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Gattung: Silberblatt (Lunaria)

Zur Gattung gehören 3 Arten.

Blüten hellviolett
Schötchen bzw. Scheidewand der Schötchen elliptisch, oft verdreht
> 1

     

Blüten purpurrot
Schötchen bzw. Scheidewand der Schötchen rundlich
> 2

       

                                                                                                

1      Blüten hellviolett


Ausdauerndes Silberblatt
(Lunaria rediviva
L.)

V - VII, Wälder (200 - 800 m)
              Lonetal, Waldrand, Baden- Württemberg, ca. 490 m ü.M. (05.06.2006)

Synonyme:
Gewöhnliche Mondviole, Wildes Silberblatt
Lunaria alpina Berger.

English name:
Perennial Honesty

Nom francais:
Lunaire vivace

Nome italiano: 
Lunaria comune

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Alpen und höhere Mittelgebirge (Bayerischer Wald selten); restliche Mitte und Süden Einzelfunde (fast nur in höheren Lagen) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: Neophyt, Brandenburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
France, Italy, Sardinia, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, 
Belgium, Denmark, Sweden,
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Baltic States, Russia, Ukraine, 

Eingebürgert in:
*Portugal, *Spain,
*England, *USA

Etymologie:
- Lunaria: abgeleitet von Luna = Mond (die Scheidewände der Früchte sind silbrig- weiß)
- rediviva:  abgeleitete von lat. re = wieder und vivus = leben. Carl von Linné wählte diesen Namen, weil Lunaria rediviva im Gegensatz zu Lunaria annua mehrjährig ist. Die Pflanze zieht im Winter ein und treibt im Frühjahr aus ihrem Wurzelstock verlässlich wieder aus.

Sind noch keine Früchte vorhanden könnte man die Art mit der Nachtviole (Hesperis matronalis) verwechseln. Diese Art hat jedoch länglich eiförmige und wesentlich schwächer gesägte Blätter.

 

 

 

Pflanze 30 - 140 cm groß

Stängel aufrecht, beblättert

Kronblätter hellviolett bis fast weiß

Früchte elliptisch, 30 - 90 mm lang, 12 - 38 mm breit, flach, an beiden Enden spitz

Bei Reife die Samen werden entlassen, während die papierdünne, silbrige Fruchtscheidewand oft den ganzen Winter an der Pflanze verbleibt. Scheidewand silbrig, elliptisch, oft +/- verdreht, an einem 1 - 4 cm langen gebogenen Fruchtträger hängend

Untere Blätter herzförmig, scharf gezähnt

Untere Blätter lang gestielt

 

 

2      Blüten purpurrot


Einjähriges Silberblatt
(Lunaria annua
L.)

IV - VI, Gärten, Ruderalstellen, Wälder
              Günzburg, Donaudamm gegenüber der der Kläranlage (28.04.2005)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Judas-Silberling, Judas-Pfennig, Silbertaler, Kurzlebige Mondviole
Lunaria ovalis Stokes

English name:
Annual Honesty

Nom francais:
Lunaire annuelle, Monnaie du pape

Nome italiano:
Lunaria meridionale, Erba d'argento

Verbreitung in Deutschland:
In BW und BY stark in Ausbreitung und lokal eingebürgert

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Italy, 
Croatia, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete)

Bulgaria, Romania, Russia

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*Portugal, *Spain, *France, *Corsica, *Sardinia, *Sicily
*Azores, *Madeira, *England, *Belgium, *Netherlands, *Norway, *Sweden, 
*Hungary, *Poland, *Pakistan, *Canada, *USA

2n = 30

Etymologie:
- Lunaria: abgeleitet von Luna = Mond (die Scheidewände der Früchte sind silbrig- weiß)
- annua: einjährig

Sind noch keine Früchte vorhanden könnte man die Art mit der Nachtviole (Hesperis matronalis) verwechseln. Diese Art hat jedoch länglich eiförmige und wesentlich schwächer gesägte Blätter.

 

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß
Blütenstand rispig

Blüten purpurrot, zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel

Kronblätter 15 - 25 mm lang, lang genagelt, mit dunkleren Nerven

Kelchblätter violett,  5 - 10 mm lang, die inneren gesackt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten am Grund mit Nektardrüsen
Fruchtknoten oberständig, Narbe 2 lappig, 


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Antheren länglich, herablaufend, Filamente kräftig


Photo und copyright Trajche Dimitrovski

Schötchen 20 - 70 mm lang, 15 - 35 mm breit, zunächst grün, rundlich, flach, an beiden Enden abgerundet, mit 4 - 6 Samen, an einem 1 - 2 cm langen geraden Fruchtträger hängend


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Bei Reife die Samen werden entlassen, während die papierdünne, silbrige Fruchtscheidewand oft den ganzen Winter an der Pflanze verbleibt. Die getrockneten Pflanzen mit den "Silbertalern" werden oft zu Dekorationszwecken in Vasen gestellt

Schötchen bzw. Scheidewand der Schötchen rundlich, Griffel bleibend (07.11.2008)

Samen nierenförmig, flach, geflügelt


Photo und copyright Jesús Vílchez

Obere Blätter sitzend, herzförmig, gezähnt

Untere Blätter gestielt

Wurzeln je nach Unterart dünn oder spindelförmig


Photo und copyright Trajche Dimitrovski