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Verschiedenährige Seggen mit einer männlichen endständigen Ähre,
  weibliche Ähren nicht zeilig, +/- auseinanderstehend, Tragblatt lang, Ähren +/- aufrecht, Schläuche mit langem Schnabel

Alle weibliche Ähren entfernt voneinander
Schnabel
allmählich in den Schnabel übergehend, Schnabelzähne spreizend
> 1

Oberste weibliche Ähren sind einander genähert
Schnabel deutlich vom Schlauch abgesetzt, Schnabelzähne parallel
> 2

 

1    Alle weibliche Ähren entfernt voneinander


Entferntährige Segge
(Carex distans)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VII, Moore, Gräben, Wiesen
                Grettstadt
                Pfronten, Wasenmoos

                Hurlacher Heide (4.6.2009)

Synonyme:
Lücken-Segge, 
Carex baetica
Carex bessarabica

English name:
Distant sedge

Verbreitung in Deutschland:
Mitte, Süden und Nordosten zerstreut bis sehr zerstreut; sehr selten Nordrhein-Westfalen; Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vor allem Küsten

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica,  Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia,Albania,  Greece, Crete, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland,  Netherlands, Hungary, Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, Crimea, Baltic States, European Russia, Belarus, Ukraine, Caucasus, Transcaucasus, Algeria, Morocco, Tunisia, Libya, Hoggar, Tibesti, Azores, Turkey, Cyprus, E-Aegaean Isl., Egypt, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Saudi Arabia, Sinai peninsula, Syria, Yemen, *USA

Ähnlich sind Carex vesicaria und Carex rostrata, diese haben jedoch meist mehrere männliche Ähren und die Tragblätter der untersten weiblichen Ähren sind meist länger als der Blütenstand

 

 

 

Pflanzen 20 - 60 cm groß
locker horstig wachsend


Photo und copyright Wolfgang Winter

Meist mit nur 1 männlichen Ähre, weibliche Ähren weit auseinander stehend (auf die halbe Stängellänge verteilt)

 Tragblatt der unteren Ähre viel länger als die Ähre aber kürzer als der Blütenstand, mit bis zu 6 cm langer Scheide
Obere Tragblätter kürzer

 2 - 4 weibliche Ähren, alle gestielt (die unterste bis zu 9 cm lang)

Schläuche kahl, allmählich in den Schnabel übergehend, Schnabelzähne spreizend (Name!), 3 Narben

Schläuche an den Kanten kahl

 

Einige Spelzen stachelspitzig, andere stumpf

Scheidenmündung gegenüber der Spreite mit einem ei- oder zungenförmigen Anhängsel

Blätter 3 - 7 mm breit, rinnig gekielt, 
meist deutlich kürzer als der Stängel

Untere Blattscheiden braun, wenig zerfasernd

 

 

2     Oberste weibliche Ähren genähert

Spelzen ohne Stachelspitze
Hauptverbreitung: Süddeutschland
> 3

Spelzen mit Stachelspitze
Nur Ostfriesische Inseln bzw. Hunsrück/Eifel
> 6

 

 

3     Spelzen ohne Stachelspitze

Schnäbel der Schläuche gerade
> 4

Schnäbel der Schläuche z.T. schief
> 5

 

4      Schnäbel der Schläuche gerade


Saum- Segge
(Carex hostiana)

VI - VII, Moore, Gräben
                Oberjoch Moor

Synonyme:
Carex fulva
Carex hornschuchiana

English name:
Host sedge

Verbreitung in Deutschland:
Alpen, Oberschwaben und Voralpenland verbreitet, zerstreut Eifel, Niederbayern, sehr zerstreut Schwäbische und Fränkische Alb; im Restgebiet mittlerweile sehr selten und meist verschwunden (aktuell fast nur noch Mecklenburg-Vorpommern, Münsterland, NW-Schleswig-Holstein, Ostfriesland)

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2- (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 1 (vom Aussterben bedroht), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 1 (vom Aussterben bedroht), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary,  Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, Sweden, Transcaucasus, Canada, St. Pierre et Miquelon

Ähnlich sind Carex vesicaria und Carex rostrata, diese haben jedoch meist mehrere männliche Ähren und die Tragblätter der untersten weiblichen Ähren sind meist länger als der Blütenstand

 

 

 

Pflanzen 25 - 45 cm groß
locker rasig wachsend

Meist mit nur 1 männlichen Ähre
2 - 3 weibliche Ähren, unterste ziemlich weit entfernt von den anderen stehend, Tragblatt der unteren Ähre deutlich kürzer als der Blütenstand

 Schläuche kahl, Schnabel deutlich vom Schlauch abgesetzt, 3 Narben

Schnabelzähne parallel, außen meist mit feinen Zähnen, innen mit schmalem Hautsaum

