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Wasserschlauch - Pflanze bildet keinen Stern auf der Wasseroberfläche

Wasserblätter meist ohne Fangblasen
> 1


Photo und copyright Andreas Fleischmann

Wasserblätter mit Fangblasen
> 2

 

1     Wasserblätter ohne Fangblasen


Artengruppe Mittlerer Wasserschlauch 
(Utricularia intermedia agg.)


Photo und copyright Andreas Fleischmann

VII - VIII, Moortümpel, Torfstiche, 
                   
Oberjoch

Zu den Arten der Artengruppe

Sehr gute Unterscheidung der Arten in:
International carnivorous plant society

 

10 - 20 cm große, schwimmende Wasserpflanze
Blüte über der Wasseroberfläche


Photo und copyright Andreas Fleischmann

Blüten 10 - 15 mm, 
Schlundwulst der Unterlippe den Schlund meist völlig verschließend


Photo und copyright Andreas Fleischmann

Sporn deutlich länger als breit


Photo und copyright Andreas Fleischmann

 Wasserblätter ohne oder mit 1 - 2 Fangblasen


Photo und copyright Andreas Fleischmann

Endzipfel der Wasserblätter meist mit Wimpernborsten


Photo und copyright Andreas Fleischmann

Pflanzen sind meist mit weißen, nur Fangblasen tragenden  Schlammsprossen im Schlamm verankert


Photo und copyright Andreas Fleischmann

 

 

2     Wasserblätter mit Fangblasen

Lebensraum: Moortümpel
Blüten 6 - 9 mm lang, Unterlippe schlank
Wasserblätter meist mit weißen Schlammsprossen (Widerstand beim Herausziehen)
> 3

   

Lebensraum: Tümpel, Seen, Fischteiche, Gräben
Blüten 10 - 15 mm lang, Unterlippe breit
  Wasserblätter ohne weißen Schlammsprosse (Kein Widerstand beim Herausziehen)
> 4

     

 

3     Blüten 6 - 9 mm lang, Unterlippe schlank, Wasserblätter meist mit weißen Schlammsprossen


Artengruppe Kleiner Wasserschlauch
(Utricularia minor agg.)

VI - VIII, Moortümpel, Torfstiche, 
                  Taufachmoos
                  Benninger Ried
                  Hundsmoor

Zu den Arten der Artengruppe

 

 

4 - 30 cm große, schwimmende Wasserpflanze
Blüte über der Wasseroberfläche

Blütentraube 2 - 14- blütig

Blüten klein (6 - 9 mm)

Schlundwulst der Unterlippe den Schlund nicht völlig verschließend

Sporn in etwa so lang wie breit, stumpf kegelförmig

Wasserblätter klein (max. 2 cm), 

Wasserblätter mit 1 - 10 Fangblasen und wenigen Endzipfeln, Endzipfel am Rand glatt

Pflanzen sind meist mit weißen, nur Fangblasen tragenden  Schlammsprossen im Schlamm verankert

 

 

4     Blüten 10 - 15 mm lang, Unterlippe breit,   Wasserblätter ohne weißen Schlammsprosse 

Tragblatt der Blüte kurz, nach dem Abblühen ohne Frucht
Unterlippe der Blüte ausgebreitet
> 5

Tragblatt der Blüte lang, nach dem Abblühen mit Frucht
Unterlippe der Blüte seitlich umgebogen
> 6


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 

5     Tragblatt der Blüte kurz, Unterlippe der Blüte ausgebreitet


Südlicher Wasserschlauch 
(Utricularia australis)

VII - VIII, Tümpel, Seen, Fischteiche, Gräben
                  Butzenwörther See
                  Lutzenberger See

Häufigste Utricularia- Art in Bayern.

Synonyme:
Verkannter Wasserschlauch
Utricularia mutata (Döll) Leiner, Utricularia neglecta Lehm., Utricularia pollichii F. W. Schultz, Utricularia spectabilis Madauss ex Schreiber, Utricularia vulgaris var. mutata Döll 

English name:
Southern Bladderwort

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Sachsen, S-Brandenburg, O-Thüringen, Allgäu, Oberschwaben, S-Pfalz, mittlere Oberrheinebene; Restgebiet selten; Einzelfunde Nordosten; Schleswig-Holstein fast verschwunden 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, former Yugoslavia, Bulgaria, ?Crete,
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Finland,  Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, ?Tunisia, Algeria, ?Morocco, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, Western Australia, Southern Australia, Queensland, New South Wales, Oranje Free State, Natal, trop. Afr., New Zealand, India, Sri Lanka, Sumatra, Java, Philippines, New Guinea, Indochina, Turkey, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Syria, Sakhalin, China, Afghanistan, Indonesia, Japan, Korea, Mongolia, Nepal, New Guinea, Philippines, Burma (Shan)

 

 

 

20 - 150 cm große, schwimmende Wasserpflanze
wenigblütig

Blüten gelb, Unterlippe ausgebreitet
Tragblatt der Blüte kurz

Fruchtstiele +/- gerade, Blüte nach dem Abblühen ohne Frucht 
(nur Kelchblätter sichtbar)

 

Blätter untergetaucht, bis 5 cm lang
mit 10 - 100 Fangblasen 

und vielen Endzipfeln

Blattzipfel mit einzelnen Borsten

 

 

6      Tragblatt der Blüte lang, Unterlippe seitlich sattelförmig umgebogen


Gewöhnlicher Wasserschlauch 
(Utricularia vulgaris)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

VII - VIII, Tümpel, Seen, Fischteiche, Gräben
                   Leipheimer Moos
                   Offingen
                   Schmiechener See

Synonyme:
Lentibularia major Gilib., nom. inval., 
Lentibularia vulgaris (L.) Moench, 

English name:
Common Bladderwort

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern; selten und stark zurückgehend restlicher Norden, Oberrheinebene, Franken, Bayern; Einzelfunde Restgebiet 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: 0 (ausgestorben) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, ?Crete, 
Bulgaria, Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Crimea, ?Tunisia, ?Algeria, ?Morocco, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Tibet, Afghanistan, Pakistan, Pakistan, Kashmir, Mongolia, New Guinea (alpine), Turkey, Syria

 

 

 

20 - 150 cm große, schwimmende Wasserpflanze
Blüte über der Wasseroberfläche


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Blüten gelb, in wenigblütigen Trauben
Unterlippe seitlich sattelförmig umgebogen (an frischen Blüten!)

Blüte nach dem Abblühen mit Frucht (Kelchblätter umhüllen die Frucht)
Fruchtstiele herabgebogen

 

Tragblatt der Blüte lang


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blätter untergetaucht, bis 5 cm lang


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

mit 10 - 100 Fangblasen und vielen Endzipfeln


Photo und copyright Alexander Mrkvicka