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Nelken - Blüten rot oder rosa, büschelig gehäuft, +/- sitzend, Kronblätter, schartig ausgerandet, nicht punktiert

Blütenstände mit 2 - 8 Blüten
Außenkelchblätter in eine lange  grannenartige Spitze verschmälert
> 1

Blütenstände mit 10 - 30 Blüten
Außenkelchblätter allmählich zugespitzt
> 2

               

1       Außenkelchblätter in eine lange grannenartige Spitze verschmälert


Karthäuser- Nelke
(Dianthus carthusianorum
L.)

VI - IX, Trockenrasen, Felsen (0 - 2000 m)
              Reisensburg, Bayern, ca. 450 m ü.M. (07.07.2002)

Synonyme:
Dianthus atrorubens All., Dianthus sanguineus Vis.

English name:
Carthusian Pink, Clusterhead

Nom francais:
Oeillet des Chartreux

Nome italiano:
Garofano dei Certosini

Verbreitung in Deutschland:
Osten, Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg zerstreut; selten Nordrhein-Westfalen, Hessen, SO-Niedersachsen; Nordwesten und Schleswig-Holstein nur Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, 
France, Italy, Sicily, 
Croatia, Serbia & Kosovo, Macedonia, Slovenia, Montenegro, Albania, 
Belgium, Netherlands, 
Czech Republic, Slovakia,  Hungary, Poland, Romania, Turkey, Ukraine

Eingebürgert in:
*USA

Etymologie:
- Dianthus: Götterblume (abgeleitet von griech. dios = Gott und anthos = Blume, Blüte)
- carthusianorum: benannt nach dem katholischen Eremitenorden der Kartäuser. Man vermutet, dass die Pflanze
in den Klostergärten besonders häufig kultiviert wurde

Es werden in den verschiedenen Florenwerken mehrere Unterarten angegeben die sich in der Breite der Blätter in der Anzahl und Größe der Blüten unterscheiden z.B. 
Dianthus carthusianorum subsp. tenorei (Lacaita) Pignatti, 
Dianthus carthusianorum ssp. tenuifolius (Schur) Hegi, 
Dianthus carthusianorum ssp. capillifrons (Borbás) H. Neumayer, 
Dianthus carthusianorum ssp. atrorubens (All.) Hegi, 
Dianthus carthusianorum ssp. sanguineus (Vis.) Hegi, 
Dianthus carthusianorum ssp. vaginatus (Chaix) Hegi, 
Dianthus carthusianorum ssp. latifolius (Griseb. & Schenk) Hegi, 
Nach Flora Europaea ist die Art sehr variabel und die Unterarten lassen sich deswegen nicht halten.

 

Pflanze 15 - 60 cm groß

Blüten meist zu 2 - 8 (15) in kopfigen Blütenständen
Einzelblüten sitzend oder kurz gestielt

Krone 1,5 cm im Durchmesser, purpurn, unregelmäßig gezähnt, ohne Punkte,

Kronblätter kahl oder behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Kelch braunrot, 5- zähnig, Kelchzähne breit, abrupt in eine Granne verschmälert

Außenkelchblätter mehr als halb so lang wie der Kelch, plötzlich in eine grannenartige Spitze unterschiedlicher Länge verschmälert


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kapsel 4- zähnig

Stängelblätter gegenständig, linealisch, 50 - 150 mm lang, 1 - 4 mm breit, flach,
Blattscheide 4 mal so lang wie breit


Photo und copyright Julia Kruse

Grundblätter linealisch, 1,5 - 2,8 mm breit

 

 

 

2       Außenkelchblätter allmählich zugespitzt


Dianthus giganteus Dum.-Urville
(Riesen- Nelke)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - IX, Autobahnwälle, Straßenränder
              Botanischer Garten Ulm, cult. (01.08.2009)
              Großanhausen, Böschung, ca. 450 m ü.M. (25.05.2017)

Synonyme:
Dianthus haynaldianus Borbás; Dianthus intermedius Boiss.; Dianthus ponticus Wahlenb.; Dianthus subgiganteus Form., Dianthus croaticus Borbas

English name:
Giant Pink

Verbreitung in Deutschland:
In Böschungsansaaten, stellenweise etabliert, nimmt entlang von Straßen lokal zu

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Macedonia, Montenegro, Albania, 
Greece (Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, E- Aegean Isl.), 
Bulgaria, Romania, European Turkey, Turkey

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria, *Switzerland

Etymologie:
- Dianthus: Götterblume (abgeleitet von griech. dios = Gott und anthos = Blume, Blüte)
- giganteus: riesig

 

 

Pflanze bis 90 cm groß

Blüten meist zu 5 - 15 in kopfigen Blütenständen,
Einzelblüten sitzend oder kurz gestielt


Photo und copyright Michael Hassler

Krone purpurn, gezähnt, ohne Punkte, behaart
Kronblattplatte 4 - 6 mm lang, vorne gezähnt

Blütenstand von 2 Paar Tragblättern umgeben, Kelch 17 - 22 mm lang, braunrot, 
mit Außenkelchblättern, die deutlich küzer als der Kelch sind


Photo und copyright Michael Hassler

Außenkelchblätter im oberen Teil rot oder haselnussbraun
mit kurzer Granne oder allmählich zugespitzt

Blätter linealisch, 2 - 8 mm breit, grün oder blaugrün
Blattscheiden 3 - 5 mal so lang wie der Stängeldurchmesser