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Lepidium - Kronblätter fehlend oder verkümmert, Früchte öffnend, flach, mit winzigem Griffel

Grundständige Blätter zur Fruchtzeit meist vorhanden, gefiedert
Obere Stängelblätter graugrün, ganzrandig, untere Stängel- und Grundblätter fiederteilig
> 1

Grundständige Blätter zur Fruchtzeit meist fehlend
 Obere Stängelblätter grün, zumindest einige gezähnt
> 2

                                                       

1      Stängelblätter graugrün, ganzrandig


Schutt- Kresse
(Lepidium ruderale
L.)

V - VIII, Ruderalstellen, Bahnanlagen, Brachland (0 - 1500 m)
                Günzburg, Mooswaldseen, ca. 450 m ü.M. (17.06.2011)

Synonyme:
Stink- Kresse, Weg- Kresse
Senckenbergia ruderalis (L.) G.Gaertn.

English name:
Roadside Pepperweed

Nom francais:
Passerage rudérale

Nome italiano: 
Lepidio dei calcinacci

Verbreitung in Deutschland:
Osten, Mitte, Südwesten mäßig häufig; Südosten, Nordwesten und Schleswig-Holstein ziemlich selten, fehlt Alpen und hohen Lagen der Mittelgebirge 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, 
France, Italy, Sardinia, Malta, 
Slovenia
,
Croatia, Bosnia, Hercegovina, Montenegro, Serbia, Kosovo, Macedonia, Albania, 
Greece, Crete, 
England, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, Iceland, Faroer Isl., 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Crimea, Baltic States, Russia, Ukraine, Kazakstan, Kyrgyzstan, Turkestan, Tajikistan, Uzbekistan, China, Mongolia,  Iran, Iraq, Israel, Kuwait, Saudi Arabia

Eingebürgert in:
*Azores, *Madeira, 
*India, *Canada, *USA

Etymologie:
- Lepidium: abgeleitet von lat. lepis = Schuppe (die flachen, kleinen Schötchen vieler Arten ähneln einer Schuppe!)
- ruderale: abgeleitet von lat. rudus = Schutt (Pflanze kommt an Ruderalstellen z.B. Straßenränder, Brachland, Bahnhöfe vor)

Siehe auch:
Bestimmung_der_kleinen_lepidium.htm

 

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß, graugrün


hier in Vergesellschaftung mit Lepidium densiflorum:
L. densiflorum: hellgrüne Pflanzen mit dichtblütigem Fruchtstand
L. ruderale: graugrüne Pflanze mit lockerem Fruchtstand

Pflanze oft buschig verzweigt, mit unangenehmem Geruch


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blütenstand locker

Blüten mit 4 grünen Kelchblättern, 2 Staubblättern,
Kronblätter meist fehlend, selten mit verkümmerten weißen Kronblättern, 


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schötchen eiförmig, ausgerandet, Griffel etwas kürzer als die Ausrandung, Stiel deutlich länger als die Frucht


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen ohne Hautrand


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

Stängel kurzhaarig, obere und mittlere Stängelblätter lanzettlich 
bis linealisch, ungeteilt, ganzrandig, verkahlend

Untere Stängelblätter und grundständige Blätter 1 - 2- fach fiederteilig
mit linealischen Abschnitten

 

 

2     Stängelblätter grün, zumindest einige Blätter gezähnt

Samen ohne Hautsaum
> 3


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

Samen mit deutlichem Hautsaum
> 4


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

 

3        Samen ohne Hautsaum


Dichtblütige Kresse
(Lepidium densiflorum
Schrad.)

V - VII, Ruderalstellen, Bahnhöfe (0 - 1000 m)
              Heidelberg, Parkplatz am Bahnhof, ca. 110 m ü.M. (05.06.2011)

Synonyme:
Lepidium intermedium A. Gray; Lepidium neglectum Thell.

