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Gattung: Gnadenkraut (Gratiola)

Zur Gattung gehören 20 Arten.

Blüten groß (10 - 18 mm), Kronröhre +/- kahl
> 1

Blüten klein (7 - 8 mm), Kronröhre drüsig
> 2


Photo und copyright Wolfgang Winter

 

1     Blüten groß (10 - 18 mm), Kronröhre +/- kahl


Gottes- Gnadenkraut 
(Gratiola officinalis)

VI - VIII, Sumpf- und Moorwiesen
                Apothekergarten Jaud, Günzburg
                Botanischer Garten Tübingen
                Westheim bei Augsburg
                Ulm Südost

Synonyme:
Gratiola angustifolia Gilib.; 
Gratiola linifolia Hoffmgg. & Link

English name:
Common Hedge- Hysop, Gratiole, Herb of Grace

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut entlang von Elbe, Spree, Oder; restlicher Osten fast überall verschwunden; extrem selten Rheinebene (hier fast überall verschwunden), Bodensee, Restgebiet wenige, weit verstreute Altfunde und nur ganz wenige Rezentfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 1 (vom Aussterben bedroht), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 1 (vom Aussterben bedroht), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 0 (ausgestorben), Thüringen: 0 (ausgestorben) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, France, Italy, Sardinia, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, Bulgaria, former Czechoslovakia,  Netherlands, Hungary, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, Crimea, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, C-Asia, Xinjiang, Turkey, European Turkey, Iran

Das Gottes-Gnadenkraut ist in allen Teilen stark giftig. Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Speichelfluss, Erbrechen, Koliken, blutige Durchfälle, Nierenentzündung, Brennen in den Harnwegen, Krämpfe, Störung der Herztätigkeit und der Atmung. (nach Wikipedia)

 

 

Pflanze 20 - 40 cm groß

Blüten 10 - 18 mm lang, einzeln in lockerblütiger Traube, weiß bis rosa,
Kronröhre gebogen, nicht drüsig

Oberlippe behaart, Kronröhre innen gelb 

Stängel unten rund, oben fast 4-kantig, ± kahl
Kapsel tropfenförmig

Blätter kreuzgegenständig, lanzettlich, spitz, ganzrandig bis gesägt

 

 

2     Blüten klein (7 - 8 mm), Kronröhre drüsig


Übersehenes Gnadenkraut
(Gratiola neglecta)


Photo und copyright Michael Hassler

V - X, Sumpf- und Moorwiesen
           Deuringen

Synonyme:
Gratiola heterophylla Raf., Gratiola neglecta var. glaberrima Fernald, Gratiola odorata Raf.

English name:
Clammy Hedge- Hyssop

Verbreitung in Deutschland:
Einzelfunde in Brandenburg, Elsass und in der Deuringer Heide

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA (dort in allen Staaten verbreitet), Canada

Eingebürgert in:
*Germany
*France

Der Fundort in der Deuringer Heide ist ein ehemaliger Truppenübungsplatz der Amerikaner. Eventuell sind die Samen mit den Ketten der Panzer nach Deutschland eingeschleppt worden:
http://forum.pflanzenbestimmung.de

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß
vielfach verzweigt


Photo und copyright Wolfgang Winter

Blüten 7 - 8 mm lang, einzeln in lockerblütiger Traube, weiß bis rosa, mit 4 oder 5 Kronzipfeln
Kronröhre außen grünlich, mit braunen Streifen, drüsig, Kelch mit 5 linealischen, drüsig behaarten Kelchblättern und 2 Hochblätter, die so lang wie die Kelchblätter sein können


Photo und copyright Wolfgang Winter

Stängel dicht mit kurzen Haaren behaart
Kapsel tropfenförmig


Photo und copyright Wolfgang Winter

Blätter lanzettlich, 2 - 5 cm lang, kurzhaarig, meist mit wenigen Zähnen


Photo und copyright Michael Hassler