Spelzen nicht stachelspitzig

Blätter 2 - 5 mm breit, hell blaugrün, 
meist deutlich kürzer als der Stängel

 

 

5      Oberste Ähren kugelig bis eiförmig, Schnäbel der Schläuche z.T. schief


Leutz- Segge
(Carex x leutzii)

VI - VII, Moore
                Pfronten, Wasenmoos

Bastard Carex hostiana x Carex lepidocarpa

 

 

Pflanzen 25 - 45 cm groß
locker rasig wachsend

Meist mit nur 1 männlichen Ähre
3 - 5 weibliche Ähren, unterste ziemlich weit entfernt von den anderen stehend, die oberen eng zusammenstehend, der männlichen Ähre genähert, fast sitzend, eiförmig

Unterste Ähre abgesetzt, mit größeren und kleineren Schläuchen

 Einige Schläuche mit schiefem Schnabel

 

 

6     Spelzen mit Stachelspitze

Weibliche Ährchen kurz walzlich bis eiförmig, 
10 - 20 mm lang, 5 - 7 mm breit, Spelzen jung weißlich später hellbraun
Schnabelzähne am Rand glatt
in Deutschland nur auf den ostfriesischen Inseln
> 7


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Ährchen länglich zylindrisch, 
15 - 45 mm lang, 5 - 7 mm breit, Spelzen braun
Schnabelzähne am Rand rau
in Deutschland nur im Hunsrück und in der Eifel
> 8


Photo und copyright Michael Hassler

 

7     Weibliche Ährchen kurz walzlich bis eiförmig, nur auf den ostfriesischen Inseln


Punktierte Segge
(Carex punctata)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VII, Niedermoore
                Spiekeroog, Langeoog
                Botanischer Garten Karlsruhe

Synonyme:
Carex corsicana Link; 
Carex helvetica Schleich. ex Kunth; 
Carex lainzii
Carex pallidior Degl.;

English name:
Dotted sedge

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten Ostfriesische Inseln (meist verschwunden)

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), 
Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Greece, Crete, 
England, Bulgaria, Ireland,  Netherlands, Norway, Poland,  Sweden, Algeria, Morocco, Tunisia, Turkey, European Turkey

 

 

 

 

 

Pflanzen 15 - 45 cm groß
kleine, lockere Horste bildend


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand etwa die halbe Länge des Sprosses einnehmend, mit einem  männlichen und 2 - 4 weit voneinander entfernt stehenden weiblichen Ähren


Photo und copyright Michael Hassler

Tragblätter der weiblichen Ähren laubblattartig,
meist länger als der Blütenstand


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Ährchen aufrecht oder seltener auch nickend, kurz walzlich bis eiförmig, 10 - 20 mm lang, 5 - 7 mm breit


Photo und copyright Michael Hassler

Schläuche 3 - 4 mm lang, gelbgrün, etwas aufgeblasen, glänzend, punktiert, 3 Narben, Schnabel 2-zähnig


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Spelzen weißlich (später braun werdend), häutig, mit grünem Mittelstreif, der als Spitze austritt


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter 3 - 6 mm breit, grasgrün


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

8     Weibliche Ährchen länglich zylindrisch, nur im Hunsrück und Eifel


Zweinervige Segge
(Carex binervis)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VI, Feuchte Heiden
              Botanischer Garten München

Synonyme:
Carex fulva 
Carex multinervis 
Carex sadleri
Carex versicolor

English name:
Green- ribbed sedge

Verbreitung in Deutschland:
Selten Nordeifel, Hunsrück, 
Altfunde W-Süderbergland, Rheinische Schiefergebirge 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany, 
Portugal, Spain, France, 
Belgium, England, Faroer Isl., Ireland, Norway, Morocco

 

 

 

 

 

Pflanzen 30 - 100 cm groß
locker rasig wachsend oder kleine lockere Horste


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand etwa die halbe Länge des Sprosses einnehmend, mit einem  männlichen und 2 - 3 voneinander entfernt stehenden weiblichen Ähren, unterstes Hüllblatt ist viel länger als seine Ähre, aber kürzer als der gesamte Blütenstand


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Ährchen aufrecht die unteren seltener auch nickend, länglich zylindrisch, 15 - 45 mm lang, 5 - 7 mm breit

 

Schläuche 3,5 - 4,5 mm lang, zunächst grün, im reifen Zustand braun bis schwarzbraun, stumpf dreikantig, mit 2 charkteristischen grünen Streifen,  
Schnabel auf der Innenseite der Schlauchzähne und auf der Außenseite durch Borsten rau, 3 Narben


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Spelzen dunkelbraun, mit grünem Mittelstreif, der als Spitze austritt

 

Blätter 2 - 6 mm breit, dunkelgrün