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Gattung: Waid (Isatis)

Zur Gattung gehören 79 Arten. 
In Deutschland nur 1 Art:


Färber- Waid
(Isatis tinctoria
L.)

V - VII, Trockenrasen, Bahnanlagen, Wegränder (0 - 2100 m)
              Günzburg, Saatblumenfeld bei der Marienhöhle, ca. 450 m ü.M. (25.05.2020)

Synonyme:
Pastel, Deutsches Indigo
Isatis canescens DC. 

English name:
Dyer's Woad

Nom francais:
Pastel des teinturiers

Nome italiano: 
Glasto comune

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut Franken, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Kölner Bucht, Thüringer Becken, Schleswig-Holstein, Saarland; 
selten bayerisches Allgäu, Sachsen, fehlt Norden; nördliche Mitte meist nur Altfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: Neophyt, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: unbeständig, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain (widespread), 
France (widespread), Corsica, 
Italy (alle Regionen), Sardinia, Sicily, Malta, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), E- Aegean Isl., 
Canary Isl., England, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Finland, Sweden, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania,  Bulgaria, Turkey, Crimea, Baltic States, Russia, Belarus, Ukraine, China, Tibet, Kazakstan, Tajikistan, Uzbekistan, Korea, Mongolia, Japan, Iraq, Lebanon, Pakistan, India
Algeria, Morocco

Eingebürgert in:
*Peru, *Chile,  *Madeira, *Canada, *USA

Etymologie:
- Isatis: Bezeichnung des Färber- Waid bei Hippokrates und Dioskurides
- tinctoria: zum färben

Wissenswertes:
Aus dem Färberwaid wurde in Deutschland bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts Indigo (Indigoblau) gewonnen. 
Zur Geschichte und Herstellung von Indigo: Wikipedia

Im Gartenhandel wird häufig Isatis glauca (Herkunft: Türkei) verkauft, welche im Gegensatz zu Isatis tinctoria keine oder nur schwach ausgebildete Blattöhrchen besitzt.

 

 

 

Pflanze 40 - 120 cm groß,  
im oberen Teil oft ausladend verzweigt

Blütenstand traubig, ohne Tragblätter, Blüten gelb, lang gestielt

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kron- und Kelchblätter schmal, 
Kronblätter 3,5 mm lang, Kelchblätter 2 - 2,5 mm lang


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten hängend, 15 - 25 mm lang, geflügelt

Reife Früchte schwarz, seitlich abgeflacht, geflügelt, nicht öffnend
mit 1 Fruchtfach, welches 1 Samen enthält


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen eilänglich, glatt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel oft bläulich- grün bereift

Stängelblätter 30 - 240 mm lang, 10 - 60 mm breit, lanzettlich, beiderseits kahl, ganzrandig, pfeilförmig stängelumfassend