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Rosen mit kahler oder drüsiger, jedoch nie filzig behaarter Blattrhachis

Stacheln gerade oder leicht gekrümmt
> 1


Photo und copyright Rudi Heinrich

Stacheln deutlich gekrümmt
> 2

 

1        Stacheln gerade oder leicht gekrümmt


  Raublättrige Rose
(Rosa jundzillii)

VI - VII, Gebüsche, Wälder
                Karlstadt, Orchideenpfad

Synonyme:
Rosa marginata, Rosa trachyphylla, Rosa glandulosa Bess. non Bellardi

English name:
Large-Leaved Rose

Verbreitung in Deutschland:
Mosel und Main bis Donau ziemlich selten bis selten, außerdem selten südliche Oberrheinebene, Hegau, Niederbayern 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Brandenburg: evtl. zu erwarten [Neophyt], Hessen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 4 (potentiell gefährdet), Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
France, Italy, former Yugoslavia, Albania, ?Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Ukraine, Crimea, Caucasus / Transcaucasus, Turkey

Gehört nach Rothmaler nicht zu den Hundsrosen!

 

 

Pflanze 0,5 - 1 m groß

Frisch aufgeblühte Blüten groß 5 - 7 cm im Durchmesser), kräftig rosa


Photo und copyright Rudi Heinrich

Griffelkanal 1 - 1,5 mm im Durchmesser, Narbenköpfchen hutförmig, wollhaarig

 

Kelchblätter zurückgeschlagen


Photo und copyright Rudi Heinrich

Borsten auf dem unteren Teil der Hagebutte


Photo und copyright Rudi Heinrich

Reife Hagebutten rot, länglich, mindestens am Grund drüsig, Kelchblätter abfallend


Photo und copyright Rudi Heinrich

Stacheln gerade oder leicht gekrümmt


Photo und copyright Rudi Heinrich

Blätter vollständig kahl, unterseits graugrün, mit hervortretendem Adernetz

Blättchen mehrfach drüsig gesägt

 

 

 

2         Stacheln deutlich gekrümmt

Frisch aufgeblühte Blüten hell rosa
Kelchblätter anliegend, später abfallend, 
Griffelkanal 0,5 - 0,8 mm im Durchmesser
> 3

Frisch aufgeblühte Blüten dunkel rosa, 
Kelchblätter abstehend, haftend, 
Griffelkanal 1,5 - 2,5 mm im Durchmesser
> 4

Steht in allen Merkmalen zwischen 3 und 4 
z.B. Kelchblätter abstehend, aber später abfallend, 
Griffelkanal ca. 1 mm im Durchmesser
> 5

 

3      Blüten hellrosa, Kelchblätter anliegend, später abfallend


  Hunds- Rose
(Rosa canina)

VI, Gebüsche, Wälder
       Hurlach, Straße zur Heide
       Günzburg, Feuerbachstr
       Goldberg
       Kapf

Synonyme:
Rosa afzeliana Fr., nom. illeg., Rosa canina ssp. lutetiana (Léman) Hayek, Rosa canina ssp. vulgaris Gams, Rosa canina var. glabrata Crép., Rosa canina var. scabrata Crép. ex Scheutz, Rosa canina var. squarrosa auct., Rosa lutetiana Léman, Rosa nitidula Bess., Rosa scabrata Crép., nom. inval. (nom. nud.), Rosa squarrosa (A. Rau) Boreau, incl. Rosa canina var. glandulosa Rau, Rosa canina var. biserrata (Mérat de Vaumartoise) Chevalier, Rosa canina var. firmula (Godet) M. Schulze 

English name:
Dog rose

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet (Schleswig-Holstein sehr zerstreut)

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, Crimea, Baltic States, European Russia, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, C-Asia, *Southern Australia, *Queensland, *New South Wales, *Tasmania, Algeria, *Peru - high Andes, *Chile, Turkey, Cyprus, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Lebanon, Syria, Afghanistan, Pakistan, Madeira, Canary Isl., *USA, *Canada

Häufigste Wildrose in Nordschwaben (ca. 90 % aller gefundenen Wildrosen)

 

Strauch mit ausladenden, überhängenden oder klimmenden bis 5 m langen Zweigen

Frisch aufgeblühte Blüten hellrosa

Griffelkanal 0,5 - 0,8 mm im Durchmesser

Kelchblätter anliegend, später abfallend

Reife Hagebutten rot, Kelchblätter nicht haftend
Fruchtstiele meist so lang wie die Frucht


