpfe Buchten getrennt
> 4

     

                                                                              

3       Beeren schwarz


Täuschender Nachtschatten
(Solanum decipiens
Opiz)

VI - X, Ruderalstellen, Äcker
             Nea Potidea, Hotel Portes Beach, Chalkidiki (22.08.2017)

Synonyme:
Schultes Nachtschatten
Solanum nigrum ssp. schultesii (Opiz) Wessely (Name bei Flora Italiana und Tela Botanica)
Solanum schultesii Opiz

Nom francais:
Morelle de Schultes

Nome italiano: 
Morella di Schultes

English name:
Schulte's Nightshade

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Z-Nordrhein-Westfalen, N-Sachsen, nördliche Oberrheinebene, selten Niedersachsen, Z-Franken; Einzelfunde anderswo [sicherlich unterkartiert] 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: Neophyt, Brandenburg: evtl. zu erwarten [Neophyt], Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: evtl. zu erwarten [Neophyt], Thüringen: evtl. zu erwarten

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Macedonia, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, N- East), Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete
England

Etymologie:
- Solanum: von lat. solari = trösten, lindern (medizinische Wirkung geringer Dosen einiger Nachtschattengewächse)

- decipiens: täuschend

 

 

 

Pflanze 10 - 80 cm groß

Teilblütenstände 5 - 10- blütig
Kelchzipfel breit eiförmig, durch spitze Buchten getrennt

Reife Beeren sind meist schwarz

Kelch klein, nur den Grund der Beeren bedeckend

Stängel und Blätter abstehend behaart, mit winzigen Drüsenköpfchen (kaum dicker als das Haar, nur mit der Lupe zu sehen)


Photo und copyright Armin Jagel

Blätter deutlich buchtig

 

 

4      Beeren orange oder rot


Gelbfrüchtiger Nachtschatten
(Solanum villosum
Mill.)

VI - X, Ruderalstellen
            Meran, Auhof, ca. 285 m ü.M. (12.08.2011)

Synonyme:
Zottiger Nachtschatten,
Solanum luteum Mill.

English name:
Hairy Nightshade, Yellow Nightshade

Nom francais:
Morelle jaune

Nome italiano: 
Pomodorino selvatico giallo

Verbreitung in Deutschland:
Selten nördliche Oberrheinebene, Niederrhein, Kölner Bucht; Restgebiet weit verstreute Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: unbeständig, Saarland: unbeständig, Sachsen: unbeständig, Sachsen-Anhalt: unbeständig, Thüringen: 0 (ausgestorben) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Slovenia, Bosnia & Hercegovina, Croatia, Serbia & Kosovo, Montenegro, ?Macedonia, Albania, 
Greece (E- Central, N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete),  
Aores, Madeira, Canary Isl., England, Sweden, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Russia, Ukraine, Crimea, Turkey, Cyprus, Afghanistan, India, Nepal, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Oman, Saudi Arabia, Syria, Yemen, China,
Algeria, Morocco, Tunisia, Cape Verde Isl.

Eingebürgert in: 
*Belgium, *Denmark, *Netherlands, 
*Australia, *USA

Etymologie:
- Solanum: von lat. solari = trösten, lindern (medizinische Wirkung geringer Dosen einiger Nachtschattengewächse)

- villosum: zottig behaart

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 50 cm groß

Teilblütenstände 3 - 5- blütig, Kronblätter weiß, radförmig, oft zurückgeschlagen, 
Antheren eng aneinanderliegnd, Kelchzähne stumpf

Kelch klein, nur den Grund der Beeren bedeckend, Kelchzipfel breit lanzettlich, durch stumpfe Buchten getrennt, reife Beeren gelb bis

selten braunorange


Photo und copyright Harald Geier

Samen braun, durchscheinend

Stängel lang abstehend drüsig behaart

Blätter buchtig gelappt, behaart

Blätter  heller grün als beim Schwarzen Nachtschatten

Blattunterseite behaart