English name:
Common Pepperweed

Nom francais:
Passerage à fleurs denses

Nome italiano: 
Lepidio con fiori addensati

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter, jedoch seltener Neophyt
Mäßig häufig Brandenburg, Oberlausitz; sehr zerstreut Kölner Bucht, nördliche Oberrheinebene, Z-Franken, Z-Neckarbecken; Restgebiet Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: unbeständig, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Canada, USA, Mexico, 

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*France, *Italy, *Sicily
*England, *Belgium, *Denmark, *Netherlands, *Sweden, *Finland, 
*Czech Republic, *Slovakia, *Hungary, *Norway, *Poland, *Russia, *Belarus, *Ukraine,  *China, *Korea, *Mongolia, 
*Argentina, *Hawaii

Etymologie:
- Lepidium: abgeleitet von lat. lepis = Schuppe (die flachen, kleinen Schötchen ähneln einer Schuppe!)
- densiflorum: dichtblütig

Siehe auch:
Bestimmung_der_kleinen_lepidium.htm

 

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß, verzweigt
ohne strengen Geruch

Blütenstand dichtblütig, gelbgrün, 

Kronblätter fehlend oder kürzer als die Kelchblätter, 
4 Kelchblätter, Staubblätter meist 2 oder 4, Griffel kurz


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Fruchtstiele +/- aufrecht abstehend, dicklich
Schötchen rundlich, ausgerandet, Stängel kurzhaarig

Schötchen eifömig, mit U- förmiger Ausrandung, Griffel kürzer als die Ausrandung


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen ohne Hautrand


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

Obere Stängelblätter ganzrandig oder schwach gezähnt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel papillös, 
mittlere Stängelblätter lanzettlich, meist deutlich gesägt, gewimpert


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Grundblätter leierförmig fiederteilig, mit breiten Zipfeln und viel größerem Endabschnitt
zur Fruchtzeit fehlend

 

                        

4      Samen mit deutlichem Hautsaum


Verkannte Kresse
(Lepidium neglectum
Thell.)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VII, Sandige Ruderalstellen, Bahnanlagen
              Botanischer Garten Frankfurt (Michael Hassler 22.07.2008)

Synonyme:
Lepidium densiflorum ssp. neglectum (Thell.) P.Fourn. (Name bei Tela Botanica und World Plants)

English name:
Least Pepperwort

Nom francais:
Passerage négligée

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig eingebürgerter Neophyt
Im Regnitzbecken ausgehend von Bahnanlagen sich einbürgernd

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland
?France, ?Italy, 

Etymologie:
- Lepidium: abgeleitet von lat. lepis = Schuppe (die flachen, kleinen Schötchen ähneln einer Schuppe!)
- neglectum: übersehen, verkannt

Lepidium neglectum ist in den USA, bei Acta Plantarum, Tela Botanica und Kew ein Synonym von Lepidium densiflorum. In der Schweiz, Österreich und Deustchland dagegen wird sie als Art oder Unterarten von Lepidium densiflorum anerkannt

Siehe auch:
Bestimmung_der_kleinen_lepidium.htm

 

 

 

 

 

Pflanze 20 - 40 cm groß, verzweigt
 ohne strengen Geruch


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel kurzhaarig


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter weiß, kürzer als die Kelchblätter, selten fehlend
Staubblätter 2 oder 4


Photo und copyright Michael Hassler

Fruchtstiele fast waagrecht abstehend, dünn
Schötchen +/- locker stehend, kreisrund oder breiter als lang, mit V- förmiger Ausrandung


Photo und copyright Michael Hassler

Samen mit deutlichem Hautsaum


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

Obere Stängelblätter ganzrandig, 1- nervig, papillös


Photo und copyright Michael Hassler

Mittlere Stängelblätter mit wenigen großen Zähnen


Photo und copyright Michael Hassler

Grundblätter leierförmig fiederteilig, mit breiten Zipfeln und viel größerem Endabschnitt,
zur Fruchtzeit fehlend,