Photo und copyright Rudi Heinrich

Stängel grünlich, evt. sonnenseitig rot
ohne Borsten zwischen den Stacheln, Stacheln stark gekrümmt, mit breiter Basis

Blätter beiderseits kahl, auf der Hauptader und der Rhachis kahl oder drüsig
Blättchen elliptisch, meist doppelt gezähnt

 

 

4      Blüten dunkelrosa, Kelchblätter abstehend, haftend


  Vogesen- Rose
(Rosa vosagiaca)

V - VI, Gebüsche, Wälder, Ruderalstellen
             Sontheim
             Lautertal
             Münsingen

Synonyme:
Vogesen- Rose, Blaugrüne Rose
Rosa dumalis, Rosa canina ssp. dumalis Hayek, Rosa canina var. dumalis Baker 
Rosa afzeliana ssp. vosagiaca (Desp.) R. Keller & Gams, Rosa canina var. vosagiaca Desp., nom. illeg. superfl., Rosa glauca ssp. reuteri (Godet) Hayek, Rosa glauca Vill. ex Loisel. non Pourr., Rosa reuteri (Godet) Reuter, nom. illeg. (nom. superfl.), Rosa vosagiaca Déségl., nom. illeg. (nom. superfl.), 

English name:
Glaucous Dog Rose

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Schwäbische Alb, N-Franken, Thüringen, Sachsen; sehr zerstreut bis selten Z-Franken, Mecklenburg-Vorpommern; selten und lokal N-Eifel, Süderbergland, Saarland, Pfalz, Vogelsberg, N-Hessen, Allgäu; Einzelfunde SO-Niedersachsen, Wendland, Brandenburg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece,
Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, Sicily, Sweden, Caucasus / Transcaucasus

 

 

1 - 2 m großer gedrungener, dichter Strauch
meist nur schulterhoch


Photo und copyright Rudi Heinrich

Frisch aufgeblühte Blüten kräftig rosa

Narbenköpfchen hutförmig, wollig

Griffelkanal 1,5 - 2,5 mm im Durchmesser

Kelchblätter abstehend, später aufgerichtet, haftend

Reife Hagebutten rot, Fruchtstiele viel kürzer als die Frucht, oft von einem Hochblatt eingeschlossen, Kelchblätter haftend


Photo und copyright Rudi Heinrich

Stacheln gekrümmt

Blätter vollständig kahl, bläulichgrün

Blattstiele kahl, meist mit Drüsen, oft auch mit Kleinstacheln

 

 

5       Kelchblätter abstehend, aber später abfallend, Griffelkanal ca. 1 mm im Durchmesser


  Falsche Hundsrose
(Rosa subcanina)

V - VI, Gebüsche, Wälder, Ruderalstellen
             Günzburg, Feuerbachstr.
             Blaubeuren
             Münsingen

Synonyme:
Rosa dumalis ssp subcanina
Rosa glauca ssp. subcanina (Christ) Hayek; 
Rosa afzeliana ssp. subcanina; 

English name:
False Dog Rose

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Süderbergland, S-Münsterland, Ruhrgebiet, Franken, Thüringen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Z-Schwäbische Alb, Saarland, Z-Pfalz; selten restliches Baden-Württemberg, Eifel, Hessen, SO- und O-Niedersachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: evtl. zu erwarten

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
France, Italy, former Yugoslavia, 
England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine

Unter Rosa subcanina werden alle Sippen zusammengefasst, die in ihren Merkmalen zwischen Rosa canina und Rosa vosagiaca stehen

 

 

Kleiner als Rosa canina und größer als Rosa vosagiaca

Frisch aufgeblühte Blüten rosa
Hochblätter, falls vorhanden, kleiner und schmaler als bei Rosa vosagiaca

Narbenköpfchen kugelig
Griffelkanal ca. 1 mm im Durchmesser

Kelchblätter abstehend oder flatterig
später abfallend

Reife Hagebutten rot, Fruchtstiele länger als bei Rosa vosagiaca, Kelchblätter teilweise abfallend

teilweise aber auch haftend 

Stacheln hakig gekrümmt

Blätter auf der Fläche vollständig kahl, bläulichgrün

Blattstiele kahl, mit oder ohne Drüsen